Telekom im Q2 2017: Glasfaser boomt, Entertain ein bisschen

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Im Zuge ihrer großen IP-Umstellung musste die Telekom im Q2 2017 Tausende bestehende Breitbandverträge kündigen. Trotzdem verblieb ein solides Kundenwachstum, nicht zuletzt dank der steigenden Glasfaser-Nachfrage.

Harte Migration bremst Kundenwachstum
Unterm Strich hat die Deutsche Telekom in der Zeit zwischen April und Juni rund 46.000 Breitband-Kundenverträge hinzugewonnen und das Quartal mit 13,035 Millionen Verträgen beendet. Damit ist das Netto-Plus im Q2 2017 ein gutes Stück niedriger ausgefallen als in den vorangegangenen Quartalen.

Laut Unternehmensangaben ist das aber speziell der laufenden IP-Umstellung der Telekom-Infrastruktur geschuldet: Reagieren Kunden nicht auf die diesbezüglichen Telekom-Benachrichtigungen, bleibt dem Netzbetreiber nur die "Harte Migration" - also die Kündigung des Altvertrags. Ohne diesen Sondereffekt wäre die Telekom laut eigener Aussage auf einen Nettozuwachs von rund 70.000 DSL Verträgen gekommen. Heißt im Umkehrschluss, dass der Netzbetreiber mehr als 20.000 Verträge kündigen musste.

VDSL, Vectoring, FTTH: Glasfaserboom setzt sich fort
Wenn die Telekom von einem Glasfaserboom berichtet, dann ist das immer ein wenig missverständlich. Denn der Netzbetreiber spricht hier keinesweg nur von den "echten" Highspeed-Direktanschlüssen, sondern bezieht auch Technologien wie VDSL und VDSL Vectoring mit ein, bei denen nach wie vor die alte kupferbasierte "Letzte Meile" zum Einsatz kommt.

Allerdings entwickelt sich zumindest der klassische DSL Anschluss tatsächlich mehr und mehr zum Auslaufmodell. So ist die Zahl der von der Telekom geschalteten Glasfaser-Produkte alleine im Q2 2017 um weitere 622.000 auf inzwischen 8,2 Millionen angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht dies einer Steigerung um 2,6 Millionen Anschlüsse beziehungsweise 46 Prozent.

Die steigende Glasfaser-Nachfrage geht Hand in Hand mit der wachsenden Verfügbarkeit der entsprechenden Angebote. Im Zuge des weiteren Netzausbaus ist die Glasfaser-Abdeckung durch die Telekom seit dem Q2 2016 um 10 Prozentpunkte auf 67 Prozent der Bevölkerung angewachsen. Die Zahl der mit Glasfaser erschlossenen Haushalte ist dabei um 18 Prozent auf 28,4 Millionen angestiegen.

Wo der Festnetzausbau noch hinterherhinkt, lassen sich moderne Surf-Geschwindigkeiten teilweise durch Hybrid-Anschlüsse realisieren, die das Festnetz-Internet mit einer schnellen mobilen Datenverbindung bündeln. Telekom Hybrid wird inzwischen von 340.000 Kunden in Deutschland genutzt, was einem Plus von 45 Prozent zum Vorjahr entspricht.

Telekom überschreitet Schwelle von 3 Millionen Entertain-Kunden
Die Telekom-Kunden beziehen im Schnitt aber nicht nur immer höhere Bandbreiten, sondern bauen ihre Tarifpakete auch an anderer Stelle immer weiter aus. So kommt auch das Internet-Fernsehen der Telekom mehr und mehr in Tritt. Im Q2 2017 hat die Zahl der Entertain-Nutzer nun um 69.000 zugenommen und ist damit erstmals über die Grenze von 3 Millionen geklettert. Laut Telekom handelt es sich bei Entertain sogar um die einzige wachsende IPTV-Plattform in Deutschland.

Um die positive Entwicklung zu forcieren, hat sich die Telekom zuletzt stark um die Erweiterung des Entertain-Angebots bemüht. Unter anderem ist seit Mai 2017 die günstigere Einsteiger-Variante Telekom StartTV erhältlich und seit Anfang August können Entertain-Kunden mit Telekom Sport ein neues TV-Paket buchen, das exklusive Sportinhalte von Telekom und Sky bündelt.

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