Google sperrt YouTube Zugang für Amazon Geräte

DSLWEB News vom 06. Dezember 2017, Franziska Roth

Amazone Fire TV
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Der seit Monaten laufende Streit zwischen dem Suchmaschinen-Riesen Google und der Handelsplattform Amazon ist eskaliert: Google sperrt den YouTube-Zugang für Nutzer des Amazon Echo Show ab sofort komplett. Ab dem 01. Januar 2018 sollen auch Amazon Fire TV Geräte davon betroffen sein.

Während sich die beiden amerikanischen Unternehmen in den vergangenen Jahren in ihren jeweiligen Sparten kaum in die Quere kamen, sind sie durch die Produktion von Hardware-Produkten und die Forschungen in Richtung künstlicher Intelligenz mittlerweile direkte Konkurrenten.

Spätestens seit diesem September, als Google erstmals den YouTube-Zugang für Amazon Echo Show Nutzer sperrte, wurde auch der Kunde in das Kräftemessen mit einbezogen. Damals rechtfertigte Google den Ausschluss von Amazon Geräten mit der vermeintlichen Verletzung von Nutzungsrechten durch Amazon. Auch wenn das Problem durch eine Weiterleitung der Nutzer auf die offizielle YouTube-Webseite schnell relativiert wurde, reagierte Amazon direkt mit einem Verkaufsstopp von Thermostaten und Kameras der Google-Tochter Nest. Schön länger sind weitere Google Produkte wie der Chromecast oder der Home mini nicht bei Amazon gelistet. Da sich das Unternehmen nach wie vor weigert, diese wieder in den Online-Shop aufzunehmen, kündigte Google nun harte Schritte an: YouTube wurde auf dem Echo Show sofort gesperrt, die Fire TV Plattformen soll ab dem 01.01.2018 folgen.

Was sich wie der Streit um die schönste Puppe im Kindergarten anhört, ist ein Machtkampf von erheblicher Größe. Da YouTube eine der meist genutzten Seiten auf beiden Amazon-Plattformen darstellt, kann davon ausgegangen werden, dass die Käuferzahlen der Geräte in Zukunft sinken. Letztendlich wird der Streit jedoch auf dem Rücken der Nutzer ausgetragen. Diese haben Amazon Fire TV oder Echo Show Geräte in dem Glauben erworben, die herkömmlichen Dienste auch nutzen zu können. Doch nicht nur auf Seiten von Amazon kommt es zu Einbußen. Auch kommerzielle Nutzer der Videoplattform YouTube werden durch die Sperrung weniger Zuschauer zählen und damit geringere Einnahmen generieren.

Laut Vertretern von Google und YouTube handle es sich bei der Aussperrung von Nutzern von einer öffentlichen Webseite um einen absoluten Präzedenzfall. Eine schnelle Lösung werde gesucht.

 

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