Freies WLAN in Berlin: Plan gescheitert - oder doch nicht?

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Der erste Anlauf ist schon ein ganzes Weilchen her: Bereits seit sieben Jahren müht sich der Berliner Senat, ein kostenloses öffentliches WLAN Netz in seiner Stadt umzusetzen. In einem Bericht erklärte die Berliner Morgenpost diese Woche nun auch den aktuellen Versuch, der seinen Anfang bereits 2012 genommen hat, für gescheitert. Auf Anfrage des Portals heise online wurde dies nun aber von einem Sprecher des Senats dementiert. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen soll stattdessen bis zum Sommer fallen.

Zeitplan verpasst, Partner verschreckt
Das offene WLAN in Berlin soll nicht nur für die Nutzer kostenlos sein, auch die Stadt soll es möglichst wenig kosten. Deshalb sucht der Senat nach Partnern, die sowohl die technische Infrastruktur als auch den kostenfreien Netzzugriff bereitstellen sollen - gegenfinanzieren könnte sich ein solches Angebot beispielsweise durch Werbeeinblendungen. Statt eines einzelnen Betreibers ist eine Kooperation von mehreren Anbietern angedacht.

Im Oktober 2012 wurde die Suche nach potentiellen Partnern gestartet. Unter der Führung des schwarz-roten Senats sollte das Projekt bereits 2013 realisiert sein. Für fortlaufende Verzögerungen sorgte aber nicht nur der rechtliche Klärungsbedarf, auch die Verhandlungen mit potentiellen Betreibern gestalteten sich offenbar schwierig. Laut Björn Böhning sind von ursprünglich neun Interessenten inzwischen noch drei übrig. Ein Unternehmen stellte den Politikern gegenüber der Morgenpost ein besonders schlechtes Zeugnis aus: "Die Vorstellungen des Senates sind derart unterirdisch, dass man weinen möchte".

Entscheidung steht an: Mehrere Partner oder neue Ausschreibung
Trotz aller Schwierigkeiten soll der aktuelle Anlauf für das Berliner WLAN-Netz aber keinesfalls zu den Akten gelegt sein. Vielmehr heißt es seitens der Landesregierung, man sei gerade "in der Endphase der Verhandlungen". Damit sollte also bald klar sein, ob das bevorzugte Modell, bei dem sich mehrere Hotspot-Anbieter an einer offenen Plattform beteiligen, eine Zukunft hat. Auch ein Scheitern der diesbezüglichen Verhandlungen würde aber noch nicht das Ende bedeuten. In diesem Fall nämlich soll das Projekt ausgeschrieben werden, wobei der Auftrag an einen einzelnen Betreiber gehen würde.


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