"Keine Rosinenpickerei" - Telekom kontert Kritik am VDSL Vectoring Ausbau

DSLWEB News vom

Telekom VDSL Netzausbau

Unter dem Titel "Fakten-Check Vectoring Ausbau" hat die Deutsche Telekom auf die harsche Kritik der Wettbewerber reagiert. Sie weist den Vorwurf der "Rosinen-Pickerei" von sich und wirft widerum der Konkurrenz vor, den Breitband-Ausbau zu verschleppen.

Telekom sieht sich beim Breitband-Ausbau im Soll
Die Deutsche Telekom steht derzeit heftig im Kreuzfeuer. Vor allem von Seiten der Wettbewerber hagelte es Kritik am derzeitigen Konzept des Breitband-Ausbaus mit Vectoring-Technologie. Martin Witt, Präsident des Wettbewerberverbandes VATM, stellte etwa in einem Interview mit der Wirtschaftswoche fest, die Telekom missachte Wettbewerbsregeln - Zum Beispiel indem sie Glasfaser-Infrastrukturen parallel zu den Netzen von Wettbewerbern aufbaue.

Der Bonner Konzern hat nun in einem umfangreichen Blogeintrag auf seiner Webseite reagiert und "Fakten zum Vectoring Ausbau" veröffentlicht. Die Telekom sieht sich nach aktuellem Stand sowie bei der Strategie für die kommenden Jahre klar vor der Konkurrenz: Sie habe bisher 20.000 Kabelverzweiger mit Vectoring erschlossen, während Wettbewerber lediglich auf 800 kämen. "Wir bauen also viel mehr aus, als es unserem Marktanteil entspricht." Ziel sei zudem eine möglichst flächendeckende Versorgung mit Breitbandinternet, wobei bis 2018 rund 80 Prozent der Haushalte Anschlüsse mit bis zu 100 Mbit/s erhalten sollen.

Auch das heikle Thema der möglichen Kappung von 135.000 Internetanschlüssen der Konkurrenz wird im Blogeintrag angeschnitten. Der Schritt sei notwendig, um die Vectoring-Technologie in den betreffenden Gebieten überhaupt erst einsetzen zu können. Denn durch die VDSL-Anschlüsse der Wettbewerber könne es zu Störungen beim Einsatz der Technik kommen. "Es kann aber nicht sein, dass rund 135 000 Anschlüsse der Wettbewerber die Versorgung von 5,9 Millionen Haushalten verhindern.", so das Fazit.

"Vectoring ist zukunftsfähig"
Die Vectoring-Technologie wird von Experten in der Regel eher als Übergangstechnologie gesehen, die einen Ausbau reiner Glasfaser Infastrukturen nicht ersetzen könne. Nicht selten heißt es, Vectoring, binde finanzielle Mittel, die besser in den Aufbau zukunftsträchtiger Netze gesteckt werden sollten.

Auch diesem Vorwurf entgegnet die Telekom und bezeichnet die Technik als "zukunftsfähig": "Durch die Weiterentwicklung sind Bandbreiten bis zu 250 Mbit/s möglich (Super-Vectoring). Zudem ist der Vectoring-Ausbau ein Glasfaserausbau: Das Glas wird bis zu den Kabelverzweigern verlegt. Damit ist eine Teilstrecke bis zu den Haushalten bereits geschafft."



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