Sport Streaming Dienst

Dyn erhält frisches Kapital durch Einstieg von Schwarz Gruppe und DFL

DSLWEB News | , 20:15 Uhr | Thomas Rauh

Die Schwarz-Gruppe (u.a. Lidl und Kaufland) sowie die DFL (Deutsche Fußball Liga) steigen beim Sport Streaming Dienst Dyn ein. Der Deal stellt das bisherige Motto von Dyn "Alles außer Fußball" in Frage und ermöglicht gleichzeitig neues Wachstum und eine Internationalisierung.

Dyn erhält frisches Kapital
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Dyn erhält frisches Kapital

  • Streaming Dienst
    Dyn Media
  • Aufteilung der Anteile
    42,5% Schwarz Gruppe (Lidl, Kaufland)
    42,5% Axel Springer SE
    9% Christian Seifert (Gründer)
    6% Deutsche Fußball Liga (DFL)
  • Sport Streaming
    Handball, Basketball, Volleyball, Tischtennis und Hockey
    zukünftig auch Fußball?
  • Strategie
    Ausbau nationales Angebot
    Medienplattform für Drittparteien
    Internationalisierung

Unerwarteter Deal stärkt Dyn Media

Mit dem heute verkündeten Einstieg der Deutschen Fußball Liga beim Sport Streaming Dienst Dyn verstärkt die Liga ihr Engagement im Mediengeschäft. Bisher hatte die DFL bereits über ihr Tochterunternehmen Sportcast das Fernsehsignal für die 1. Bundesliga und auch die 2. Bundesliga selbst geliefert sowie für Drittanbieter im Ausland komplette Sendungen produziert. Die DFL hält zukünftig rund 6% der Anteile.

Die Schwarz Gruppe (mit ihren Handelsketten Lidl und Kaufland) hält zukünftig rund 42,5% der Anteile. Sie sieht sich jedoch nicht nur als Investor bei Dyn, sondern auch als "strategischen Partner", so der Geschäftsführer für Sportmarketing und Cross Business der Schwarz Gruppe Steffen Merkel: "Wir bringen digitale Lösungen sowie eine Endkundenreichweite in 32 Ländern mit ein".

Zukünftig auch Fußball bei Dyn?

Gründer Christian Seifert (rund 9% Anteile) und die Axel Springer SE (rund 42,5% Anteile) sind weiterhin mit an Bord. Zukünftig gibt es somit vier Gesellschafter. Seifert sieht durch die neuen Beteiligungen "die Möglichkeit zu weiterem Wachstum von Dyn". Die zufließenden Mittel sollen den Ausbau des nationalen Angebots sowie die Internationalisierung ermöglichen. Zudem würden die frischen Finanzmittel "die Entwicklung neuer Geschäftsfelder durch den Zuschnitt unserer innovativen Medienplattform für Drittparteien" erlauben. Fußball könnte hier - so suggeriert zumindest der Einstieg der DFL - eines dieser neuen Geschäftsfelder sein.

Seifert war Geschäftsführer bei der DFL

Interessanter Fakt zum Deal: Christian Seifert war selbst lange Jahre Chef der Bundesliga, bevor er nach seinem Ausstieg bei der DFL den Sport Streaming Dienst Dyn aufgebaut hat. Der Abschluss der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen.

Thomas Rauh - Redakteur

Thomas Rauh
DSLWEB-Redakteur seit 2011

t.rauh@dslweb.de

DSLWEB Redakteur Thomas Rauh ist Experte für Kabel TV, Sat TV und TV über Internet. Die Streaming-Dienste haben ebenso einen hohen Anteil bei seiner redaktionellen Arbeit wie die Triple-Play Angebote bestehend aus Internet, Telefon & TV. Zudem ist Live-Sport im TV ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit. Die aktuellen Entwicklungen der Streaming- und TV-Branche bündelt er seit 2011 in Artikeln, Newsmeldungen, Erfahrungs- und Testberichten.

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