Telefónica will Internet-Ausbau mit Glasfaser-Gesellschaft vorantreiben

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Netzwerkkabel und Glasfaserleitungen

Der Telekommunikations-Konzern Telefónica spricht sich für die Gründung einer nationalen Glasfasergesellschaft aus. Sie soll den Ausbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes in Deutschland vorantreiben. Dies könnte endlich das Gigabit-fähige Breitbandnetz bringen...

Teures Glasfaser bis ins Haus oder günstige Vectoring Technologie über vorhandene Leitungen? Bei der Frage der "richtigen" Strategie für den Ausbau des Breitband-Internets in Deutschland scheiden sich die Geister. Laut den bisherigen Zielen der Bundesregierung sollen bis 2018 in allen deutschen Haushalten Datenraten von mindestens 50 Mbit/s zur Verfügung stehen, die jedoch vorrangig auf Basis von VDSL- und VDSL-Vectoring ermöglicht werden. Hierbei kommen auf den letzten Metern bis zum Endkunden alte Kupferleitungen zum Einsatz. Doch was ist nach 2018? Experten sprechen sich schon seit geraumer Zeit für ein flächendeckendes Glasfasernetz aus, das bis ins Gebäude beziehungsweise die Wohnung des Bürgers reicht.

Schnelles Internet für Ballungsräume UND ländliche Regionen
Um einen solchen kostenintensiven Ausbau finanziell und organisatorisch zu stemmen, spricht sich der scheidende Chef des Mobilfunkbetreibers Telefónica, Thorsten Dirks, für die Gründung einer nationalen Glasfasergesellschaft aus. Dies berichtet die Wirtschaftswoche. Demnach soll so der Rückstand Deutschlands beim Glasfaserausbau aufgeholt werden; Netzbetreiber, Staat und Finanzinvestoren könnten das Projekt in einer konzertierten Aktion angehen. Dirks schlägt laut dem Bericht vor, dass alle Telekommunikationsanbieter - Netzbetreiber und bloße Provider gleichermaßen - einen diskriminierungsfreien Zugang zum Netz in Form von Vorleistungsprodukten erhalten. So solle ein umfassender Ausbau garantiert werden, der auch die ländlichen Regionen und nicht nur die profitablen Ballungsräume erfasst. Dirks habe, heißt es weiter, das Projekt mit dem Namen "FibreCO" bereits Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Infrastrukturminister Alexander Dobrindt sowie der Bundesnetzagentur und dem Bundeskartellamt vorgelegt.

Thorsten Dirks



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