Streaming-Auflösung von HD zu SD

Datendrosselung: Netflix schraubt Streaming-Qualität runter

DSLWEB News | , 09:01 Uhr |

Die Corona-Krise zwingt immer mehr Menschen nach Hause, gleichzeitig steigt in Folge dessen die Nutzung digitaler Medien. Die Netze sollen nicht überlasten, aus diesem Grund zieht auch Netflix die Konsequenzen und wird für 30 Tage die Datenübermittlung drosseln.

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Netflix

Um einer Überlastung der Netze vorzubeugen, wird Netflix die Datenraten für seinen Streaming-Service in Europa um 25 Prozent herunterschrauben. Das ist das Ergebnis nach einem Zweit-Gespräch zwischen EU-Kommissar Thierry Breton und Netflix-Chef Hastings am Donnerstag. Demnach soll Thierry Hastings vorgeschlagen haben, die Bildqualität der Video-Streams automatisch zu drosseln, sobald das Netz stark frequentiert werde. Eine hohe Bildauflösung bedeutet nämlich eine größere Übertragungsmenge an Daten. Die Drosselung gelte zunächst für 30 Tage. Ob diese anschließend weiter bestehen bleibt oder wieder aufgehoben wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bestimmt werden.

Netflix erklärt, dass Nutzer dennoch die Bildqualität erhalten, für die sie auch bezahlen. Wurde ein Abo beispielsweise mit 4K oder Ultra-HD abgeschlossen, werden Streams nach wie vor innerhalb dieser Auflösung ausgegeben, jedoch mit geringerer Bandbreite. Das führt zu einem geringen Qualitätsverlust, der aber kaum merklich sein soll.

Eines will der Streaming Dienst dennoch liefern, nämlich weiterhin einen Video-Dienst mit guter Qualität. Regulär empfiehlt Netflix für den Stream seiner Inhalte in High Definition eine Internet Geschwindigkeit von bis zu 5 Mbit/s, für die SD-Auflösung mit niedrigerer Bildqualiät dagegen nur 3 Mbit/s. Nutzern, die das Serien- und Film-Angebot sogar in Ultra HD sehen, werden 25 Mbit/s Surfspeed empfohlen.

Verstärkte Netznutzung durch Streaming, Homeoffice & Co.

Da sich auf Grund der Corona-Krise das Leben vorrangig nur noch zuhause abspielt, kommt dem digitalen Leben eine noch größere Bedeutung zu, sodass der Datenverkehr im Allgemeinen steigt. Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus, Lernplattformen und Video-Chats werden verstärkt genutzt. Gleichzeitig fällt die Freizeitgestaltung unter anderem zu Gunsten der Streaming-Dienste aus. Bisher gibt es keinen Grund zur Sorge, die Netze sind stabil und das soll auch so bleiben. Eine Verlautbarung darüber, ob auch weitere Streaming-Plattformen wie Amazon Video, Apple TV Plus oder der am kommenden Dienstag startende Streaming Dienst Disney+ dem Beispiel von Netflix folgen werden, gibt es nicht.


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