TV Anbieter

Wer bietet was? Fernsehen über DSL und Kabel im Vergleich

Kein Fernsehen über Satellit möglich? Dann sind Kabelfernsehen und TV über DSL die besten Alternativen. Wir haben uns die einzelnen Anbieter, ihre Produkte und Leistungen genauer angeschaut...

Aktualisiert 06.11.2017
TV Anbieter - Provider für Fernsehen über DSL und Kabel im Vergleich 4.42 / 5 45 1 Sterne 2 Sterne 3 Sterne 4 Sterne 5 Sterne (45)
Logo Telekom
Logo Vodafone
Logo 1&1
Logo Tele Columbus
Sky Logo
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Magine TV Logo
Waipu TV Logo

So funktioniert die TV-Grundversorgung

Fernsehen lässt sich über Satellit, Kabel, die Internetleitung oder aber per Antenne empfangen. Doch nicht jeder Haushalt besitzt eine Satelliten-Anlage oder darf eine am Haus anbringen. Das Antennen-Fernsehen bietet deutlich weniger Sender und noch nicht überall HDTV. Für viele Haushalte kommt daher nur Kabel-TV oder TV über DSL in Betracht. Um die Entscheidung für einen TV Anbieter bzw. ein konkretes TV Paket zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Angebote verglichen.

Verbraucher sollten zunächst die Voraussetzungen in ihrer Wohnung prüfen. Wo eine Kabeldose vorhanden ist, kann in der Regel auch Kabelfernsehen bezogen werden. Die Gebühren sind oft schon in den Haushalts-Nebenkosten enthalten. Die Aufstockung mit HD-Programmen ist dann relativ kostengünstig möglich - entsprechende HD-Pakete gibt es schon ab 4 Euro pro Monat. Auf dem Markt haben sich derzeit mit Vodafone Kabel TV, Unitymedia TV und Tele Columbus TV drei große Anbieter etabliert, andere bekannte Provider wie Kabel BW TV oder Kabel Deutschland TV sind allerdings mittlerweile verschwunden und wurden von Unitymedia bzw. Vodafone übernommen.

Verfügt der Haushalt über keinen Kabelanschluss, bleibt als Alternative TV über die DSL-Leitung. Das sogenannte IP-TV schalten die Anbieter nicht einzeln, sondern nur im Paket mit einem Internet- und Telefonanschluss. Die bekanntesten Angebote heißen hier Entertain, Vodafone TV über DSL und 1&1 Digital TV. Verbraucher müssen allerdings von deutlich höheren Kosten ausgehen, erhalten aber im Gegenzug auch ein umfangreicheres Leistungsspektrum. Bei den Kabelanbietern sind dagegen sowohl reine TV-Angebote als auch Komplettpakete für Internet + Telefon + TV erhältlich.

Wer eine mitunter aufwändige Verkabelung scheut, kann auch zu einem Live-TV Streaming Dienst greifen. Hier wird das TV-Signal ebenfalls direkt über den Internetanschluss übertragen, ein TV Receiver ist aber nicht notwendig. Am bekanntesten sind hier sicherlich Magine TV, Zattoo und waipu.tv. Meist steht hier eine begrenzte Zahl von TV-Programmen kostenfrei zur Verfügung, für Privatsender oder HDTV muss aber meist bezahlt werden.

TV Empfang über Satellit, Kabel oder DSL
Anbieter Vodafone Telekom Unitymedia Tele Columbus 1&1

Technik

DSL / Kabel

DSL

Kabel

Kabel

DSL

Verfügbarkeit

Logo Vodafone Ausbaugebiet

deutschlandweit über DSL
in 13 Bundesländern über Kabel

Logo Telekom Ausbaugebiet

deutschlandweit über
DSL 16 oder VDSL

Logo Unitymedia Verfügbarkeitsgebiet

über Kabel in Hessen, NRW
Baden-Württemberg

Tele Columbus Verfügbarkeit Karte

über 7 Bundesländern
vorrangig in Ostdeutschland

Logo 1&1 Ausbaugebiet

deutschlandweit, aber nur in
Gebieten mit VDSL Anschluss

Sender

DSL: 80 Sender
davon 28 HD Sender

Kabel: bis zu 98 Sender
davon 44 HD Sender

EntertainTV + StartTV: 100 Sender
davon 23 HD Sender

EntertainTV Plus: 100 Sender
davon 48 HD Sender

138 Sender
davon 47 HD Sender

190 Sender
davon 54 HD Sender

100 TV-Sender
davon 23 HD Sender

HD-Option

HD Paket
ab 3,99 € pro Monat

HD Start
für 6,95 € pro Monat
(zu EntertainTV + StartTV)

HD Paket
ab 4,99 € pro Monat

HD Option
ab 3,99 € pro Monat

-

Paket
Internet +
Telefon + TV

Red Internet & Phone + TV DSL
ab 28,98 € pro Monat

Red Internet & Phone + Giga TV
ab 29,98 € pro Monat

Telekom Magenta Zuhause
+ Entertain TV
ab 24,95 € pro Monat

Unitymedia 2play + Horizon TV
ab 29,98 € pro Monat

Tele Columbus 3er Kombi
ab 24,99 € pro Monat

1&1 DSL + Digital TV
ab 26,98 € pro Monat

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DVB-T2 - Was taugt das neue Antennen-Fernsehen?

Der Fernsehempfang über eine Zimmer- oder Außenantenne brachte bislang vor allem den großen Nachteil mit, dass keine HD Sender zu bekommen waren. Das ändert sich allerdings gerade. Derzeit findet die Umstellung vom alten Standard DVB-T auf DVB-T2 statt. Die neue Technik bringt nun endlich öffentlich-rechtliche und private Kanäle in gestochen scharfen Bildern.

Mit der Umrüstung auf den neuen Standard werden allerdings auch bisherige Empfänger hinfällig. Wer DVB-T2 nutzen möchte, braucht also auch einen neuen Empfänger für DVB-T2. Verbraucher sollten beim Kauf eines Geräts unbedingt auf das grüne Symbol achten, Geräte mit einem ähnlichen Symbol unterstützen möglicherweise DVB-T2, aber nicht die in Deutschland eingesetzte Technik. Auch einige neue Fernseher besitzen bereits ein geeignetes DVB-T2-fähiges Modul.

Was kann ich sehen?

Seit dem 29. März 2017 läuft DVB-T2 im Regelbetrieb, der HDTV Empfang ist bislang vor allem in den Ballungsräume möglich, die Verfügbarkeit wird aber bis ins Jahr 2019 sukzessive ausgebaut. Ob das neue Antennen-Fernsehen schon genutzt werden kann, hängt also vom Ausbaustatus vor Ort ab.

Die Senderauswahl umfasst rund 40 Programme. Die Hälfte der Kanäle wird überwiegend aus frei empfangbaren öffentlich-rechtlichen Programmen bestehen, die übrigen privaten Programme werden verschlüsselt und damit kostenpflichtig sein. Sie werden dann über die Plattform Freenet TV vermarktet. Die Freischaltung privater Sender mit Freenet TV wird 69 Euro pro Jahr (5,75 €/Monat) kosten.

Nachteile von DVB-T2

Zwar bietet DVB-T2 auch HD-Fernsehen, jedoch hat der Ausbau erst begonnen. Bevor sich Verbraucher einen Empfänger zulegen, sollten sie unbedingt die Verfügbarkeit an der eigenen Adresse prüfen. Ist diese gut, dann gibt es den passenden Empfänger zum Beispiel bei Elektronik-Händlern. Die Senderauswahl bleibt allerdings weiterhin etwas geringer als bei TV über Sat, Kabel oder IP-TV. Darüber hinaus ist es nicht möglich, das Pay-TV Angebot von Sky zuzubuchen.

Promobild DVB-T2 in Berlin

Pay-TV - Sky und sonst nichts?

Neben Anbietern für "lineares", klassisches Fernsehen, gibt es natürlich noch die Pay-TV Anbieter. Dabei fällt einem natürlich vor allem der Name Sky ein. Sky steht für hochwertiges Bezahlfernsehen, das vor allem Sport- und Film-Fans anspricht. Die Programme können mittlerweile über nahezu alle Verbreitungswege empfangen werden. Sky gibt es über Satellit, Kabel und IP-TV. Besitzer einer Sat-Anlage und Nutzer von Kabelfernsehen können ihr Abonnement direkt auf der Internetseite von Sky beauftragen.

Die Senderauswahl ist bei einem Sky Abo zweifellos üppig und hochwertig. Allerdings ist es nicht ganz günstig. Selbst Neukunden zahlen mindestens 20 Euro pro Monat: Bei der Wahl von allen Programmpaketen und bei HDTV, wird schnell die Marke von 30, 40 oder 50 Euro überschritten. Dennoch: Wer die Bundesliga und alle Partien aus der UEFA Champions League live sehen möchte, kommt um Sky nicht herum.

Film- und Serienfans stehen jedoch einige gute und günstige Alternativen zur Auswahl. Insbesondere die Anbieter von Video on Demand Diensten liefern flexible Lösungen zum monatlichen Pauschalpreis. Amazon (Prime), Netflix und Maxdome bieten für maximal 12 Euro pro Monat eine relative große Auswahl an abrufbaren Videos. Zwar finden sich darunter nicht unbedingt die aktuellsten Filmtitel, dennoch ist das Angebot ordentlich. Aktuellere Titel lassen sich gegen zusätzliche Leihgebühren (in der Regel zwischen 3 und 5 €) freischalten. Der Abruf von Videos erfolgt über den PC, das Smartphone, das Tablet und - mittels passender App - auch direkt auf dem Fernseher.

Auch Sky ist im Übrigen inzwischen auf diesen Zug aufgesprungen und bietet mit Sky Ticket ebenfalls einen eigenen Video on Demand Dienst. Kunden können hier zwischen den Paketen Sky Entertainment, Sky Cinema und Sky Supersport wählen.