Telefónica im Q2 2017: Infrastruktur-Rückzug belastet Festnetz-Umsatz

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Nein, als Festnetzanbieter wird uns o2 natürlich erhalten bleiben, dem Wholesale-Geschäft allerdings will Telefónica in absehbarer Zeit den Rücken kehren. Die schrittweise Stilllegung der Plattform hatte auch im Q2 2017 deutliche Auswirkungen auf den Festnetz-Umsatz des Betreibers.

Nachdem sich die Zahl der o2 DSL Kundenverträge im vergangenen Jahr stabilisiert hatte, musste o2 in der Zwischenzeit wieder stärkere Anschlussverluste hinnehmen. So folgte auf das Netto-Minus von 9.000 Verträgen im Q1 ein weiterer Rückgang um 13.000 Verträge im Q2 2017. Zum 31. Juni 2017 belief sich die Gesamtzahl der o2 DSL Kundenverträge damit noch auf 2,082 Millionen.

Während die Kundenbasis insgesamt leicht rückläufig ist, freut sich Telefónica über den steigenden Anteil an VDSL Kundenverträgen. Die Zahl der o2 VDSL Anschlüsse ist im Q2 2017 so um weitere 88.000 auf inzwischen 960.000 geklettert. Für zusätzliche Dynamik könnte das Ende April eingeführte neue Tarifportfolio sorgen, das noch stärker auf höhere Anschlussgeschwindigkeiten ausgerichtet ist und den VDSL 50 Anschluss quasi zum neuen Standard erhebt (siehe auch Schneller und günstiger: Neue o2 DSL Tarife jetzt verfügbar).

Entwicklung o2 DSL Verträge

Umsatz aus dem Wholesale-Geschäft bricht weg
Dem Aufschwung im VDSL Segment zum Trotz ist der Festnetzumsatz der Telefónica weiterhin rückläufig. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist dieser um 11,2 Prozent auf 217 Mio. Euro abgesackt. Das Privatkundengeschäft hat zu dem Umsatzrückgang zwar ebenfalls beigetragen, war jedoch nicht wesentlich für diese Entwicklung - hier sank der Umsatz nämlich lediglich um 2,6 Prozent ab.

Sehr viel stärker hat sich hingegen die Abkehr vom Wholesale-Geschäft ausgewirkt. Bis 2019 will Telefónica Deutschland keine Teilnehmeranschlussleitungen mehr vermieten und die Stilllegung der betreffenden  Infrastruktur sowie die Kundenmigration sind in vollem Gange. Alleine im Q2 2017 ist der Bestand an Wholesale-Anschlüssen so um 134.000 auf 428.000 Einheiten abgeschmolzen.



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