Telekom Vectoring

100 Mbit VDSL Geschwindigkeit für Millionen Haushalte

Mit der Vectoring Technologie macht die Telekom ihren VDSL Anschlüssen noch einmal so richtig Beine. Durch das Verfahren erhöht sich die maximale VDSL Geschwindigkeit an immer mehr Standorten auf extra-flotte 100 Mbit/s. Und mit Super-Vectoring ist bereits das nächste Speed-Upgrade gestartet...

Aktualisiert 26.04.2019
Telekom Vectoring - Der VDSL Turbo vom Marktführer 4.28 / 5 36 1 Sterne 2 Sterne 3 Sterne 4 Sterne 5 Sterne (36)

Durch das Vectoring Verfahren schnellt die bisherige VDSL Spitzengeschwindigkeit von 50 Mbit/s auf satte 100 Mbit/s nach oben - ordentlich Bandbreite für den Multimedia-Haushalt. Die schnellen VDSL Vectoring Anschlüsse sind dabei in einer rasch wachsenden Anzahl an Regionen verfügbar. Besonders energisch wird der - nicht immer unumstrittene - Vectoring Ausbau von der Deutschen Telekom vorangetrieben.

Und seit August 2018 ist der Telekom VDSL Anschluss nochmals schneller, denn die Telekom hat das Super-Vectoring Verfahren ausgerollt. In der Spitze sind dann sogar bis zu 250 Mbit/s möglich. Alle Infos zum neuen Angebot haben wir zusammengefasst unter Telekom Super-Vectoring.

Telekom Vectoring für 100 Mbit Internet

Wie funktioniert das Telekom Vectoring?

Der Kern der deutschen Breitbandnetze basiert heute auf rasend schnellen Glasfaserverbindungen - doch leider reichen diese nur in den seltensten Fällen bis zu den Haushalten der Endkunden. Stattdessen liegen vor den Häusern immer noch die Kupferleitungen des alten Telefonnetzes im Boden. Bei den modernen VDSL Anschlüssen reicht die Glasfaser zwar bereits bis in den Verteilerkasten vor dem Haus, doch auch hier wird dieses letzte Stückchen lahmer "Klingeldraht" zum Flaschenhals, der die Übertragungs-Geschwindigkeit empfindlich einschränkt.

Was also tun? Ideal wäre es natürlich, alle Häuser direkt an die Glasfaser anzubinden. Das aber erfordert aufwendige Bauarbeiten und ist für den zügigen Netzausbau in der Fläche - zumindest auf kurze Sicht - zu teuer und zeitraubend. Hier kommt das sogenannte Vectoring ins Spiel. Denn durch einen technischen "Trick" lässt sich die Leistung der bestehenden VDSL Infrastruktur weiter optimieren.

Schaubild: Aufbau VDSL Verbindung und Vectoring

Mit dem VDSL Vectoring-Verfahren wird eine Geschwindigkeits-Bremse auf der Strecke zu den einzelnen Haushalten bekämpft: Die Kupferleitungen auf der sogenannten "Letzten Meile" sind in  Bündeln verlegt. Zwischen den einzelnen Leitungen treten dabei immer wieder elektromagnetische Störungen auf - man spricht dabei vom "Übersprechen". Beim Einsatz von Vectoring können diese Störsignale aber erkannt und mit einem abgestimmten Gegensignal unterdrückt werden.

Der Lohn des Ganzen? Wo etwa die Telekom Vectoring anbietet, lässt sich noch in 500 Meter Entfernung vom Verteilerkasten die bisherige VDSL Geschwindigkeit verdoppeln. Die verfügbare Upload-Bandbreite steigt sogar auf das Vierfache an. Aktuell liegt die Maximalgeschwindigkeit der Telekom Vectoring Angebote so bei 100 Mbit/s im Download und 40 Mbit/s im Upload. Mit dem neuen Super-Vectoring sind in der Spitze sogar 250 Mbit/s möglich.

Ist das Telekom Vectoring auch an meinem Wohnort verfügbar?

Anfang 2018 hat die Deutsche Telekom die Schallmauer von 10 Millionen Haushalten mit Glasfasernetz-Infrastruktur durchbrochen, viele der Anschlüsse sind dabei bereits Vectoring-fähig. Im Zuge des Vectoring-Ausbaus verlegte das Unternehmen dabei nochmals rund vierzigtausend Kilometer Glasfaser. Dass die Telekom aktuell stark auf das neue Verfahren setzt, hat seinen Grund - laut Unternehmensangaben ist dieser Ausbau um den Faktor 5 schneller und den Faktor 10 günstiger als der reine Glasfaser-Ausbau.

Insgesamt hat die Telekom 2017 die Vectoring-Technik in rund 2.200 Kommunen gebracht. Auch 2018 geht der Vectoring Ausbau weiter - insgesamt ist eine Vergrößerung des Glasfasernetzes um weitere 60.000 Kilometer geplant. Bis Ende 2018 soll die Zahl der Vectoring Haushalte auf rund 26 Millionen ansteigen. Mehr Infos zum aktuellen Ausbaustand unter Telekom Vectoring Verfügbarkeit


Warum ist das Telekom Vectoring so umstritten?

Wer die Diskussion um den Breitband-Ausbau in Deutschland verfolgt, wird vielleicht mitbekommen haben, dass die Vectoring-Pläne der Deutschen Telekom keineswegs unumstritten sind. Ein kontroverser Vorstoß des Marktführers nämlich kommt zwar den ambitionierten Breitband-Zielen der Bundesregierung entgegen, den Mitbewerbern der Telekom ist er aber alles andere als genehm...

Letztlich begründet sich der Konflikt in einer speziellen Eigenheit des Vectorings: Um die Technologie einzusetzen, muss ein einzelner Betreiber die Kontrolle über den jeweiligen Netzverzweiger übernehmen. Andere Provider, die Kunden in diesem Gebiet einen VDSL Anschluss schalten wollen, müssen die Verbindungen fortan von ihm anmieten. Entsprechende Ausbauvorhaben müssen verbindlich auf der von der Telekom verwalteten und von der Bundesnetzagentur kontrollierten "Vectoring-Liste" angemeldet werden - wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Wer erschließt die Nahbereiche?

Bei der aktuellen Kontroverse geht es allerdings nicht grundsätzlich um den Einsatz von Vectoring durch die Telekom. Zum großen Krach ist es erst im Zuge einer Weiterentwicklung der Technologie gekommen. Anfangs konnte Vectoring nämlich noch nicht im Nahbereich direkt um die großen Vermittlungsstellen geschaltet werden, Haushalte im direkten Umkreis konnten also maximal mit 50 Mbit/s versorgt werden.

Dienstgebäude der Bundesnetzagentur
Bonner Dienstgebäude der Bundesnetzagentur

Als sich andeutete, dass diese technische Beschränkung fallen würde, preschte die Telekom Anfang 2015 mit einem Angebot an die Bundesnetzagentur vor: Für das exklusive Recht, Vectoring in allen rund 8.000 deutschen Hauptverteilern einsetzen zu dürfen, würde sich das Unternehmen verpflichten, sämtliche Nahbereiche zügig zu erschließen. Dadurch könnten fast auf einen Schlag etwa 5,9 Millionen zusätzliche Haushalte mit Highspeed-Internet versorgt werden.

Hitzige Debatten in der Branche

Bei den Konkurrenten der Telekom sorgte dieser Vorstoß erwartungsgemäß für große Verärgerung. Dem Marktführer wurde Wettbewerbsverzerrung und der Versuch einer schleichenden Re-Monopolisierung des Breitband-Markts vorgeworfen. Noch eine Stufe hitziger wurde der Streit, als die Bundesnetzagentur im November 2015 ihren Entscheidungsentwurf zur Sache vorlegte - und der Telekom darin tatsächlich die geforderten Exklusivrechte zusprach.

In dem Papier ist jedoch auch vorgesehen, dass sich kleinere Mitbewerber, die sich um den regionalen Netzausbau verdient gemacht haben, gegen eigene Ausbauverpflichtungen die Rechte am Nahbereichs-Vectoring in bestimmten Gebieten sichern können. Entsprechende Ausbauzusagen hat die Behörde daraufhin direkt entgegengenommen.

Regulierungsentscheidung zieht Klage nach sich

Am 7. April 2016 hat die Bundesnetzagentur schließlich bekanntgemacht, dass auch ihr finaler Regulierungsentwurf weitgehend den Vorschlägen der Telekom folgt. Allerdings sollen sich die Mitbewerber mehr Nahbereiche sichern können als ursprünglich vorgesehen.

Die EU-Kommission kündigte im Rahmen ihren ersten Überprüfung jedoch schnell wettbewerbliche Bedenken an und schickte den Entwurf in die verschärfte "Phase II"-Prüfung. Dies bewog die BNetzA, den Regulierungsvorschlag wieder zurückzuziehen und einen überarbeiteten Entwurf nach Brüssel zu senden - allerdings ohne vorher eine nationale Konsultation zur Neufassung durchzuführen. Nach erneuten Protesten aus der Branche lenkte die Behörde ein und rief alle interessierten Parteien dazu auf, ihre Stellungnahmen bis zum 15. Juli einzureichen.

Nichtsdestotrotz blieb die Bundesnetzagentur in ihrer endgültigen Entscheidung Anfang September ihrer bisherigen Linie treu und gab der Telekom den Zuschlag für die weitgehend exklusive Umsetzung des Nahbereichs-Vectorings - mit dem Segen der Wettbewerbshüter in Brüssel. Die Mitbewerber wollen dennoch nicht locker lassen und haben am 30. September 2016 schließlich Klage gegen die Regulierung beim Verwaltungsgericht Köln eingereicht, verbunden mit dem Antrag auf ein Eilverfahren, mit dem der Vectoring-Ausbau der Telekom bis auf weiteres gestoppt werden soll.

Für weiterführende Informationen zum Vectoring-Streit siehe auch DSLWEB Breitband Report Q1 2016

Vectoring ermöglicht den raschen Ausbau von Highspeed-Internet

Warum Vectoring - Für was brauche ich eine so hohe Geschwindigkeit?

E-Mails versenden, hier und da ein paar Nachrichtenseiten lesen - für den genügsamen Gelegenheitssurfer scheinen Download-Geschwindigkeiten von 50 Mbit/s und mehr vielleicht erst einmal übertrieben. Doch das Angesicht des weltweiten Netzes hat sich in den letzten Jahren stark verändert und mit steigenden Bandbreiten und der zunehmenden Vernetzung haben sich neue Internet-Anwendungen etabliert, die längst auch in den Alltag des Durchschnittsnutzers Einzug gehalten haben.

Video on Demand & Fernsehen: Bestes Beispiel hierfür ist das Video-Streaming. Das beschränkt sich längst nicht nur auf das Abspielen von kurzen Bewegtbild-Schnippseln, stattdessen haben Mediatheken und Streaming-Angebote wie Maxdome, Videoload & Co. die Sehgewohnheiten von Film- und Fernsehfreunden tiefgreifend verändert.

Nutzer dieser umfangreichen Online-Videotheken können Filme, Serien und Fernsehbeiträge jederzeit einfach per Knopfdruck aus dem Internet abrufen - mit der richtigen Leitung sogar in gestochen scharfer HD oder Ultra-HD Bildqualität. Noch einen Schritt weiter geht etwa das TV-Angebot Telekom Magenta TV. Hier kommt auch das gewohnte lineare Fernsehen inklusive öffentlich-rechtlicher, privater und Pay-TV Kanäle über den Internetzugang ins Haus - nur eben komfortabler und interaktiver als je zuvor.

Hochauflösendes Fernsehen und Video on Demand mit Telekom Entertain
Fernsehen über das Internet mit Telekom Magenta TV

Downloads, Downloads, Downloads: Natürlich gibt es noch eine ganze Menge mehr Anwendungen, bei denen sich eine flotte Downloadrate bezahlt macht, vom Musikstreaming über Videotelefonie bis hin zum Herunterladen von Apps auf das Smartphone oder Tablet. Umfangreiche Downloads sind ohnehin auch für den Normalnutzer kaum mehr vermeidbar, denn vom Windows-Rechner bis hin zur Playstation verlangen immer mehr Endgeräte in schönster Regelmäßigkeit nach oft Gigabyte-großen Software-Updates. Gerade bei mehreren aktiven Nutzern im Heimnetzwerk - Teenager im Haushalt? - können heute also ganz schöne Datenmassen auf einmal zusammenkommen.

Schnelle Uploads für Ordentliche und Kreative: Die schnelle Telekom Vectoring Leitung hilft aber nicht nur beim Abrufen von Inhalten aus dem Internet. Denn der 100 Mbit/s Vectoring-Anschluss bietet mit maximal 40 Mbit/s auch noch die bis zu vierfache Upload-Geschwindigkeit der bisherigen VDSL Anschlüsse. Gerade diese wird immer wichtiger: Fotosammlungen mit Freunden teilen, wichtige Rechner-Backups im Netz archivieren oder selbst Videos ins Netz hochzuladen - richtig komfortabel wird das erst mit modernen Upload-Bandbreiten.

Moderne Bandbreiten ermöglichen eine Vielzahl neuer Online-Anwendungen

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