United Internet gut im Plan: 1&1 DSL wächst auch im Q1 2018

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Unternehmens-Zukäufe, Abschied von Altlasten, umgestelltes Umsatzreporting: United Internet präsentiert sich in 2018 auch beim Zahlenwerk neu aufgestellt. Doch die unterliegenden Wachstumtrends setzen sich fort.

Die alten Resale-DSL Anschlüsse laufen bei 1&1 DSL schon längst als aufgegebene Geschäftssparte. Jetzt hat 1&1 diese Restposten komplett aus den eigenen Kennzahlen entfernt und weist im Festnetzbereich nur noch die aktuellen Breitband-Komplettpakete aus. Unsere Balkengrafik am Ende des Artikels haben wir rückwirkend angepasst. Die Zahl der 1&1 Komplettverträge ist derweil auch im Q1 2018 weiter angestiegen - zwischen Januar und Ende März hat sie um 30.000 auf insgesamt 4,37 Millionen zugelegt.

Ganz andere Dimensionen hat das Vertragswachstum währenddessen im Bereich Mobile Internet. Hier konnte 1&1 DSL allein im Q1 2018 um weitere 240.000 Kundenverträge zulegen und vereinte zum Quartalsende damit inzwischen 8,54 Millionen Mobilfunkverträge. Ein großer Teil dieser Kundenverträge stammt natürlich aus der Übernahme der Drillisch AG im September 2017 (siehe Hammer auf dem Mobilfunkmarkt: United Internet übernimmt Drillisch). Diese hat rund 3,3 Millionen Verträge zum heutigen Mobilfunk-Kundenbestand beigetragen.

Mobilfunk-Wachstum teuer erkauft?
Bekannt ist aber auch: Für das starke Wachstum im Mobilfunkbereich geht United Internet derzeit quasi in Vorleistung. Denn Neukunden werden bei 1&1 aktuell mit extra-kleinen Smartphone-Einmalpreisen gelockt. Insgesamt will der Provider im laufenden Jahr sogar rund 300 Mio. Euro in Smartphone-Subventionen stecken. Die Hardware wird sich so erst nach und nach über den jeweiligen Tarifgebühren gegenfinanzieren (siehe hierzu auch United Internet überrascht mit 300-Millionen-Euro-Vorhaben).

Die Smartphone-Strategie schlägt sich schon jetzt deutlich in den Bilanzen nieder. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abgaben (EBITDA) der Access-Sparte von United Internet (Breitband- und Mobilfunk-Zugangsprodukte) legte im Q1 2018 gegenüber den Vorjahresquartal um 32,6 Prozent auf 177,3 Mio. Euro zu. Das extrem kräftige Plus geht dabei vor allem auf den Zusammenschluss mit Drillisch zurück.

In den aktuellen Zahlen versteckt sich jedoch noch ein weiter Faktor, der den Vorjahres-Vergleich erschwert. Denn die Umstellung auf den zum Jahresbeginn verpflichtend gewordenen Berichts-Standard "IFRS 15" trägt zusätzlich mit 90,4 Mio. Euro positiv zum Ergebnis bei. Dieser Sondereffekt wurde aber durch 89,8 Mio. Euro an Extra-Aufwendungen für den verstärkten Smartphone-Einsatz prompt wieder aufgewogen.

Entwicklung 1&1 Breitbandkunden



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