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Kundenzahlen und Marktanteile von o2 im DSLWEB Business-Report

o2 zählt zu den drei größten Anbietern von Telekommunikations-Dienstleistungen in Deutschland und gehört zum spanischen Konzern Telefónica. Telefónica wiederum ist einer der großen Akteure auf dem globalen Markt und nicht nur in Europa, sondern auch in weiten Teilen Latein- und Südamerikas präsent. In Deutschland werden über die Marke o2 Mobilfunktarife und Internet-Festnetz Lösungen für zu Hause angeboten.

Aktualisiert 22.02.2017
o2 - Marktanteile und Kundenzahlen im Überblick 4.42 / 5 26 1 Sterne 2 Sterne 3 Sterne 4 Sterne 5 Sterne (26)

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o2 Festnetz - kleines Standbein Heim-Internet

Das Hauptgeschäftsfeld von Telefónica Germany liegt eindeutig auf dem Bereich Mobilfunk. Dort kann sich das Unternehmen mittlerweile des Titels als kundenstärkster Provider rühmen. Dennoch ist die Reduzierung einzig auf den Bereich mobiles Internet falsch, denn unter der Marke o2 werden nach wie vor auch festnetzbasierte Internet-Lösungen angeboten.

o2 DSL rangiert in Deutschland auf Platz der 5 der Anbieter von Festnetz-Internet. Ebenso wie etwa 1&1 und Vodafone kann o2 nahezu deutschlandweit DSL Pakete anbieten. Die Kundenanzahl war allerdings in den vergangenen Jahren rückläufig. Seit 2012 verlor o2 DSL fast 500.000 Kunden, von denen die meisten zur Kabel Internet Konkurrenz, aber auch zu anderen DSL Anbietern abgewandert sein dürften. Die negative Entwicklung konnte allerdings zuletzt gestoppt werden, sodass sich quartalsweise sogar einige Kundenzuwächse ergaben. Derzeit ist das Kundenniveau stabil bei etwas über 2 Millionen.

Im Marktvergleich haben die Konkurrenten Vodafone, Unitymedia und 1&1 sowie vor allem die Telekom die Nase vorn. Zum Vergleich: 1&1 DSL kann auf mehr als doppelt so viele Kunden blicken. Marktführer Telekom liegt schier uneinholbar mit über 12 Millionen Breitband-Kundenverträgen vorn.

Tarifstruktur: Internet + Telefon im Paket

Seine Internetanschlüsse bietet o2 ebenso wie die Konkurrenz in Bündel-Tarifen an. Die DSL Pakete hören auf den Namen "o2 DSL All-in" und kombinieren den Internet- und IP-Telefonie-Anschluss mit einem Doppel-Flatrate Tarif. o2 DSL All-in ist in unterschiedlichen Geschwindigkeits-Varianten buchbar, mit DSL 16000, VDSL 50 und VDSL 100. Die tatsächliche Buchungsmöglichkeit hängt vom Ausbaustand an der Zieladresse ab. Ein IP-TV Angebot hat o2 nicht im Programm.

Diagramm o2 DSL Kundenentwicklung
Kundenentwicklung o2 DSL
Diagramm: Kundenzahlen der deutschen Breitband-Anbieter
Kundenentwicklung der deutschen Breitband-Anbieter im Vergleich
Diagramm: Marktanteile der deutschen Breitband-Anbieter
Marktanteile der Breitband-Anbieter
Screenshot o2 DSL Online-Shop

Infos zu o2 DSL

Die DSL Paket-Tarife von o2 mit allen Leistungen und Preisen nehmen wir im DSLWEB AnbieterCheck unter die Lupe:

o2 DSL

o2 DSL im Q4 2016: VDSL Nachfrage sorgt für leichtes Kundenplus

DSLWEB News vom 24. Februar 2017: Im vergangenen Jahr hat o2 endlich die Trendwende geschafft und konnte die Zahl seiner DSL Kundenverträge stabilisieren. Auch für das Q4 2016 ergab sich unterm Strich ein leichtes Kundenplus. zum Artikel

o2 Mobilfunk - plötzlich Nummer 1

Trotz der Präsenz auf dem Breitband-Markt spielt die wahre Musik für Telefónica im Segment Mobilfunk. Der spanische Konzern ist seit Jahren auch eine feste Größe auf dem deutschen Mobilfunkmarkt und Verbrauchern durch die o2 Blue und o2o Tarife bekannt. Gleichzeitig ist o2 einer von drei Netzbetreibern.

Fusion mit E-Plus sorgt für Bewegung

Über Jahre hinweg war o2 nur die Nummer 4 auf dem deutschen Mobilfunkmarkt, während die Telekom, Vodafone und E-Plus allesamt mehr Kunden vorweisen konnten. Die Fusion von Telefónica Deutschland mit dem Konkurrenten E-Plus wirbelte diese Ordnung jedoch ordentlich durcheinander. Die E-Plus Gruppe wurde in das Unternehmen integriert, Kunden der Marken Base und Blau in den eigenen Kundenstamm überführt. Sie alle telefonieren und surfen mittlerweile im gemeinsamen Netz von o2 und E-Plus. Beim Löwenanteil der o2-Netz-Nutzer handelt es sich um o2 Kunden, aber auch um Kunden der Tochtermarken Fonic, Blau, Base und Ay Yildiz. Außerdem greifen viele Drittanbieter wie zum Beispiel Klarmobil, Deutschland-SIM, Yourfone, Smartmobil oder Tarifhaus auf die Netzinfrastruktur von o2 zurück.

Durch die Fusion ist o2 mittlerweile mit über 44 Millionen Verträgen der kundenstärkste Netzbetreiber in Deutschland. Das Unternehmen liegt bei diesen Werten klar vor dem früheren Branchenprimus Telekom und mehr als deutlich vor Vodafone. Allerdings hat o2 die Telekom nicht in jeder Hinsicht überholt. Bei den lukrativen Postpaid-Laufzeitverträgen, die deutlich mehr Umsatz als Prepaid-Verträge bringen, bewegt sich nach wie vor die Telekom an der Spitze. Und auch bei der Postpaid-Prepaid-Quote schlägt sich die Tendenz nieder: Rund 55 % der o2 Kunden sind Prepaid-Kunden, bei Vodafone sind es dagegen nur 45 %, bei der Telekom sogar nur 40 %.

Netzqualität und Ausbau mit LTE

Viel Nachholbedarf gibt es für die Qualität im Netz von o2 bzw. E-Plus. Das Mobilfunknetz von o2 (E2-Netz) wurde in den vergangenen Jahren zwar kontinuierlich verbessert, rangiert aber immer noch hinter denen von Telekom und Vodafone. Die Erreichbarkeit und die Gesprächsqualität beim mobilen Telefonieren gilt als sehr gut - selbst in ländlichen Gebieten. Einschränkungen bestehen allerdings beim mobilen Surfen. Der Datendurchsatz hinkt denen der D-Netze hinterher. Die Höchstgeschwindigkeit im E-Netz von o2 beträgt zwar 225 Mbit/s, doch sind diese Datenraten nur sehr punktuell verfügbar.

Derzeit stehen bei o2 vor allem die Zusammenlegung mit dem E-Plus Netz sowie der Ausbau des LTE Standards auf dem Programm. Eine gemeinsame Netznutzung ist bereits möglich, sie erfolgt aber beispielweise im LTE-Bereich über das National Roaming. An einer echten Verschmelzung wird mit Hochdruck gearbeitet, sie wird allerdings noch einige Jahre in Anspruch nehmen.

Tarifportfolio: o2 Free löst o2 Blue ab

Den meisten Verbraucher dürften die o2 Blue Mobilfunktarife für Smartphones geläufig sein. Sie waren über Jahre die einzigen LTE Tarife des Providers. Diese haben jedoch im Oktober 2016 für die Tarifgruppe "o2 Free" Platz gemacht. Warum aber hat o2 eine erfolgreiche Marke wie o2 Blue aufgegeben? Nun, hinter den neuen Produkten steckt ein vollkommen neues, innovatives Konzept. o2 Free steht für "unendliches" Internetsurfen ohne Blick auf das monatliche Datenvolumen. Die Idee dahinter: Bei o2 Free steht Kunden wie üblich ein monatliches Highspeed-Volumen zur Verfügung. Ist das Volumen verbraucht, wird auch hier die Internet-Geschwindigkeit gedrosselt, allerdings nicht auf Schneckentempo. Nutzern steht nach Geschwindigkeits-Drosselung immer noch eine Datenrate von 1 Mbit/s zur Verfügung - womit sich noch sehr gut surfen, mailen, chatten und navigieren lässt.

Diagramm o2 Mobilfunk Kundenentwicklung
Diagramm: Kundenzahlen der Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland Q3 2016
Kundenzahlen der Mobilfunk-Netzbetreiber
Diagramm: Marktanteile der Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland Q3 2016
Screenshot o2 Online-Shop Handy Angebote

Infos o2 Mobilfunk

Mit den Smartphone Tarife von o2 sowie dem o2 Netz befassen wir uns ausführlich im SmartWeb AnbieterCheck vor:

o2 Mobilfunk


Historie: Die Entwicklung von o2 im Rückblick

o2 Deutschland entsteht aus VIAG Interkom

Die Gründung des Unternehmens VIAG Interkom bedeutete 1995 die Geburtsstunde von o2. An VIAG Interkom waren ursprünglich der Strom-Konzern E.on, die British Telecom Group und das norwegische TK-Unternehmen Telenor beteiligt. E.on und Telenor zogen sich schon wenige Jahre später zurück und VIAG Interkom lag fortan zu 100 Prozent in Hand der BT Group. Diese spaltete 2001 das Festnetz- und das Mobilfunk-Geschäft auf. Die DSL- und Festnetzsparte blieb in der Hand der British Telecom, der Bereich Mobilfunk ging an das neu gegründete Tochterunternehmen "mmo2" woraus 2002 schlicht "o2" wurde. Die Übernahme durch die spanische Telefongesellschaft Telefónica erfolgte im Oktober 2005. Ab Januar 2010 hieß das Unternehmen zunächst Telefónica o2 Germany; heute hört es auf den Namen Telefónica Germany.

Vom Homezone-Tarif Genion zu o2 Blue All-in zu o2 Free

Beim Ausbau seines Geschäfts mit Mobilfunkverträgen zeigten sich VIAG Interkom und später o2 als innovativ. Aufsehen erregte 1999 die Einführung des Tarifs Genion und der Homezone: Erstmals erhielten Handynutzer mit einem Tarif eine Mobilfunknummer und gleichzeitig eine Festnetznummer. Im Umkreis der Homezone waren sie unter der Festnetznummer erreichbar - Nutzer und Anrufer zahlten für Gespräche entsprechend nur reguläre Festnetzpreise.

2009 brachte o2 als einer der ersten Anbieter überhaupt mit o2 o einen Tarif mit Kostenlimit auf den Markt. Für o2 o zahlten Kunden keine monatliche Grundgebühr und waren an keinen monatlichen Mindestumsatz gebunden, sondern zahlten nur einen festen Verbrauchspreis pro Gesprächsminute oder SMS. Durch den "Kosten-Airbag" blieb die monatliche Rechnung auf höchstens 50 Euro begrenzt.

Bis Herbst 2016 konzentrierte sich die Mobilfunksparte von o2 vor allem auf die o2 Blue Tarife für Smartphones. Die o2 Blue All-in Tarife brachten ab 2013 einen gestiegenen Komfort beim Internetsurfen und Telefonieren - durch die Kombination einer Surf Flat mit einer All-Net-Flat. Die All-in Tarife unterschieden sich lediglich bei der maximalen Surf-Geschwindigkeit und beim Volumen-Kontingent für die maximal nutzbare Datenrate.

Im Oktober 2016 erfolgte mit Einführung der o2 Free Tarife erneut eine kleine Revolution. Sie lösten die o2 Blue Tarife ab und boten erstmals eine gelockerte Drosselungs-Regelung: Nach Verbrauch des monatlichen Highspeed-Volumens wird dem Kunden die Internet-Geschwindigkeit zwar weiterhin gedrosselt, aber eben auf ein erträgliches Maß, sodass immer noch mit vernünftigem Speed im Netz gesurft werden kann. Bislang ist o2 der einzige Anbieter mit einem derartigen Tarifmodell (Stand: Dezember 2016).

Von o2 DSL zu o2 Alice und zurück

Nach dem Verkauf des DSL Geschäfts an die BT Group im Jahre 2001 konzentrierte sich o2 jahrelang ausschließlich auf das Mobilfunkgeschäft. Erst 2006 begann das Unternehmen unter dem Dach von Telefónica wieder eigene DSL und Festnetz Angebote zu vermarkten. Telefon- und Internetanschluss wurden gebündelt in DSL Paketen angeboten, die maximal nutzbare Datenrate betrug zunächst 16 Mbit/s, liegt aber mittlerweile bei 50 Mbit/s, in einigen Gebieten sogar bei 100 Mbit/s (VDSL 50 oder 100).

Bis 2010 konnte o2 seine Kundenzahlen im Breitband-Markt zwar sukzessive steigern, kam aber längst nicht an die Telekom, Vodafone oder 1&1 heran. Mitte 2010 lag die Gesamtkundenzahl bei 320.000. Einen gewaltigen Sprung machte o2 erst mit der Übernahme von HanseNet und damit des Anbieters Alice.

Der Kauf der HanseNet Telekommunikation GmbH durch o2 erfolgte 2010 für 900 Millionen Euro. Die Zahl der DSL Kunden stieg damit sprunghaft um 2 Millionen auf 2,4 Millionen an (Q3 2010). Der bekannte Markenname Alice wurde in den beiden folgenden Jahren zunächst weiter verwendet. DSL Pakete konnten sowohl unter "o2 DSL" als auch weiterhin unter "Alice DSL" gebucht werden. Bis 2013 erfolgte aber eine schrittweise Verschmelzung: Aus den Paket-Angeboten Alice DSL Light, Fun und Comfort wurden o2 Alice S, M und L. Zum 16.01.03 liefen die Nutzungsrechte des Markennamens Alice aus, die Internet-Festnetz-Angebote heißen heute schlicht o2 DSL All-in S, o2 DSL All-in M, o2 DSL All-in L und o2 DSL All-in XL.