Vodafone Deutschland im Q2 2018: Gutes Wachstum im Festnetz & Mobilfunk

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Auf Konzernebene musste Vodafone im Q2 2018 Umsatzeinbußen hinnehmen. Aus Deutschland aber gibt es durchgehend gute Nachrichten - hier konnte Vodafone in allen Geschäftsbereichen deutlich zulegen.

Gegenüber dem Vorjahresquartal konnte Vodafone Deutschland seinen Gesamt-Serviceumsatz im Q2 2018 um 2,4 Prozent auf 2,55 Mrd. Euro steigern. Dabei hat Vodafone sowohl im Mobilfunk-Bereich als auch im Festnetz-Segment weiter zugelegt.

Mobilfunk: Postpaid top, Prepaid verschmerzbar
Der Serviceumsatz der Mobilfunksparte ist um 1,7 Prozent auf 1,515 Mrd. Euro angewachsen - der höchste Zuwachs seit fünf Jahren. Getrieben wurde dieses Wachstum in erster Linie durch Kundengewinne im lukrativen Postpaid-Bereich. Unterm Strich hat Vodafone zwischen April und Ende Juni sogar 258.000 Laufzeitverträge hinzugewonnen. Zum Ende des zweiten Kalenderquartals zählte der Mobilfunker damit inzwischen 17,718 Millionen Postpaid-Kundenverträge. 

Die Zahl der Prepaid-Teilnehmer im Vodafone Netz hingegen war weiter rückläufig und ist allein innerhalb dieser drei Monate um 531.000 auf 12,178 Millionen gefallen. Seit dem Beginn des aktuellen Prepaid-Einbruchs im Q3 2017 hat Vodafone so bereits 1,77 Millionen Prepaid-Verträge eingebüßt.

Für die doch recht steile Talfahrt ist Vodafone selbst aber nur bedingt verantwortlich. Neben den üblichen Ausbuchungen von inaktiven Prepaid-Mobilfunkkarten und der zunehmenden Kundenabwanderungen in den Postpaid-Bereich geht sie nämlich in besonderem Maße auf eine gesetzliche Anpassung zurück: Als Maßnahme zur Terrorbekämpfung wurde im letzten Jahr die persönliche Identifikation beim Erwerb bzw. bei der Aktivierung von Prepaid-Karten zur Pflicht. Das hat den Spontan-Kauf erheblich erschwert und sich fortan überraschend deutlich in den Prepaid-Kundenzahlen der großen Mobilfunkanbieter niedergeschlagen.

Unterm Strich ist die Gesamtzahl der Vodafone Mobilfunkverträge im Q2 2018 so um 273.000 auf 29,896 Millionen zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ergibt sich sogar ein Minus von 779.000 Verträgen. Auf den ersten Blick mag ein solches Minus zwar unschön aussehen, tatsächlich dürfte Vodafone mit dieser Entwicklung aber durchaus zufrieden sein - schließlich sorgt der gestiegene Postpaid-Anteil für einen deutlich werthaltigeren Kundenmix.


Entwicklung Vodafone Mobilfunk Verträge

Gegenüber dem Vorjahr ist der durchschnittliche Monatsumsatz pro Vertrag (ARPU) so auch von 14,9 auf 15,4 Euro angestiegen. Und das, obwohl der Postpaid-ARPU im gleichen Zeitraum von 24,5 auf 23,6 Euro abgesunken ist. Das wiederum liegt darin begründet, dass die Nutzer verstärkt zu reinen SIM-only Tarifen ohne Smartphone greifen und Verträge in Multi-SIM Familien-Bundles sowie vergünstigten Kombi-Angeboten für Festnetz und Mobilfunk zusammenfassen. Rechne man diese Faktoren heraus, sei laut Vodafone auch der Postpaid-ARPU im Plus.

Fortschritte bei konvergenten Angeboten
Den Kunden bringen konvergente Bündelprodukte Preisnachlässe und Extra-Leistungen, die Telekom-Anbieter wiederum profitieren von einer stärkeren Kundenbindung und erhöhtem Upselling-Potenzial. Deshalb ist auch Vodafone bemüht, mehr und mehr Nutzer zum Wechsel in eines seiner Vodafone GigaKombi Angebote zu bewegen.

Allerdings kam die GigaKombi deutlich langsamer in Gang als beispielsweise das Telekom-Pendant MagentaEINS, das quasi aus dem Stand enormen Zulauf erfahren hat. Inzwischen hat die Bundle-Vermarktung allerdings Fahrt aufgenommen, allein im Q2 2018 kamen 406.000 neue Kombi-Verträge hinzu. Bis Ende Juni 2018 war die Zahl der GigaKombi-Kunden damit auf rund 1,1 Millionen angewachsen.

Kabel-Highspeed kommt an 
Noch deutlich stärker als im Mobilfunk-Segment ist der Serviceumsatz der Festnetz-Sparte gewachsen. Er hat im Q2 2018 insgesamt um 3,4 Prozent auf 1,035 Mrd. Euro zugelegt. Dabei ergab sich für das Kabelgeschäft ein Plus von 4,9 Prozent, der DSL Serviceumsatz wuchs um 1,8 Prozent an.

Auch im zweiten Kalenderquartal konnte Vodafone in beiden Teilbereichen zusätzliche Kundenverträge gewinnen. So stieg die Gesamtzahl der Kabel Internet Kundenverträge um 40.000 auf 3,638 Millionen an und die DSL Kundenbasis vergrößerte sich um 6.000 auf 3,028 Millionen.

Das ist gut, aber eben nicht sehr gut. Laut Vodafone wurde der Zulauf zu den eigenen Festnetzprodukten vor allem durch laufende Neukunden-Werbeaktionen bei Mitbewerbern gebremst. Der große Trumpf, den Vodafone ins Feld führen kann, sind die hohen Geschwindigkeiten im eigenen Kabelnetz. Dementsprechend buchen mittlerweile auch bereits über drei Viertel aller Kabel-Neukunden Anschluss-Geschwindigkeiten von 200 Mbit/s und mehr. Die Highspeed-Vermarktung kurbelt Vodafone zudem unter dem Banner Vodafone GigaSpeed zusätzlich an.

Inzwischen sind die Highspeed-Zugänge auch weithin verfügbar: Das 200 Mbit Internet etwa ist für 12,7 Millionen Haushalte buchbar. Darüber hinaus kann der Internetanbieter für 8,4 Millionen Haushalte bis zu 400 Mbit/s bereitstellen und 5,2 Millionen Haushalte haben die Möglichkeit, einen Highend-Anschluss mit bis zu 500 Mbit/s zu beziehen. 


Entwicklung Vodafone Breitband Verträge



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