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Kundenzahlen und Marktanteile der Telekom im DSLWEB Business-Report

Deutschlands größter Telekommunikations-Anbieter hat alle Service-Dienstleistungen rund um Internet, Telefonie und Mobilfunk im Angebot: vom einfachen Telefon-Festnetzanschluss, über das Internet-Telefon-Komplettpaket (wahlweise mit TV) bis hin zum Handy- oder Smartphone-Vertrag für jeden Bedarf. Wir fassen die wichtigsten Infos zu Geschäftsbereichen, Kundenzahlen und Produkten zusammen.

Aktualisiert 23.12.2016
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Festnetz - Alles zu Internet & Telefon über DSL & VDSL weiter

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Mobilfunk - die Magenta Mobil Tarife im Check weiter

Telekom DSL & Festnetz - Marktführer mit Riesen-Abstand

Deutschlands größter Telekommunikations-Konzern mit Sitz in Bonn ist Netzbetreiber, Internet- und Telefon-Anbieter im Festnetz- und Mobilfunkbereich sowie Online-Dienstleister zugleich. Die Produktpalette der Telekom ist riesig und umfasst ein großes Privat- und Geschäftskundengeschäft im In- und Ausland.

Im Geschäft mit Telefon- und DSL Anschlüssen ist die Deutsche Telekom mit großem Abstand Marktführer in Deutschland. Fast 13 Millionen Kunden surfen und telefonieren über Telekom DSL. Zum Vergleich: 1&1 bringt es auf rund 4,4 Millionen DSL Kunden. Vodafone übertrifft zwar mittlerweile die Marke von 6 Millionen Festnetzkunden, allerdings nur aufgrund der hohen Kabel Internet-Quote. Im Mobilfunk (früher T-Mobile) sieht es ausgewogener aus: Die Telekom liegt bei den Kundenzahlen etwa auf Augenhöhe mit Telefónica, die Umsätze der Bonner sind jedoch deutlich höher.

Zugpferd Festnetzgeschäft

Die Telekom hat natürlich immer noch reine Festnetzanschlüsse im Angebot, viel relevanter sind jedoch längst die Komplettpakete für Telefon und DSL. Diese Rundum-Pakete werden bei Telekom DSL unter dem Namen "Magenta Zuhause" (früher "Call & Surf") angeboten.

Kunden können bei Magenta Zuhause zwischen den Geschwindigkeiten DSL 16000, VDSL 50 und VDSL 100 wählen. Allerdings hängt von der Modernität der Leitungen an der eigenen Adresse ab, welcher DSL Anschluss technisch möglich ist. In einigen wenigen Gebieten sind sogar Glasfaser-Anschlüsse buchbar, welche Datenraten von bis zu 200 Mbit/s liefern. Ein WLAN Router zum DSL Paket wird bei der Telekom zum monatlichen Mietpreis angeboten. Das Modem stellt für alle internetfähigen Geräte wie Notebooks, PC, Tablets oder Smartphones die Funk-Verbindung zum Internet her und dient gleichzeitig als Telefonanlage.

Die Telekom konnte die Anzahl seiner Festnetz-Breitband-Kunden in den letzten Jahren sukzessive steigern. Zwar mussten die Bonner 2013 einen leichten Kundenschwund verschmerzen, seit dem 2. Quartal 2014 steht jedoch ein steter Zuwachs zu Buche. Zuletzt profitierte der Marktführer vor allem von der steigenden Nachfrage nach höheren Bandbreiten, womit sich insbesondere der Absatz von Produkten mit VDSL 50 Internetanschluss erhöht.

Diagramm Telekom Breitband Kundenentwicklung
Entwicklung der Telekom Breitband-Kunden
Diagramm: Kundenzahlen der deutschen Breitband-Anbieter
Kundenzahlen der Anbieter von Breitband-Internet im Vergleich
Telekom DSL Online-Shop Screenshot

Infos zu Telekom DSL

Die Produktpalette rund ums Telefonieren und Internetsurfen stellen wir in unserem DSLWEB AnbieterCheck vor:

Telekom DSL

Dank der fast 13 Millionen Breitband-Kunden liegt die Telekom im Ranking der Marktanteile derzeit uneinholbar vorn. Konkurrenz kam in den vergangen Jahren vor allem aus dem Kabel-Segment. Die Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland, Unitymedia und Tele Columbus verzeichneten unter allen Breitbandanbietern die höchsten Zuwachsraten. Dennoch tat das dem Telekom-Wachstum kaum Abbruch. Nach einem leichten Rückgang der Abonnenten-Zahlen im Jahr 2013, stieg die Anzahl der gebuchten DSL Anschlüssen seitdem stetig an und liegt auf einem Allzeithoch. Größter Konkurrent ist Vodafone, der durch die Verschmelzung mit Kabel Deutschland aufholen konnte.

Diagramm: Marktanteile der deutschen Breitband-Anbieter
Marktanteile im Vergleich

Breitbandmarkt Q4 2016: Telekom mit Rekordwachstum bei Glasfaser

DSLWEB News vom 02. März 2017: Am Festnetz hat die Telekom derzeit viel Freude - Die Telekom-Glasfaser waren im Q4 2016 so stark nachgefragt wie nie und auch die MagentaEINS Kombiangebote verzeichnen kräftigen Zulauf. zum Artikel

Telekom Entertain - Marktführer auch bei IPTV

Eine weitere Produktreihe stellt das IP-TV Angebot Telekom EntertainTV dar. Als Zubuch-Option zu den Magenta Zuhause Komplettpaketen verfügbar, ergänzt das Angebot die Vollausstattung zum Internetsurfen und Telefonieren um ein TV-Programm für den heimischen Fernseher.

Die Telekom ging mit Entertain bereits 2006 an den Start. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und mit der steigenden Verfügbarkeit hoher Bandbreiten konnten die Bonner mehr und mehr Abonnenten für ihren IP-TV Dienst gewinnen. Zum Ende des dritten Geschäftsquartals 2016 wies die Telekom rund 2,8 Millionen Entertain Kunden aus, mehr als jeder fünfte Breitband-Kunde nutzt damit auch das Telekom-Fernsehen. Allerdings muss einschränkend festgehalten werden: Unter den 2,8 Millionen Abonnenten findet sich ein nicht unerheblicher Teil von geschätzten 20 Prozent, der nicht das reine IPTV-Angebot, sondern die Variante Entertain Sat nutzt. Hierbei wird das Fernsehprogramm über eine Satelliten-Anlage empfangen, während übrige Dienste über den Internetanschluss erfolgen.

Telekom Media Receiver 400
Receiver für Telekom EntertainTV
Telekom Entertain Online-Shop

Infos zu Telekom Entertain

Dem Schwerpunkt IP-TV bei der Telekom widmen wir uns unter:

Telekom EntertainTV
Telekom EntertainTV Plus Test
Telekom Entertain Sat

Telekom Mobilfunk - hoher Postpaid-Anteil, bestes Netz

Bis 2014 war die Deutsche Telekom der bundesweit größter Mobilfunkanbieter. Durch die Fusion von o2 und E-Plus hat sich das Bild jedoch ein klein wenig verändert. Die Kunden aller Marken von o2 sowie der Drittanbieter im gemeinsamen o2/E-Plus-Netz zusammengenommen, stellen mittlerweile den größten Anteil. Die Telekom ist, zumindest was die absolute Kundenstärke betrifft, auf Platz 2 gerutscht, generiert allerdings weiterhin die höchsten Umsätze aller Netzbetreiber. Bei der Kundenzahl nur noch Nummer 2, beim Umsatz weiter Spitze.

Ähnlich sieht es auch beim Vergleich Postpaid - Prepaid aus. Die meisten Telekom Mobilfunkkunden besitzen nämlich einen Telekom Vertragstarif. Die - tendenziell teureren - Vertragstarife bescheren dem Anbieter mehr Umsatz pro Kunde und damit einen höheren Gesamtumsatz. Bei Telefónica fällt dagegen der Anteil der Prepaid-Nutzer relativ hoch aus.

Testsieger bei Connect, Chip und Stiftung Warentest

Für die Mobilfunktarife der Telekom spricht vor allem die Qualität des Telekom Handynetzes. Das D1-Mobilfunknetz erwies sich als bestausgebautes und verlässlichstes in Deutschland und schnitt in Tests von Stiftung Warentest, Connect und weiteren Fachmagazinen als Sieger ab. Vor allem die Verfügbarkeit und die Geschwindigkeit des mobilen Internets sind in der Praxis besser und höher als bei der Konkurrenz.

LTE-Surfen mit bis zu 300 Mbit/s in allen Tarifen

LTE heißt die Mobilfunk-Technologie der neuen Generation, die beim Internetsurfen unterwegs deutlich höhere Übertragungsraten als bisher bringt. Aktuell sind bei der Telekom bis zu 300 Mbit/s möglich, künftig wird es noch einiges mehr sein. Das Surfen über LTE ist Bestandteil aller Tarife.

Die Handy- und Smartphone Tarife der Telekom (früher T-Mobile) gibt es in vielen Variationen und mit unterschiedlicher Ausstattung: mit Flatrates, mit Inklusiv-Minuten oder -SMS, als Vertragstarife mit fester Laufzeit oder als Prepaid-Angebote. Smartphone Tarife werden unter den Namen "Magenta Mobil" angeboten, junge Leute sind bei "Magenta Mobil Friends" richtig. Die Prepaid-Sparte führt die Telekom unter der Bezeichnung "Magenta Mobil Start".

Diagramm Telekom Mobilfunk Kundenentwicklung
Kundenentwicklung Telekom Mobilfunk
Diagramm: Marktanteile der Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland Q3 2016
Marktanteile der Mobilfunk-Netzbetreiber
Magenta Mobil Tarife im Telekom Online-Shop

Infos Telekom Mobilfunk

Den Smartphone Tarife mit allen Leistungen und Preisen sowie dem Telekom Netz widmen wir uns in unserem SmartWeb AnbieterCheck:

Telekom Mobilfunk


Historie: Die Entwicklung der Telekom im Rückblick

DSL der Telekom: Von max. 384 kbit/s bis zu 200 Mbit/s

Das DSL Geschäft nahm die Telekom bereits im Jahre 1999 auf. Dies bedeutete gleichzeitig den Startschuss für die Verbreitung von Breitbandinternet in Deutschland. Zuvor ging es über die Telefonleitung und ein analoges Modem mit 14, 28 oder 56 kbit/s ins Internet. Besitzer eines ISDN-Telefonanschlusses konnten "Highspeed" Internet mit Datenraten von bis zu 128 kbit/s nutzen. Erst mit T-DSL wurde das Internet spürbar schneller. Anfangs konnten so 384 kbit/s und 768 kbit/s geschaltet werden, in späteren Jahren ging es schrittweise hoch auf maximal 1,5 Mbit/s, 3 Mbit/s, 6 Mbit/s und 16 Mbit/s.

Die DSL Anschlüssen vermarktete die Telekom dabei unter wechselnden Namen: zunächst als T-Com, später als T-DSL, T-Online und T-Home, seit 2010 unter der aktuellen Bezeichnung Telekom DSL.

Telekom VDSL und Telekom Giganetz

Durch den Netzausbau und die Verlegung von Glasfaserkabeln haben sich die maximal möglichen Datenraten vielerorts weiter erhöht. Auch wenn die meisten Haushalte weiterhin DSL 6000 oder DSL 16000 nutzen, sind über VDSL Technologie - Kupfer- und Glasfaserleitung kommen hier gemeinsam zum Einsatz - bereits 100 Mbit/s möglich. Um auch künftig dem wachsenden Bedarf an Bandbreite gerecht zu werden, baut die Telekom das Glasfasernetz weiter aus. In Gebieten, wo Internet über Glasfaser möglich ist, wird es als "Giganetz" vermarktet und bringt es auf sehr schnelle Verbindungsraten: bis zu 200 Mbit/s im Download sowie 100 Mbit/s im Upload können hier erreicht werden. Allerdings ist die Verfügbarkeit bislang gering.

Internet plus Telefon plus TV mit Telekom Entertain

Seit 2006 kann bei der Telekom die DSL Leitung nicht nur für Internet und Festnetztelefonie, sondern auch zum Fernsehen genutzt werden. Beim TV-Angebot "Entertain" wird das TV-Programm über die DSL Leitung empfangen. Das allein verschafft noch keinen Vorteil gegenüber Sat- oder Kabel-TV, aber durch interaktive Zusatzfunktionen grenzt sich das Angebot von anderen ab. Mithilfe des Telekom Media Receivers erhält der Nutzer einerseits mehr Kontrolle über sein reguläres Fernsehprogramm: Sendungen können pausiert und fortgesetzt werden, das Einprogrammieren von Aufnahmen ist über einen Programm-Guide oder sogar über eine passende Smartphone-App möglich. Andererseits können Video-on-Demand Dienste genutzt werden: Filme, Serien, etc. lassen sich so über das Videoportal Videoload direkt abrufen und auf den Fernseher bringen.

Kooperation mit Sky seit Sommer 2013

Ein populärer Entertain Pay-TV Sender war Liga total, der alle Spiele der 1. und 2. Fußball Bundesliga live übertragen hatte. Nachdem die Übertragungsrechte an der Fußball Bundesliga 2012 neu verhandelt wurden, fielen diese vollständig an Sky. Liga total wurde somit nach der Saison 2012/13 eingestellt. Allerdings haben Entertain Kunden seither die Option, das Pay-TV Programm des Bezahlsenders Sky aufzubuchen.

D1-Netz ist das beste Mobilfunknetz

Neben dem Festnetz-Bereich stellt das Geschäft mit Mobilfunkverträgen die zweite große Säule dar. T-Mobile betreibt das eigene D1 Mobilfunknetz, das als leistungsfähigstes, schnellstes und insgesamt bestes gilt. Die Stiftung Warentest und die Fachmagazine Connect & Chip haben vermehrt in Tests gezeigt, dass es für Mobilfunknutzer aktuell die beste Erreichbarkeit, die beste Verbindungsqualität bei Gesprächen und die höchsten Übertragungsraten beim mobilen Internetsurfen garantiert.

Mobilfunk der nächsten Generation: LTE

Durch die rasant steigende Anzahl von Smartphone-Nutzern müssen die Mobilfunknetze immer höhere Leistungen erbringen; und der Bedarf an Bandbreite wird durch datenintensivere Anwendungen auch künftig weiter steigen. Auch wenn das D-Netz bereits jetzt auf einem sehr guten Stand ist, arbeitet die Deutsche Telekom mit Hochdruck an einer noch besseren Infrastruktur für die Zukunft.

Die Technologie zur Lösung des Problems heißt LTE: Es handelt sich dabei um einen modernen Mobilfunkstandard, der andere Frequenzbereiche als z.B. UMTS nutzt und mehr Geschwindigkeit beim mobilen Internetsurfen ermöglicht. Bestehende Mobilfunkmasten müssen dafür lediglich umgerüstet werden, was derzeit von der Telekom und anderen Mobilfunkprovidern mit Hochdruck getan wird. Passende Tarife hat die Telekom schon sehr früh auf dem Markt platziert. LTE gab es dabei zunächst nur für Kunden der Postpaid-Tarife, später erfolgte auch die Öffnung für den Prepaid-Bereich.

Von der Bundespost zur international agierenden Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom ist nicht nur in der Bundesrepublik aktiv, sondern ein global agierender Telekommunikations-Konzern, der in rund 50 Ländern vertreten ist. Die heutige Deutsche Telekom AG ist ursprünglich aus der Deutschen Bundespost hervorgegangen: Telekommunikation und das Postwesen gehörten ab den 50er Jahren bis 1990 fest zusammen. Erst durch die Postreform I wurde 1990 die Privatisierung des Telekommunikations-Sektors begonnen und die Deutsche Bundespost in die Unternehmen Postbank, Postdienst und Deutsche Bundespost Telekom gesplittet.

Mit der Postreform II entsand schließlich aus der Deutsche Bundespost Telekom die heutige Deutsche Telekom AG. Der Bund blieb allerdings weiterhin Eigentümer und hielt zunächst 100% der Aktienanteile. Der Börsengang erfolgte schließlich 1996 unter dem CEO Ron Sommer: Im Vorfeld gab es eine groß angelegte Werbekampagne, welche die T-Aktie zur Volks-Aktie machen sollte. Privatanleger konnten die Anteilsscheine zu einem Stückpreis von 28,50 DM (14,57 Euro) ordern. Durch die Werbekampagne - unter anderem trat Manfred Krug als Werbefigur auf - war die Nachfrage riesig. Die Telekom nahm rund 10 Milliarden Euro ein. In der Folge wurden 1999 und 2000 weitere Aktien in einem zweiten und dritten Börsengang emittiert und die Ausgabepreise stiegen auf 77,26 DM (39,50 Euro) sowie 66,50 Euro. Zu Spitzenzeiten überschritt der Aktienpreis sogar die Marke von 100 Euro.

Mit der Erfolgsstory an den Börsen ging es allerdings 2002 zu Ende. Die Telekom Aktie verlor in wenigen Monaten zwischen 60 und 90 Prozent ihres Wertes. Der Tiefstand lag im selben Jahr bei 8,42 Euro. Seitdem hat sich der Kurs der T-Aktie zwar wieder etwas erholt, ist aber immer noch meilenweit von einstigen Ausgabepreisen entfernt und hat sich Ende 2016 bei rund 15 Euro eingependelt.