United Internet mit Verlust im Q1 2016 - aber an 1&1 DSL lag es nicht

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Die Beteiligung an der Startup-Fabrik Rocket Internet hat dem 1&1 Mutterkonzern United Internet im Q1 2016 ordentlich die Bilanz verhagelt. Die Aktionäre reagierten darauf aber gelassen - denn das operative Geschäft läuft weiter bestens.

Seit United Internet im Sommer 2014 mit etwa 10 Prozent beim Samwer-Unternehmen Rocket Internet eingestiegen ist, hat sich dessen Börsenkurs nicht eben prächtig entwickelt. Im Q1 2016 haben die Wertminderungen aus der Beteiligung den 1&1 Mutterkonzern nun kräftig in die roten Zahlen gedrückt - unterm Strich ergab sich ein Quartals-Verlust von rund 56 Mio. Euro.

Blickt man jedoch auf das Tagesgeschäft, sieht die Sache aber schon ganz anders aus. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich so auf 202,7 Mio. Euro, ein stolzes Plus von 16,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Umsatz auf Konzernebene ist im gleichen Zeitraum um 7 Prozent auf die neue Rekordmarke von 968,6 Mio. Euro geklettert. United Internet sieht sich so auch weiterhin "gut auf Kurs" und bestätigt seine bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr - der Konzern peilt für 2016 einen Gesamtumsatz von 4 Mrd. Euro und ein EBITDA von 850 Mio. Euro an.

Entwicklung 1&1 Breitbandverträge

Als einen der Hauptgründe für das gute Abschneiden führt United Internet die erneut hohen Kundenzugewinne in der Access-Sparte an. Die Zahl der 1&1 DSL Kundenverträge ist so zwischen Januar und Ende März um 50.000 auf insgesamt 4,36 Millionen angestiegen. Ganz besonders stark waren einmal mehr die eigenen Mobilfunktarife nachgefragt, deren Vermarktung bei 1&1 aktuell im Fokus steht. Unterm Strich hat 1&1 im Q1 2016 um weitere 200.000 auf inzwischen 3,68 Millionen Mobilfunk-Kundenverträge zugelegt.

Obwohl 1&1 viel in das weitere Kundenwachstum investiert hat und das Mobile Internet Geschäft durch hohe Smartphone-Subventionen belastet wird, haben sich die Ergebniskennzahlen erneut deutlich verbessert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist das Segment-EBITDA auch um 13,8 Prozent auf 124,3 Mio. Euro angestiegen. Das Segment-EBIT kletterte sogar um 29,4 Prozent auf 90,5 Mio. Euro.



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