Vodafone wird zur festen Größe im TV-Markt

DSLWEB News | , 10:05 Uhr | Ingo Hassa

Sowohl die Telekom als auch Vodafone bemühen sich schon länger, mit eigenen TV-Angeboten auf dem Fernsehmarkt Fuß zu fassen - wenn auch mit unterschiedlich großem Erfolg. Das Idealbild, das den Unternehmen dabei vorschwebt ist das des vollständig integrierten TK-Providers, der Festnetz, Internet, Mobilfunk und schließlich auch digitales Fernsehen aus einer Hand anbietet. Mit der inzwischen perfekt gemachten Übernahme des Kabelnetzbetreibers Kabel Deutschland macht Vodafone einen gewaltigen Satz in diese Richtung.

Vodafone übernimmt 7,2 Mio. TV-Kunden von Kabel Deutschland
Aus eigener Kraft ist Vodafone der Einstand als TV-Versorger nie so recht gelungen. Zwar hat Vodafone viel in den Aufbau seines IP-basierten Fernsehens investiert, aber auch nach fast zweieinhalb Jahren hat Vodafone TV laut aktuellen Unternehmensangaben lediglich 150.000 Abnehmer gefunden. Zum Vergleich: Telekom Entertain, das TV-Angebot des großen Rivalen, zählt über zwei Millionen Kunden.

Mit dem Kabel Deutschland-Deal wird Vodafone jetzt aus dem Stand zu einer der wichtigsten Adressen im deutschen Fernsehmarkt aufsteigen. Kabel Deutschland nämlich zählt 7,2 Mio. direkte TV-Kunden und deckt mit seinem Kabelnetz insgesamt 15,3 Mio. Haushalte ab. Vodafone wird damit auch Liberty Global übertrumpfen, den Eigentümer des zweitgrößten deutschen Kabelunternehmens Unitymedia KabelBW. Mit den beiden Marken Unitymedia (Hessen, NRW) und Kabel BW (Baden-Württemberg) vereint Liberty derzeit etwa 6,7 Mio. Kabel-TV Kunden in Deutschland. Der amerikanische Medienkonzern war lange Zeit ein harter Konkurrent im Bieterwettstreit um Kabel Deutschland. 

Kundenzahlen Kabel-TV und IP-TV

Stärkung für das schwächelnde Festnetzgeschäft
Im klassischen Breitband-Geschäft lief es für Vodafone zuletzt schlecht. Im Laufe des im März zu Ende gegangenen Geschäftsjahrs 2012/2013 hat der Anbieter so unterm Strich 7,5 Prozent seiner DSL Kundenverträge eingebüßt. Statt auf den weiteren Ausbau seiner Festnetz-Infrastruktur setzte Vodafone zudem verstärkt auf die neue LTE Funktechnologie, die Schritt für Schritt auch den herkömmlichen DSL Anschluss ersetzen sollte. Mit dem Zukauf von Kabel Deutschland dürfte sich dies jedoch wieder ändern: Der Kabelnetzbetreiber bringt nicht nur 1,9 Mio. bestehende Kabel Internet Verträge mit, sondern verfügt auch über ein äußerst leistungsstarkes Netz, über das den Endverbrauchern weitaus höhere Verbindungs-Geschwindigkeiten als über DSL oder VDSL angeboten werden können. Bereits 11,5 Mio. Haushalte lassen sich über die Leitungen von Kabel Deutschland so mit 100 Mbit/s versorgen.

Nach der Übernahme sollen die Zuständigkeiten im Unternehmen klar verteilt werden - während sich das "alte" Vodafone weiter auf den Mobilfunk fokussieren wird, soll die Leitung der zusammengelegten Festnetz-Sparte auf das bestehende Managament-Team von Kabel Deutschland übergehen.



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