VATM Marktanalyse 2015: Glasfaser wird schneller ausgebaut als gebucht

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17. TK-Marktanalyse Deutschland 2015

Am Mittwoch hat der Branchenverband VATM seine aktuelle Marktstudie veröffentlicht.  Einer der interessanteren Einblicke: Während schnelles Glasfaser immer weitreichender verfügbar ist, sind die entsprechenden Highspeed-Anschlüsse offenbar noch kein Verkaufsrenner.

Sinkende Verbraucherpreise, ein weiterer Rückgang bei Sprachtelefonie und SMS-Nutzung sowie die zunehmende Kundenkonzentration im Geschäftskundensegment sorgen 2015 für einen leichten Umsatzrückgang auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt. Das haben der Branchenverband VATM und die Dialog Consult GmbH im Rahmen ihrer diesjährigen Marktstudie festgestellt.

Speziell im Festnetz-Segment soll der Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr (inklusive TV-Signaltransport) von 33,5 Mrd. Euro auf 33,1 Mrd. Euro absinken. Den Umsatzanteil der Deutschen Telekom schätzt der VATM dabei auf 40,5% (13,4 Mrd. Euro). Die Wettbewerber aus dem klassischen Festnetz wiederum kommen auf einen Anteil von 42,6% (14,1 Mrd. Euro) und die Kabel Internet Anbieter erobern sich 16,9% des Festnetz-Umsatzes (5,6 Mrd. Euro).

Der Durchschnittsnutzer überträgt knapp 32 GB pro Monat
Die Zahl der Festnetz-Breitbandanschlüsse wird 2015 erstmals die Marke von 30 Millionen überschreiten. Weiterhin stark steigen auch die in den Breitbandnetzen übertragenen Datenvolumen an. So erzeugt der durchschnittliche deutsche Festnetzkunde dieses Jahr ein Datenvolumen von 31,8 Gigabyte pro Monat - ein Anstieg von 19,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Im Mobilfunk beträgt das Datenaufkommen pro SIM laut VATM derzeit erst 377 MB pro Monat.

Der oben genannte Durchschnittswert ist jedoch entscheidend von vergleichsweise wenigen "heavy users" beeinflusst. Wie der VATM erläutert, kommen über 60 Prozent der Festnetzkunden in Deutschland noch immer auf ein monatliches Datenvolumen von weniger als 15 Gigabyte.

Diagramm aus VATM Marktanalyse 2015

Zahl der Glasfaser-Nutzer nimmt vergleichsweise langsam zu
Ein starkes Gefälle gibt es nach wie vor auch bei den genutzten Geschwindigkeiten. So bringt es die Mehrheit (42,0%) der in Deutschland geschalteten DSL- und Glasfaserzugänge auf eine Download-Bandbreite zwischen 6 und 16 Mbit/s, insgesamt 29,6 Prozent der Nutzer surfen mit höchstens 6 Mbit/s. Datenraten von mehr als 16 Mbit/s nutzen derzeit erst 28,4 Prozent der geschalteten Anschlüsse - der Anteil der Internetzugänge mit mehr als 50 Mbit/s beträgt sogar gerade einmal 2,9 Prozent.

Ohnehin scheint die Nachfrage nach echten Highspeed-Zugängen der wachsenden Verfügbarkeit noch ein gutes Stück hinterherzuhängen. Recht deutlich wird dies beim Blick auf die zukunftssicheren Glasfaser-Direktanschlüsse, bei denen die Glasfaser bis ins Haus bzw. den einzelnen Haushalt reicht (FTTB/FTTH): Im Vergleich zum Vorjahr soll die Zahl der Haushalte, für die diese Technik verfügbar ist, bis Ende 2015 um etwa ein Fünftel auf immerhin 2,1 Millionen ansteigen. Die Zahl der Haushalte, die das Glasfaser Internet dann auch buchen, nimmt nach den Schätzungen des VATM dagegen lediglich um 13 Prozent auf 510.000 zu.



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