LTE Drosselung: Telekom erneut abgemahnt

DSLWEB News | , 14:36 Uhr | Thomas Rauh

Erst zu Beginn der Woche lenkte die Telekom beim Thema Flatrate Drosselung ein. Der Konzern gab bekannt, entsprechende Klauseln aus seinen DSL Verträgen entfernen zu wollen und kündigte gleichzeitig neue Tarifmodelle mit fester Volumenbegrenzung an. Doch damit ist das Thema nicht vom Tisch: Die Verbraucherzentrale hat die Telekom nun auch für ihre Drosselungs-Praxis im LTE Bereich abgemahnt. Konkret geht es um das als Festnetz-Ersatz angepriesene Produkt "Call & Surf via Funk".

Verbraucherschützer kritisieren Flatrate-Modell
Das Tarifpaket Call & Surf Comfort via Funk wird von der Telekom als "exklusives Angebot für Gebiete ohne bzw. mit eingeschränkter DSL-Versorgung" beworben. In jenen Regionen können Nutzer über das LTE Netz telefonieren und mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s im Internet surfen. Bislang wurde als Tarifbestandteil eine "Internet Flat" ausgewiesen, die allerdings die bestmögliche Übertragungsrate nur begrenzt zur Verfügung stellt. Je nach Tarifvariante stehen bei Call & Surf Comfort via Funk 10 GB, 15 GB oder 30 GB Speedvolumen zur Verfügung, wird dieses Kontingent beim monatlichen Internetsurfen überschritten, sinkt die Geschwindigkeit deutlich. Im Extremfall verringert sich die Datenrate von 100 Mbit/s auf 384 kbit/s - einem Bruchteil der eigentlich möglichen Geschwindigkeit.

"Mit dieser vorzeitlichen Standards entsprechenden Surfgeschwindigkeit kann allein das Lesen einer E-Mail mit Anhang schon mal zur zeitraubenden Aktion werden", kritisierte die Verbraucherzentrale. Ein gleichwertiger Ersatz zu einem Festnetz-Produkt ist mit einem derart gedrosselten Internetanschluss nicht gegeben. "Verbraucher, die einen solchen Tarif bei der Telekom gebucht haben, können damit ihre vertraglichen Rechte, nämlich schnelles Internet zu nutzen, nicht mehr sinnvoll ausüben", so die Verbraucherschützer weiter.

Telekom entfernt "Flatrate" aus Tarif
Inzwischen reagierte die Telekom auf die Vorwürfe der Verbraucherschützer und entfernte die Formulierung "Flatrate" aus der Produktbeschreibung ihrer Website. Von der "Welt" wird der Konzern mit den Worten zitiert: "Wo Flatrate draufsteht, soll auch Flatrate drin sein. Wir werden beim Tarif Call & Surf via Funk deshalb nicht mehr von einer Flatrate sprechen." Am eigentlichen Produkt ändert die Transparenz-Offensive freilich nichts - zum großen Nachteil jener Nutzer, die kein DSL, sondern eben nur LTE buchen können.



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