Glasfaser-Ausbau: BREKO fordert Prämie für den FTTH Anschluss

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Bauarbeiten Breitband-Ausbau
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Der Branchenverband BREKO macht sich für die Zukunftsprämie stark: Bürger und Unternehmen, die Gebäude selbst an das örtliche Glasfaser-Netz anbinden lassen, sollen künftig mit bis zu 1.500 Euro gefördert werden.

Das Dilemma: Teure Bauarbeiten oder langsame Letzte Meile
Überall in der Republik wird Glasfaser verlegt, nur reicht die Highspeed-Leitung am Ende nur selten tatsächlich bis in die einzelnen Gebäude. Die letzte Wegstrecke läuft stattdessen meist weiterhin über den alten kupferbasierten "Klingeldraht". Der bleibt so der kritische Flaschenhals, welcher die Netzanbindung empfindlich ausbremst.

Klar wäre die direkte Anbindung wesentlich zukunftsträchtiger, nur ist die Glasfaserverkabelung eben auch teuer und zeitaufwendig. Um den Breitband-Ausbau in der Fläche möglichst zügig umzusetzen, greift etwa der Marktführer Deutsche Telekom in der Regel auf weniger Leistungsstarke Brücken-Technologien wie VDSL Vectoring zurück.

Flächendeckende FTTH Glasfaser bis 2015 gefordert
Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) kritisiert diesen Ansatz und verschreibt sich dem Prinzip "Glasfaser only". Die Regierung drängt der Verband auf die Festschreibung eines neuen Glasfaser-Infrastrukturziels: Bis 2025 sollten in ganz Deutschland "echte" Glasfaseranschlüsse mit mindestens 1 Gbit/s verfügbar sein.

Dass diese Komplettabdeckung nicht eben im Vorbeigehen zu bewältigen ist, ist den im BREKO zusammengeschlossenen Anbietern natürlich klar. Die staatliche Förderung des Breitband-Ausbaus bleibt daher ein Muss. Allerdings spricht sich der BREKO nun für eine Umgestaltung der Förderung aus, ein Teil der Mittel soll demnach in eine neue Zukunftsprämie fließen. Die wiederum soll direkt Bürgern und Unternehmen zu Gute kommen, die Gebäude per Glasfaser an die Highspeed-Infrastruktur anbinden möchten.

Bis zu 1.500 € Förderprämie für den Hausanschluss
So soll die vom BREKO vorgeschlagene Förderung funktionieren: Wird vor Ort ein neues Glasfaser-Netz geplant bzw. bereits umgesetzt, können sich Privathaushalte und Unternehmen einen Zuschuss sichern, wenn sie sich für einen Direkt-Anschluss an die Netz-Infrastruktur entscheiden. Die Netzmodernisierung auf den einzelnen Grundstücken würde also nochmals gesondert gefördert, nach dem Vorschlag des Verbands soll die Zukunftsprämie dabei jeweils bis zu 1.500 Euro betragen. Eine solche individuelle Glasfaser-Anbindung bietet die Deutsche Telekom übrigens bereits im Rahmen des Programms "Mehr Breitband für mich" an, nennt diese aber selbst ein "absolutes Premium-Angebot" (siehe auch Mehr Breitband für mich: Telekom Glasfaser für zahlungskräftige Privatkunden). Laut BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers sind Investitionen in die "pure" Glasfaser aber für alle Seiten lohnenswert: "Auf diese Weise ebnen wir nicht nur Deutschlands Weg in die Gigabit-Gesellschaft und schließen Bürger und Unternehmen an die digitale Zukunft an, sondern erhöhen auch den Wert der Immobilien".



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