Jahresabschluss veröffentlicht

Telefónica im Q4 2020: o2 kommt gestärkt aus dem Krisenjahr

DSLWEB News | , 17:30 Uhr |

Die Netzqualität hat große Sprünge gemacht und die eigenen Kunden sind zufrieden wie nie - o2 hat 2020 viel bewegt. So konnte der Netzbetreiber auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie erfolgreich abfedern.

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Gute Zahlen dank zufriedener Nutzer

Die positive Entwicklung bei Telefónia Deutschland hat sich weiter fortgesetzt. Im Geschäftsjahr 2020 konnte das Unternehmen so bei allen wichtigen Kennzahlen zulegen, im Q4 2020 hat sich das aktuelle Wachstum dabei sogar noch beschleunigt.

Ein entscheidender Faktor dafür war die merklich gestiegene Kundenzufriedenheit, die sich auch in einer spürbaren Reduktion der Abwanderungsrate niederschlug. Bei den o2 Postpaid-Mobilfunkkunden etwa lag diese im Gesamtjahr 2020 bei durchschnittlich 1,1 Prozent pro Monat - und damit auf einem historisch niedrigen Niveau für den Anbieter.

Beschleunigter Netzausbau trägt Früchte

Die gestiegene Kundentreue mag einerseits dem verbesserten Service geschuldet sein, noch wichtiger dürfte aber die gestiegene Netzqualität gewesen sein. Hier hat o2 in 2020 nämlich viel Boden gutgemacht. Über das Jahr hinweg hat der Netzbetreiber rund 11.000 LTE Standorte auf- bzw. ausgebaut und erreicht damit nun eine LTE Abdeckung von rund 98 Prozent. Der große Sprung in der o2 Netzqualität hat sich auch im erfolgreichen Abschneiden in den großen Netztests des vergangenen Jahres bestätigt (siehe Newsmeldung Vorgaben der Bundesnetzagentur erfüllt).

Im Geschäftsjahr 2020 hat Telefónica Deutschland seine Netzinvestitionen bereits um 4,8 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro erhöht. Den Schwerpunkt des aktuellen Investitionsprogramms setzt das Unternehmen allerdings 2021. Dieses Jahr will o2 demnach eine neue Rekordsumme in die Hand nehmen um den Netzausbau weiter voranzutreiben. Das Geld wird dabei verstärkt in die 5G Infrastruktur fließen, schon bis Jahresende soll o2 5G mehr als 30 Prozent der deutschen Haushalte erreichen. Eine flächendeckende 5G Verfügbarkeit will o2 bis 2025 herstellen.

Starker Zuwachs im Laufzeit-Segment

Im Gesamtjahr 2020 ist die Zahl der Postpaid-Kundenverträge im o2 Netz um rund 1 Million auf rund 23,6 Millionen angestiegen. Im Q4 2020 konnte o2 hier sogar ein Plus von mehr als 480.000 Kundenverträgen verzeichnen - und damit den größten Netto-Zuwachs seit mehr als vier Jahren.

Die Zahl der Prepaid-Verträge im o2 Netz hat unterdessen weiter abgenommen. Sie ist 2020 unterm Strich um rund 800.000 auf knapp 19,3 Millionen abgesunken.

Reichweitenrekord im Festnetz

Auch im Festnetz-Segment hat Telefónica Deutschland in 2020 wichtige Weichen gestellt. Durch den Mix aus Vorleistungen, den o2 DSL bezieht, kann das Unternehmen nun sogar unter allen Anbietern die meisten deutschen Haushalte mit seinen Angeboten erreichen.

Entscheidend dafür war das Abkommen über den Zugang zum Vodafone-Kabelnetz. Nach dem limitierten Start in ersten Anschlussgebieten kann o2 seit Januar 2021 im gesamten Vodafone Kabelgebiet eigene o2 Kabel Internet Produkte anbieten (siehe auch o2 Kabel Internet Angebote ab sofort für 24 Mio. Haushalte).

Was die Kundenzahlen angeht, kann sich o2 allerdings noch nicht mit den echten Festnetz-Schwergewichten messen. Doch auch hier hat der Anbieter zuletzt stetig zugelegt. Im Q4 2020 ist die Zahl der o2 Breitband-Kundenverträge dabei um 9.000 auf 2,261 Millionen angestiegen.

Umsatzplus trotz Roaming-Delle

Wie sich schon früh abgezeichnet hat, waren die deutschen Telekom-Anbieter gut für die anhaltende Corona-Krise aufgestellt (siehe auch DSLWEB Breitband Report 2020). Der einzige Bereich, in dem sich die Pandemie stark negativ ausgewirkt hat, waren die Roaming-Entgelte, die durch die eingeschränkte Reisetätigkeit deutlich belastet wurden. Telefónica Deutschland beziffert den daraus resultierenden Umsatzausfall für 2020 auf rund 72 Mio. Euro.

Dieses Minus konnte jedoch schon innerhalb des Mobilfunk-Segments aufgefangen werden. Unterm Strich verzeichnete der Serviceumsatz aus Mobilfunkdienstleistungen sogar noch ein kleines Plus von 0,1 Prozent auf 5,31 Mrd. Euro. Trotz der anhaltenden Roaming-Einschränkungen nahm das Umsatzwachstum dabei merklich an Tempo auf - für das Q4 2020 ergab sich so bereits ein Umsatzplus von 1,3 Prozent beim Mobilfunk-Serviceumsatz.

Die anderen Sparten waren nicht von vergleichbaren Negativ-Effekten betroffen und zogen noch deutlich kräftiger an. Der Umsatz mit Mobilfunk-Hardware legte so im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Prozent auf 1,42 Mrd. Euro zu. Im Festnetz kletterte der Jahresumsatz sogar um 5,9 Prozent auf 785 Mio. Euro.


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