Unitymedia im Q2 2017: Volldigitales TV, mehr Umsatz + mehr Abonnenten

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Unitymedia Infomobil zur Analog-Abschaltung
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Bei Unitymedia war mächtig viel los im zweiten Geschäftsquartal des Jahres: Im Juni und Juli vollzog der Kabelnetzbetreiber im gesamten Netz die Umstellung von Analog- auf Digital-TV. Nebenbei legte er beim Umsatz und bei den Abonnenten-Zahlen zu. Die Anzahl der Breitband-Verträge erreichte einen neuen Rekord.

Als erster Kabelnetzbetreiber in Deutschland wagte sich Unitymedia im Juni an die vollständige Umstellung auf digitales Fernsehen. Das analoge TV-Signal wurde schließlich schubweise in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen abgeschaltet; der verbliebene Kundenstamm an Analog-Sehern musste auf Digital-TV wechseln.

Nach Angaben von Unitymedia glückte das Großprojekt "nahezu reibungslos". Entsprechend kann Unitymedia zum Ablauf des zweiten Geschäftsquartals auf steigende Nutzerzahlen bei seinen höherwertigen TV-Produkten verweisen. Insgesamt 33.000 Kunden entschieden sich neu für Produkte aus dem Bereich HD und Pay-TV. Unter ihnen waren 23.000 die zu einem gehobenen TV-Paket inklusive Horizon HD Recorder griffen. Der Gesamtumsatz legte im Übrigen im Vergleich zum Q2 2016 auf 596 Millionen Euro zu.

DOCSIS 3.1 wird kommen
Die kurzfristigen Effekte dürfte Unitymedia bei der Analog-TV-Abschaltung aber ohnehin nicht wirklich im Blick gehabt haben. Vielmehr dienen die frei gewordenen Frequenzen der zukünftigen Entwicklung des Unitymedia-Netzes. Dieses lässt sich nämlich nun "mit geringem technischen Aufwand" auf den Übertragungsstandard DOCSIS 3.1 aufrüsten, um völlig neue Internet-Geschwindigkeiten zu ermöglichen. Haushalte mit Anbindung an das Unitymedia-Kabelnetz würden in Zukunft "GigaReady" gemacht, um Download-Datenraten in Höhe von 1 Gbit/s zu ermöglichen. Hier wurde also vor allem der Grundstein für steigende Geschwindigkeiten gelegt.

Geschwindigkeit ist Trumpf
Ganz so weit ist Unitymedia zwar noch nicht, dennoch kann sich auch die aktuelle Entwicklung im Breitband-Segment sehen lassen. Der Konzern verzeichnete im abgelaufenen Quartal mehr als 32.000 neue Breitband-Abonnements und über 29.000 zusätzliche Telefonie-Abonnenten. Die Entwicklung bleibt damit stabil, wenngleich die Dynamik zuletzt etwas nachließ.

Sehr erfolgreich verläuft indes das Vorhaben, Kunden vor allem von Produkten mit besonders hohen Bandbreiten zu überzeugen, welche zugleich einen höheren Umsatz pro Kunde bedeuten. 81 Prozent der Internet-Neuabonnenten entscheiden sich im Q2 2017 für 120 Mbit/s und mehr. Ein Zehntel griff sogar zum derzeit schnellsten Unitymedia Internetanschluss mit bis zu 400 Mbit/s. Wir dürfen gespannt sein, wann genau Unitymedia die maximalen Datenraten weiter nach oben schraubt.

Entwicklung Unitymedia Breitbandverträge



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