Rückschau
o2 im Q1 2026: Erfolgreiche Glasfasertarife, zurückgestutzter Glasfaserausbau
Schnelle Kabel- und Glasfaser-Internetzugänge bescheren Telefónica Deutschland weiteres Kundenwachstum. Für noch mehr Reichweite sollen vor allem neue Netz-Kooperationen sorgen - denn die eigenen Ausbauvorhaben gestalten sich wirtschaftlich zunehmend schwierig.

Weiteres Wachstum auf einem gesättigten Markt
Die Zahl der Festnetz-Breitbandkunden von Telefónica Deutschland ist auch im Q1 2026 weiter gewachsen. Unterm Strich konnte der Anbieter zu Jahresbeginn um rund 14.000 auf insgesamt 2,381 Mio. Kundenverträge zulegen. Hier will o2 im Laufe des Jahres noch mehr Schwung aufnehmen.
Besonders zugkräftig waren höherwertige Kabel- und Glasfaserangebote, die Bedeutung des DSL-Segments hat weiter abgenommen. Das schlägt sich in einem deutlich verbesserten Kundenmix nieder, der auch den Umsatzzahlen kräftig auf die Sprünge hilft. Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte o2 beim Festnetz-Umsatz so einen Anstieg von 4,1 Prozent auf 224 Mio. Euro verzeichnen.
Telefónica Kundenverträge Q1 2026
- Festnetz-Breitband
2,381 Mio. (+14.000)
UGG muss Ausbaupläne eindampfen
Auch wenn in der ersten Jahreshäfte noch nichts spruchreif schien, arbeitet Telefónica Deutschland laut eigener Aussage mit Nachdruck daran, noch besseren Zugang zu der Highspeed-Infrastruktur seiner Mitbewerber zu bekommen. Diese Netzkooperationen sind die Basis der aktuellen Erfolge - in erster Linie stellt o2 seine Kundenanschlüsse über angemietete Infrastruktur bereit.
Für den eigenen Glasfaserausbau unterhält Telefónica Deutschland seit 2020 zusammen mit der Allianz das Joint Venture Unsere Grüne Glasfaser (UGG), das sich Ende 2024 zudem den Konkurrenten Infrafibre Germany mit seinen Marken Leonet und Toni einverleibt hat.
Bis zum Frühjahr 2026 hat es UGG auf 700.000 erreichbare Glasfaser-Haushalte (homes passed) gebracht. Zuletzt hat das Unternehmen jedoch vor allem durch eingestellte Ausbauprojekte Schlagzeilen gemacht. Denn der eigenwirtschaftliche Ausbau lohnt sich längst nicht mehr überall - in den nächsten beiden Jahren will sich das Unternehmen daher zunächst darauf konzentrieren, die Haushalte in seinen Ausbaugebieten auch tatsächlich zu Kunden zu machen.
Grundsätzlich soll das Festnetzgeschäft bei o2 nun aber generell stärker in den Fokus rücken. Schon sehr bald will der Anbieter nämlich die Vermarktung von Kombiverträgen forcieren, die Mobilfunk, Internet für Zuhause und Streaming Angebote zusammenführen. Siehe dazu auch die folgende SMARTWEB Newsmeldung: o2 will kein Mobilfunkanbieter mehr sein
Was treibt den deutschen Breitbandmarkt sonst noch um? Mehr Zahlen und Hintergründe im großen DSLWEB Breitband Report 2026
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