Unitymedia im Q1 2015: Preiserhöhungen sorgen für Umsatzwachstum

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Unitymedia veröffentlicht Geschäftszahlen zum Q1 2015

In den vergangenen Monaten hat Unitymedia die Anschlussgebühren erhöht und ein teureres Neukundenportfolio eingeführt. Das hat sich im Q1 2015 auch in den Neukundenzahlen niedergeschlagen - bescherte dem Kabelnetzbetreiber aber gleichzeitig ein deutliches Umsatzplus.

Unitymedia Kunden müssen fortan tiefer in die Tasche greifen
Das 1. Quartal 2015 war zugleich das letzte für die angestammte Marke Kabel BW, denn zum 1. April 2015 hat der Kabelprovider seinen Markenauftritt bundesweit vereinheitlicht. Unitymedia verabschiedete sich im Q1 aber nicht nur von seiner Zweitmarke, sondern auch von seinem alten Neukundenportfolio.

Durch die Einführung der neuen Unitymedia Tarife im März ist der Einstieg für Neukunden je nach gewähltem Bündelprodukt um etwa 5 bis 13 €/Monat teurer geworden. Bereits im Februar hatte Unitymedia die Preise für Bestandskunden angehoben - begründet hat der Anbieter diesen Schritt mit den hohen Kosten für den eigenen Netzausbau angesichts des rapide steigenden Datenaufkommens. Die zehnprozentige Preiserhöhung betraf rund 1,3 Millionen Bestandskunden.

Verlangsamtes Vertragswachstum: Kundengewinne gehen stark zurück
Preiserhöhungen sind freilich nie ein populärer Schritt und laut Unitymedia hat sich genau dies auch in der Entwicklung der Breitband-Kundenzahl niedergeschlagen. Gemessen an den von Unitymedia gewohnten Zuwachszahlen fielen die Neukundengewinne im Q1 2015 nämlich doch recht verhalten aus. Mit einem Plus von 34.600 Verträgen ist die Zahl der Unitymedia Internet-Abonnements zwischen Januar und Ende März auf insgesamt 2,93 Millionen angestiegen.

Entwicklung Unitymedia Breitbandkunden

Rekordquartal für Next-Gen Fernsehen und Durchschnittsumsatz
Das gemäßigte Kundenwachstum kann Unitymedia aber verschmerzen, denn nicht nur ist der Kabel Internet Anbieter der Konkurrenz aus dem DSL Lager immer noch weit voraus, er profitiert zudem von einem deutlichen qualitativen Wachstum innerhalb seiner Vertragsbasis.

Beispielsweise greifen so inzwischen mehr als 60 Prozent der Internet-Neukunden zu einem Kabel Internet Anschluss mit einer Bandbreite von 120 Mbit/s oder mehr. Die durchschnittlich genutzte Internetgeschwindigkeit hat sich im Q1 2015 in Folge auf 58 Mbit/s erhöht. Darüber hinaus bezieht eine wachsende Anzahl von Unitymedia Kunden mehrere Produkte, der Anteil der Double- oder Triple-Play Kunden ist im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozentpunkte auf 40,6 Prozent angestiegen.

Ein Rekordquartal legte die im September 2013 eingeführte TV-Plattform Horizon hin, für die Unitymedia im Q1 80.000 neue Abonnenten gewinnen konnte. Ende März kam der Dienst damit auf 380.000 Nutzer. Dieses qualitative Wachstum hat den Umsatz des Unternehmens deutlich beflügelt, im Vergleich zum Vorjahr hat dieser um 6 Prozent auf 538 Mio. Euro zugelegt. Der monatliche Umsatz pro Kunde ist im Zuge der Preisanpassungen im Q1 2015 sogar so stark gestiegen wie seit sieben Quartalen nicht mehr und erreichte 22,80 Euro.



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