TAL-Entgelte: Letzte Meile wird für Telekom-Wettbewerber günstiger

DSLWEB News | |

Dienstgebäude Bundesnetzagentur

Um ihren Kunden Internet- und Telefonangebote bereitstellen zu können, sind die Mitbewerber meist auf Vorleistungsprodukte der Telekom angewiesen. Nach dem Willen der Bundesnetzagentur sollen diese nun wieder günstiger werden.

Am heutigen Mittwoch hat die Bundesnetzagentur ihren aktuellen Entgeltvorschlag für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) veröffentlicht. Während die Deutsche Telekom im Vorfeld auf eine Erhöhung der Mietgebühren gedrängt hat, sieht die Behörde eine leichte Absenkung der TAL-Entgelte vor. Die Telekom-Mitbewerber begrüßen den Entwurf.

Die sogenannte "Letzte Meile", also der letzte Leitungsabschnitt zwischen dem Verteilerkasten am Straßenrand und dem Endkunden, ist in der Regel in der Hand der Deutschen Telekom. Diese muss ihren Wettbewerbern zwar Zugriff auf die Verbindung gewähren, darf dafür aber eine Mietgebühr verlangen. Die Höhe dieses TAL-Entgelts wird von der Bundesnetzagentur festgelegt.

Zum 1. Juli 2016 sollen die Mietpreise neu geregelt werden. Für die Anmietung der TAL am Hauptverteiler soll die Telekom statt bisher 10,19 €/Monat nur noch 10,02 €/Monat verlangen dürfen. Das Entgelt für die Anmietung der TAL am Kabelverzweiger soll von 6,79 €/Monat auf 6,77 €/Monat absinken. Die Telekom hatte zuvor für eine deutliche Erhöhung dieser Entgelte auf 11,20 bzw. 7,51 €/Monat plädiert.

Die - wenn auch sehr moderate - Absenkung geht nicht zuletzt auf eine Empfehlung der Europäischen Kommission zurück: Bei der Kalkulation der Entgelte soll demnach in Zukunft auch berücksichtigt werden, dass bestimmte Teile der bestehenden Infrastruktur auch dann weiter genutzt werden können, wenn das alte Kupferkabel auf der Letzten Meile durch eine moderne Glasfaser-Anbindung ersetzt wird.

Falls die europäischen Wettbewerbswächter keine Einwände erheben, kann die Entscheidung der Bunndenetzagentur rechtzeitig zum Juli 2016 in Kraft treten. Die neuen Entgelte sollen dann bis 2019 gelten.

Der Branchenverband BREKO hat den Entwurf der Bundesnetzagentur grundsätzlich begrüßt, ihm geht die vorgesehene Reduzierung der TAL-Entgelte allerdings noch längst nicht weit genug - die EU-Empfehlung sei hier noch nicht voll umgesetzt. Auf der anderen Seite käme aber "jeder Euro", den die alternativen Netzbetreiber bei den Zugangsentgelten einsparen können, letztlich "dem Ausbau mit zukunftssicheren und nachhaltigen Glasfaser-Infrastrukturen zu Gute".



noch keine Kommentare



Weitere DSL News


Beratung und Service auf DSLWEB

Preisvergleich

Mit wenigen Klicks das beste Angebot finden. weiter

Verfügbarkeit

Ist mein Wunschpaket auch bei mir verfügbar? weiter

Speedtest

Die Leistung des eigenen Zugangs messen. weiter

Anbieterwechsel

Tipps und Tricks für einen Providerwechsel. weiter

Kündigungs-Assistent

Die Kündigung ganz einfach online erstellen. weiter

Kündigungs-Wecker

Erinnert pünktlich an die Kündigungsfrist. weiter