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MagentaTV Originals: Telekom will keine eigenen Serien mehr entwickeln

DSLWEB News | , 15:07 Uhr | Ingo Hassa

In Zukunft will die Deutsche Telekom keine eigenen Serienproduktionen mehr stemmen. Im Bereich Non-Fiction und vor allem beim Fußball wird das Unternehmen aber weiterhin selbst anpacken.

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Telekom will keine Serien mehr produzieren

Eine Staffel noch, dann Schicht im Schacht

In einem Interview mit dem Medienmagazin DWDL hat der neue TV-Chef der Telekom, Arnim Butzen, einige Einblicke in die künftige TV-Strategie des Unternehmens gegeben. Dabei hat er auch bestätigt, dass sich die Deutsche Telekom von der Fiction-Produktion verabschieden wird. Im Serien-Bereich wird es also keine MagentaTV Originals mehr geben.

Dass die Telekom die Serienproduktion an den Nagel hängt, hat verschiedene Gründe. Natürlich dürfte hier zunächst die eher durchwachsene Bilanz bei den Eigenproduktionen eine Rolle spielen. So richtig konnte nämlich keiner der deutschen Serienstoffe wie der Telekom-Erstling Deutsch-Les-Landes mit Christoph Maria Herbst oder Wild Republic zünden. Immerhin: Die Dramedy Oh Hell konnte zuletzt noch viel Kritikerlob einsammeln und wird nun noch eine zweite Staffel bekommen. Dann soll aber auch Schluss sein.

Überangebot raubt Strahlkraft

Eigentlich sollen exklusive Eigenproduktionen für Aufmerksamkeit sorgen und helfen, das eigene Angebot von der Konkurrenz zu differenzieren. Laut Butzen sei es angesichts des heutigen "Überangebots" aber zunehmend schwierig, ein Produkt auf diese Weise voranzubringen. Zumal inzwischen auch kein Mangel mehr an deutschen Serienstoffen bestehe.

Bei den ersten Gehversuchen der Telekom sah das noch anders aus, inzwischen habe sich der Markt aber deutlich gewandelt. Das betrifft auch die Verwertungsmodelle. Selbst die Öffentlich-Rechtlichen würden heute sehr stark für die eigenen Mediatheken produzieren. Kooperationen wie die zwischen ARD und Sky für Babylon Berlin seien heute daher "schwerer vorstellbar". Aber ohne Partner zu produzieren - da seien "andere personell und finanziell besser aufgestellt".

Jenseits von fiktionalen Stoffen will die Telekom allerdings sehr wohl an Auftragsproduktionen festhalten. Sehr erfolgreich laufe derzeit etwa das Doku-Format Herr Raue reist! So schmeckt die Welt, das im September in die zweite Staffel gehen wird. Auch der Talk Bestbesetzung mit Johannes B. Kerner wird fortgesetzt und startet noch dieses Jahr in Staffel 3.

Fußball bleibt König

Sehr zufrieden sei die Telekom generell mit "Event-fokussiertem Programmangebot" auf MagentaTV wie den Übertragungen von Konzerten und Festivals. Richtig große Hoffnungen setzt der Anbieter aber natürlich auf ein Mega-Event, das bald ins Haus steht - die Fußball-WM 2022 aus Katar.

Nicht nur werden alle Partien des Turniers auf MagentaTV zu sehen sein, 16 Spiele kann die Telekom sogar exklusiv präsentieren. Mit zwei Achtelfinals, einem Viertelfinale und dem Spiel um Platz 3 (falls ohne deutsche Beteiligung) sind hier auch durchaus hochkarätige Matches dabei (siehe auch Fußball WM 2022 bei MagentaTV).

Statt massig eigene Inhalte auf die Beine zu stellen, konzentriert sich die Telekom aber ohnehin stark darauf, möglichst viele Angebote über das eigene Produkt verfügbar zu machen. Strategisches Ziel sei es, so Butzen, der "Best Aggregator" auf dem Markt zu sein.

Auch hier geht es längst nicht nur um das x-te Film- und Serien-Archiv: Inzwischen hat die Telekom so zum Beispiel die verstreuten Fußballrechte in einem Bundle eingesammelt. Die noch recht frische Telekom Mega Sport Option vereint das Sportprogramm von Sky bzw. WOW, DAZN und das eigene MagentaSport in einem Abo. Fußball-Fans können damit die komplette Bundesliga, Zweite Liga und Dritte Liga sehen, dazu kommt der größte Teil der Champions League.


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