Studie: Nur 16% der Nutzer halten Daten im Web für sicher

DSLWEB News | , 16:00 Uhr | Ingo Hassa

Nur die wenigsten halten ihre Daten im Web für sicher

In den letzten Monaten haben die Deutschen offenbar wieder etwas Vertrauen in die Sicherheit ihrer persönlichen Daten im World Wide Web gewonnen. Dies belegt eine repräsentative Studie im Auftrag des Branchenverbands BITKOM. Aber auch wenn der Tiefpunkt fürs Erste überschritten ist - aufsehenerregende Hacks und vor allem die NSA-Affäre haben das einstmals durchaus vorhandene Grundvertrauen gehörig zerrüttet. Lediglich 19 Prozent der deutschen Internetnutzer halten ihre Daten im Netz weiterhin für sicher.

Noch im Mai war das Vertrauen auf dem Tiefpunkt
Der BITKOM verfolgt die Entwicklung des Vertrauens in die Datensicherheit schon eine ganze Weile - seit 2011 lotet er anhand regelmäßiger Umfragen die diesbezügliche Gefühlslage in Deutschland aus. Beim ersten Durchlauf ergab sich dabei noch ein vergleichsweise positives Bild - damals sagten noch ganze 41 Prozent der Befragten aus, sie hielten ihre Daten im Netz für "sicher" oder "sehr sicher".

Bereits im Juli 2013 zeigte sich dagegen ein ganz anderes Bild, der Anteil der Nutzer, die hohes Vertrauen in die Sicherheit ihrer Daten hatten, war zu diesem Zeitpunkt bereits auf 29 Prozent gefallen. Damit war die Talsohle aber noch längst nicht erreicht. Das war erst in der letzten Umfrage aus dem Mai dieses Jahres der Fall, in der sich nur noch eine kleine Minderheit von gerade einmal 13 Prozent weitgehend unbesorgt zeigte (Jeder Zweite fürchtet staatliche Ausspähung im Web, 4. Juni 2014).

Studie BITKOM Nutzervertrauen
Quelle: BITKOM

Wie die aktuelle Umfrage aus dem August zeigt, hat sich das Sicherheitsgefühl nun erstmals seit dem Beginn des Abhörskandals aus dem letzten Jahr wieder leicht erholt - 16 Prozent der Internetnutzer hielten ihre Daten für mindestens "sicher". Eine schnelle Erholung erwartet aber auch der BITKOM nicht: "Das Vertrauen der Internetnutzer ist dauerhaft beschädigt", kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf, "und wird sich nur langsam und langfristig wiederherstellen."

Massiver Vertrauensverlust in den Staat
Die mit der Studie betrauten Marktforscher fragen jedoch nicht nur ab, ob die Nutzer Vertrauen in die Sicherheit ihrer Daten haben, sondern auch, wem sie Vertrauen oder Misstrauen entgegenbringen. Auch hier hat in den letzten Jahren ein deutlicher Wandel stattgefunden. Beim Umgang mit persönlichen Daten brachten so 2011 noch ganze 62 Prozent der Nutzer den staatlichen Stellen ein hohes Vertrauen entgegen, die damit deutlich vor der Wirtschaft mit einem Anteil von 40 Prozent rangierten.

Studie BITKOM Nutzervertrauen
Quelle: BITKOM

Das hat sich seitdem gedreht: Schon im Juli 2013 lag der Staat in diesem Punkt mit nur noch 35 Prozent gleichauf mit der Wirtschaft und wurde bereits vor dem Jahresende von dieser überholt. Auch aktuell genießen Unternehmen mit einem Anteil von 30 Prozent beim Umgang mit kritischen Daten etwas mehr Vertrauen als der Staat, der in der Umfarge aus dem August auf 26 Prozent kommt.



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