Mehr Breitband für mich: Telekom Glasfaser für zahlungskräftige Privatkunden

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Netzausbau durch die Telekom

Der "echte" FTTH Glasfaseranschluss blieb bei der Telekom bislang meist Kunden in Neubaugebieten und Firmenkunden vorbehalten. Im Rahmen des Angebots "Breitband für mich" will die Telekom ihre Glasfaser auf Anfrage jetzt auch bis in bestehende Privathaushalte ziehen - günstig ist das aber nicht.

Um modernes Highspeed-Internet möglichst schnell flächendeckend verfügbar zu machen, setzt die Telekom derzeit in erster Linie auf den Ausbau der Vectoring-Technologie. Bei der bleibt zwischen Verteilerkasten und Endkunde aber weiter der alte Kupferdraht im Boden liegen - für den Moment ist dieses Setup für Datenraten von bis zu 100 Mbit/s gut.

Über eine FTTH Verbindung, bei der die Glasfaser bis ins Gebäude hereinreicht, wäre natürlich noch wesentlich mehr drin - diese Direktanschlüsse werden von der Telekom in der Regel aber nur in einigen Neubaugebieten und für Unternehmens-Standorte bereitgestellt.

Erst Geld auf den Tisch, dann Glasfaser unter die Erde
Mit "Mehr Breitband für mich" (MBfm) macht die Deutsche Telekom jetzt jenen Kunden ein Angebot, die mit dieser Gesamtsituation unzufrieden sind. In Zukunft soll nämlich Jedermann, der ausdrücklich eine direkte Glasfaseranbindung durch die Deutsche Telekom wünscht, auch eine erhalten können. Trotzdem ist die MBfm-Lösung nicht wirklich ein Glasfaser-Angebot für Jedermann - denn die Ausbaukosten für Hardware und Tiefbau trägt hier komplett der Kunde. Die Telekom versucht diesen Aspekt aber auch gar nicht kleinzureden und bezeichnet Mehr Breitband für mich selbst als "absolutes Premium-Angebot".

Achtung: Wer zuerst kommt, zahlt zuerst
Je nach den örtlichen Gegebenheiten können schnell einige Tausend Euro an Ausbaukosten auflaufen, vor allem Tiefbauarbeiten sind meist mit hohem Aufwand verbunden. Allerdings lassen sich die Kosten auch aufteilen und über den Netzverteiler, der aufgebaut wird, können bis zu fünfzig Gebäude versorgt werden.

Schon vor der ersten Anfrage sollten also am besten möglichst viele Nachbarn ins Boot geholt werden, die den Ausbau mittragen. Man bedenke: Ist die nötige Verteiler-Hardware erst einmal aufgestellt und die Glasfaser durch die Nachbarschaft gezogen, ist die spätere Anbindung weiterer Immobilien natürlich wesentlich günstiger möglich - der ursprüngliche Auftraggeber hat die Zeche ja schon gezahlt.

Wer es ernst meint, kann eine Anfrage an die E-Mail Adresse MBfm-Ausbau@telekom.de schicken. Aufgrund des hohen Planungsaufwands schlägt deren Bearbeitung bereits mit 100 Euro zu Buche, wobei die Telekom den Betrag zurückzahlt, wenn das Projekt erfolgreich umgesetzt wird. Das Anschreiben sollte folgende Informationen enthalten:

     
  • - Kontaktdaten
  • - Adresse des zu versorgenden Objekts
  • - Anzahl der Wohn- und Geschäftseinheiten
  • - Angaben zu eventuell bereits vorhandenen Leerrohren am oder im Gebäude
  • - beabsichtigte Eigenleistungen (z.B. Verlegung von Leerrohren auf dem Grundstück)
  •  


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