Geschäftszahlen veröffentlicht

Vodafone im Q2 2020: Robust durch die Corona-Krise

DSLWEB News | , 14:52 Uhr |

Festnetz als Stütze in der Corona-Zeit: Die Zahl der Vodafone Kabel Internet Kunden steigt auf knapp 8 Millionen und auch der Service-Umsatz legt weiter zu. Im Mobilfunkgeschäft zeigen sich die Auswirkungen der Krise deutlicher.

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Vodafone Deutschland - Firmenzentrale

Mit dem zweiten Quartal des Kalenderjahres startet bei Vodafone stets das neue Geschäftsjahr. Angesichts der aktuellen Corona-Pandemie hält das natürlich ganz besondere Herausforderungen bereit. Insgesamt allerdings sei Vodafone "bisher gut" durch die Krise gekommen, das Geschäft erweise sich als "robust".

Jubelarien klingen anders, aber tatsächlich hat sich das  Deutschland-Geschäft auch im Q2 2020 erfolgreich weiterentwickelt. Entscheidend hierfür war das krisenfeste Festnetz-Segment, das seit der Übernahme von Unitymedia auch das Kerngeschäft des Unternehmens darstellt (mehr hierzu im DSLWEB Breitband Report 2019).

Kabel bleibt Wachstumsmotor

Das Breitband-Kundenwachstum fiel im zweiten Quartal bei Vodafone zwar deutlich verhaltener aus als zuletzt, dennoch konnte der Provider weiter zulegen. Die Zahl der eigenen Kabel Internet Verträge ist so um rund 30.000 auf 7,97 Millionen geklettert. Die DSL Kundenverträge im klassischen Festnetz wiederum sanken um weitere 43.000 auf knapp 2,85 Millionen ab.

Allerdings handelte es sich hier nur zu einem kleinen Teil um tatsächliche Kundenverluste. Denn 38.000 dieser Kundenverträge wurden schlicht von DSL auf eines der Vodafone Kabel-Produkte migriert. Fasst man DSL und Kabel Internet zusammen, ergibt sich für das Q2 2020 ein Plus von etwa 30.000 Breitband-Kundenverträgen.

Der Service-Umsatz der Festnetz-Sparte hat sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,4 Prozent auf 1,614 Mrd. Euro erhöht. Auch hier war das Kabel-Segment der große Wachstumstreiber, der Segment-Umsatz legte um 3,7 Prozent auf 1,199 Mrd. Euro zu. Der Service-Umsatz mit den DSL- und VDSL-Angeboten ging leicht um 0,7 Prozent auf 424 Mio. Euro zurück.

Roaming-Flaute belastet Mobilfunkumsatz

Auch im Mobilfunk ist die Zahl der Kundenverträge weiter angestiegen. Insgesamt kletterte sie im Q2 2020 um 146.000 auf 30,198 Millionen. Die Zahl der Postpaid-Laufzeitverträge legte dabei um 57.000 auf 18,750 Millionen zu. Allerdings beruht auch dieses leichte Plus laut Vodafone auf der Migration von 63.000 Unitymedia-Mobilfunkverträgen.

Einer der direktesten Effekte der Corona-Krise ist der massive Wegbruch von Roaming-Gebühren. Gerade der schlägt sich auch in den Umsatzzahlen nieder. Anders als im Festnetz ging es hier deutlich nach unten, im Vergleich zum Vorjahr fielen die Vodafone Mobilfunk-Serviceumsätze um 3,0 Prozent auf 1,226 Mrd. Euro.

Wie sich die Pandemie genau auf die Geschäfte der deutschen Breitband-Anbieter auswirkt und welche Strategie die Provider im Krisenjahr fahren? Mehr dazu gibt es im aktuellen DSLWEB Breitband Report 2020


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