Verbot: 1&1 darf nicht mit "Das beste Netz gibt's bei 1&1" werben

DSLWEB News vom 28. September 2017, Thomas Ziegenhorn

Werbung für 1&1 DSL: Das beste Netz gibt's bei 1&1
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Ende der bekannten Kampagne: Die Deutsche Telekom hat per einstweiliger Verfügung erwirkt, dass 1&1 nicht mehr mit dem Slogan "Das beste Netz gibt's bei 1&1" werben darf. Die Darstellung sei irreführend.

Update (28.09.17, 15:35 Uhr): 1&1 wird Widerspruch gegen die Entscheidung des OLG Köln einlegen: 1&1 mit bestem Netz: Rechtsstreit geht in nächste Runde

Ein verwegener 1&1-Mitarbeiter seilt sich von einer Hauswand ab und zieht dabei ein großes Werbebanner mit sich. Und dieses überdeckt ausgerechnet die Werbefläche des Konkurrenten Deutsche Telekom mit dem Slogan "Das beste Netz gibt's bei 1&1". Der Werbeclip wurde vielfach im TV gezeigt und in den sozialen Medien heiß diskutiert. Nun scheint diese Art der Bewerbung allerdings vorbei zu sein.

Die Deutsche Telekom erzielte vor dem Oberlandesgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen den Slogan "Das beste Netz gibt's bei 1&1". Die Aussage sei irreführend. Das aktuelle Urteil bezieht sich auf die bereits 2016 von 1&1 gewählte Verwendung des Slogans. Als Begründung führt das OLG gleich mehrere Punkte an. Zum einen beruhe der Testsieg nicht auf dem Netz, sondern "auf Umständen, die außerhalb des eigentlichen Netzes lägen". Das Ergebnis hänge von dem im Test verwendeten Router ab. Die von Connect ermittelten Leistungswerte bei 1&1 beziehen sich ausschließlich auf Internetleitungen, an denen der 1&1 Homeserver des Herstellers AVM (baugleich mit Fritzbox 7490) zum Einsatz kommt.

Das von 1&1 damals beworbene Angebot ab 9,99 € pro Monat umfasse aber eben nicht den 1&1 Homeserver, sondern ein anderes Hardware-Modell, bei welchem die Leitungsqualität deutlich geringer ausfällt. Hier "erfolge keine ausreichende Aufklärung der Betrachter". Für den 1&1 Homeserver müssen Kunden derzeit einen Aufpreis von 4,99 € pro Monat zahlen.

Außerdem behaupte 1&1 "in unzulässiger Weise, [...] über ein eigenes Festnetz" zu verfügen. Der Werbung vermittle den Eindruck, 1&1 sei selbst Netzbetreiber. Stattdessen nutzt das Unternehmen aus Montabaur aber vorwiegend die Netzinfrastruktur der Telekom und anderer Mitbewerber.

Auch der Verweis auf den Sieg im Festnetztest des Fachmagazins Connect mache die Werbedarstellung nicht zulässig. Folglich verbot das Oberlandesgericht auch die Nutzung des Telekom-Logos, der Farbe Magenta und anderer Markenzeichen. Der Einsatz dieser Elemente an sich sei zwar in vergleichender Werbung erlaubt, jedoch nicht in Verbindung mit irreführender Werbung.

Die Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln ist derzeit noch nicht rechtskräftig. 1&1 kann gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen. Werden diese abgelehnt oder sollte 1&1 auf diese verzichten, muss die Verbreitung des Werbespots eingestellt werden.

Hintergrund: Sieg im Connect Festnetztest 2017

Den erneuten Testsieg im renommierten Vergleich des Fachmagazins Connect konnte 1&1 im Juli 2017 einfahren. Das Unternehmen überzeugte bei der Bereitstellung festnetzbasierter Internet- und Telefonie-Dienste und setzte sich mit 428 Gesamtpunkten vor der Telekom (420 Punkte) durch. Gute Noten gab es auch wegen der sehr guten DSL Hardware. Ausführliche Infos zum Thema haben wir unter 1&1 DSL ist Testsieger 2017 zusammengestellt.

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