Telekom DSL auch im Q4/13 mit leichtem Kundenrückgang

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Breitbandmarkt Q4 2014: Telekom verliert weiter DSL Kunden

Am heutigen Donnerstag hat die Telekom ihren Geschäftsbericht für das Q4 2013 veröffentlicht. Im Fokus der Aufmerksamkeit steht dabei vor allem die Trendwende im US-Mobilfunkgeschäft. Aber auch auf dem Heimatmarkt ist einiges in Bewegung. Sorgenkind ist dabei allerdings nach wie vor das weiterhin stagnierende Festnetz-Segment. Zum Jahresende sank die Gesamtzahl der Telekom Festnetz-Breitbandverträge nochmals leicht um 23.000 auf insgesamt 12,36 Millionen.

Festnetzgeschäft weiterhin "unter Druck"
Mit einem Marktanteil von rund 43 Prozent ist die Deutsche Telekom zwar immer noch der unangefochtene Marktführer im Segment der festnetzbasierten Breitbandzugänge, durch den "scharfen Wettbewerb" sei aber auch das eigene Breitbandgeschäft "unter Druck" geraten. Das macht sich nicht zuletzt beim Breitband-Umsatz bemerkbar, dieser lag im Q4 2013 mit 1,06 Mrd. Euro um 2,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Wachstumssegment Fernsehen
Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Festnetzanschluss wiederum ist im gleichen Zeitraum um 40 Cent auf 26,30 Euro gestiegen. Hier macht sich unter anderem der TV-Umsatz bemerkbar, der gegenüber dem Vorjahresquartal um 8 Prozent auf 244 Mio. Euro zugelegt hat.

Die Zahl der Kunden, die das Fernsehprogramm über die Telekom Entertain Angebote beziehen, ist im Laufe des Jahres um weitere 10,7 Prozent auf mittlerweile 2,18 Millionen geklettert. Darin enthalten sind allerdings auch die rund 400.000 Abonnenten der satellitengestützten Variante Telekom Entertain Sat, die für Haushalte mit geringerer Bandbreiten ausgelegt ist. Diese war mit einem Kundenplus von 34,8 Prozent gegenüber dem Q4 2012 sogar besonders stark nachgefragt.

Neue Breitbandtechnologien als Schlüssel zum Erfolg
Moderne Zusatzdienste wie Telekom Entertain werden für die Kunden vor allem dann interessant, wenn vor Ort entsprechend hohe Bandbreiten zur Verfügung stehen. Die Nachfrage nach VDSL und FTTH Glasfaserprodukten ist laut Telekom "unverändert stark", zum 31. Dezember 2013 stellte die Telekom in Deutschland insgesamt rund 1,5 Millionen solcher Highspeed-Zugänge bereit. Auf das Gesamtjahr gesehen, verzeichnete diese Produktkategorie einen Zuwachs von 54 Prozent, getrieben vor allem durch Bestandskunden, die auf das höherwertige Angebot gewechselt sind.

Gegenüber den derzeit extrem erfolgreich auftretenden Kabelnetzbetreibern ist die Telekom jedoch ins Hintertreffen geraten. Da der flächendeckende Ausbau von "echten" Glasfaser-Hausanschlüssen äußerst teuer ist, setzt die Telekom bei ihrer Aufholjagd verstärkt auf Hybrid-Technologien. Dazu gehört auch das VDSL Vectoring Verfahren, mit der herkömmliche VDSL Anschlüsse, die bislang durch die Kupferleitungen der "Letzten Meile" vor dem Anschlusspunkt ausgebremst werden, beschleunigt werden können. Die technische Umsetzung wird in der zweiten Jahreshälfte 2014 erfolgen, bis Ende 2016 soll VDSL Vectoring für über 24 Millionen deutsche Haushalte verfügbar sein. VDSL Vectoring ermöglicht auch über die bestehenden Kupferleitungen Download-Raten von bis zu 100 Mbit/s.

Noch höhere Geschwindigkeiten verspricht die Kombination von Glasfaserverbindungen und dem LTE Mobilfunk. Die Telekom arbeitet derzeit an der Einführung von passenden Hybrid-Routern, mit denen sich dann Download-Geschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s erreichen lassen sollen.



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