Weiterhin Call by Call und Preselection im Telekom Netz

01013, 01020 oder 01070 - allesamt Vorwahlen, mit denen die Gebühren vor allem bei Anrufen ins deutsche Mobilfunknetz oder ins Ausland drastisch gesenkt werden können. Allerdings sind die Call by Call oder Preselection Dienste ausschließlich aus dem Netz der Telekom nutzbar. Und das bleibt auch weiterhin so, da die Bundesnetzagentur die Rahmenbedingungen für die Regulierung der Telekom Festnetzanschlüsse auch in Zukunft beibehalten wird.
Turnusmäßige Überprüfung bestätigt Marktmacht der Telekom
Die Deutsche Telekom ist nach wie vor mit großem Abstand bei Festnetzanschlüssen die Nummer Eins. Die daraus resultierende Marktmacht macht aus Sicht der Bundesnetzagentur auch weiterhin eine Regulierung der Telekom Festnetzanschüsse notwendig und demzufolge besteht auch in Zukunft die Möglichkeit, über Vorwahlnummern günstigere Minutenpreise zu erzielen. Die Abrechnung erfolgt dann bequem über die Telekom Rechnung. Beispielsweise in die deutschen Mobilfunknetze kann dann bereits für weniger als 2 Cent pro Minute telefoniert werden, bei der Telekom fallen da in der Regel 19 Cent in der Minute an.
Darüber hinaus lässt sich der Telekom Telefonanschluss auch komplett auf einen alternativen Anbieter umstellen. Bei diesem "Preselection" genannten Verfahren werden dann alle Gespräche über den ausgewählten Provider abgewickelt und auch direkt über diesen abgerechnet.
Kein Call by Call bei anderen Providern
Da die Telekom bei den Festnetzanschlüssen weiterhin der alleinige Platzhirsch ist, gibt es Call by Call oder Preselection nicht bei anderen Providern. Kunden von 1&1, Vodafone oder o2 können diese Dienste also nicht nutzen. Wer aber auch von günstigeren Minutenpreisen profitieren möchte, kann alternativ Callthrough- oder Callback-Verfahren nutzen. Auch hier sinken die Minutenpreise für Anrufe ins Mobilfunknetz auf unter 5 Cent in der Minute ab. Bei Calltrough wird zunächst eine bestimmte Festnetz-, eine 0800- oder eine 0180x-Nummer angewählt und nach dem Verbindungsaufbau die endgültige Rufnummer eingegeben. Beim Callback-Verfahren wiederum wird durch das Anwählen einer Servicenummer (z.B. im deutschen Festnetz) ein Rückruf ausgelöst, über die dann die Zielrufnummer eingegeben werden kann.
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