Q1 2014: DSL wird bei Vodafone zur Verlegenheitslösung

DSLWEB News | , 16:45 Uhr |

Marktzahlen im Q1 2014: DSL ist bei Vodafone nicht mehr die Nummer 1 im Festnetz

Das am 31. März zu Ende gegangene Geschäftsjahr charakterisiert Vodafone selbst euphemistisch als "anspruchsvoll". Der harte Wettbewerb auf dem Telekommunikationsmarkt hat Vodafone Deutschland sowohl im Mobilfunk-Segment als auch im Festnetzbereich schwer zugesetzt. Auf der anderen Seite hat Vodafone in den letzten Monaten die Weichen für die Zukunft seines Festnetzgeschäfts gestellt: Die Übernahme des Kabelnetzbetreibers Kabel Deutschland ist inzwischen nämlich in trockenen Tüchern und die Integration der beiden Unternehmen angelaufen.

Serviceumsatz auch im Festnetz abgerutscht
Wie im Mobilfunkbereich der Fall, ist auch Vodafones Festnetz-Serviceumsatz deutlich abgerutscht. Für das erste Quartal des neuen Kalenderjahres weist Vodafone hier 938 Mio. Euro aus - was allerdings bereits 457 Mio. Euro aus der Akquisition von Kabel Deutschland mit einschließt. Ohne diesen Anteil jedoch fiel der Service-Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal 6,3 Prozent niedriger aus.

DSL Anschlussverluste gehen langsam zurück
Eine positive Entwicklung hat sich wiederum bei der Zahl der Vodafone DSL Verträge eingestellt. Zwar ist diese im Q1 2014 nochmals um 20.000 auf 2,95 Millionen gefallen, damit hat Vodafone die Kundenabwanderung aber immerhin deutlich eingedämmt. Im Quartal zuvor hatte Vodafone noch mehr als doppelt so viele DSL Verträge verloren, im Q3 2013 sogar das Dreifache.

Darüber hinaus hat das Neukundengeschäft ordentlich angezogen, denn gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnete der Provider bei den eingehenden DSL Aufträgen einen Anstieg um 123 Prozent - offenbar aber noch nicht genug, um die gleichzeitige Kundenabwanderung vollständig auszugleichen.

Klare Ansage: Eigenes Kabel statt Telekoms Letzter Meile
Im Q1 2014 trat auch der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag in Kraft, der den Zusammenschluss von Vodafone und Kabel Deutschland endgültig besiegelte. Seit 1. April ist die Integration der beiden Unternehmen offiziell im Gange und bereits am 2. Mai wurde die neue gemeinsame Submarke "Zuhause Plus" gestartet. Unter dieser werden die bestehenden Mobilfunk-, TV- und Festnetz-Produkte von Vodafone und Kabel Deutschland nun auf allen Vertriebskanälen gemeinsam angeboten.

Der klassische DSL Anschluss tritt dabei in die zweite Reihe zurück: Denn wo die Kabel Internet Produkte von Kabel Deutschland verfügbar sind, werden Neukunden zukünftig nur noch diese angeboten. Zeitgleich bemüht sich Vodafone, auch DSL Bestandskunden auf die leistungsstärkere Kabeltechnik zu überführen - durch das eigene Kabelnetz befreit sich Vodafone nämlich nicht zuletzt aus der Abhängigkeit von den Vorleistungsprodukten der Deutschen Telekom.



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