Entwicklung des Internet-Traffics bis 2019: Ciscos Blick in die Glaskugel

Schon nächstes Jahr soll der weltweite jährliche IP-Datenverkehr die Grenze von 1 Zettabyte überschreiten. Die 2 Zettabyte-Marke soll im Jahr 2019 erreicht werden. Drahtlose Endgeräte und Video-Inhalte sollen bis dahin für den Löwenanteil des Datenaufkommens verantwortlich sein.
Für seinen Visual Networking Index verfolgt der Netzwerk-Spezialist Cisco die Entwicklung des globale Datenverkehrs und gibt - oft erstaunlich treffsichere - Zukunfts-Prognosen ab. Aktuell geht Cisco von einer Verlangsamung des Anstiegs beim globalen Traffic aus: Während sich das Datenvolumen in den letzten fünf Jahren verfünfacht hat, soll es sich im kommenden halben Jahrzehnt "nur" verdreifachen.
Die Zukunft des Netzes wird noch mobiler
Im Jahr 2014 war die PC-Nutzung für etwa 60 Prozent des IP-Verkehrs verantwortlich, bis 2019 soll sich dieses Verhältnis nun mehr als umdrehen - der Anteil der "non-PC devices" wird laut Cisco-Vorhersage dann 67 Prozent betragen. Neben dem Traffic durch Machine-to-Machine Anwendungen mit einer prognostizierten jährlichen Wachstumsrate von 71 Prozent soll vor allem der Datenabruf über Tablets (65 Prozent) und Smartphones (62 Prozent) weiter stark zunehmen.
Noch läuft der größere Teil der Datennutzung mit 54 Prozent über per Kabel angebundene Endgeräte. Auch das wird sich erwartungsgemäß ändern, 2019 schließlich sollen Mobilfunk- und WLAN-Endgeräte 66 Prozent des Internet-Traffics erzeugen. Mobilfunkverbindungen machten 2014 erst etwa 4 Prozent des Internetverkehrs aus, bis 2019 soll dieser Anteil nun auf immerhin 14 Prozent anwachsen. Dabei soll das mobile Datenvolumen dreimal so schnell ansteigen wie das Festnetz-Volumen - um 61 Prozent pro Jahr. Nach fünf Jahren sollen so 15,9 Exabytes pro Monat erreicht werden.
Ich glotz' TV. Und YouTube. Und Netflix...
Fernseher sollen als Traffic-Erzeuger zwar längst nicht so stark zulegen wie andere Geräteklassen, aber trotzdem auf eine Wachstumsrate von 17 Prozent im Jahr kommen. Bewegtbild geht heutzutage aber eben auch auf den meisten anderen Internet-Endgeräten und das schlägt sich auch deutlich auf die Traffic-Zahlen nieder. Schon 2014 machte Video-Streaming laut Cisco ganze 64 Prozent des privat erzeugten Internet-Traffics aus und bis 2019 soll dieser Wert auf 80 Prozent klettern.
Das Datenaufkommen durch Video on Demand Anwendungen soll sich in diesem Zeitraum verdoppeln. Die Übertragung speziell von hochauflösenden Video-Inhalten wird dann statt heute knapp 60 Prozent rund 70 Prozent dieses Datenverkehrs ausmachen. Wer sich diese Ausmaße besser vor Augen führen möchte: Um sich das Videomaterial anzusehen, das 2019 in einem Monat durch die Netze fließen soll, würde eine einzelne Person mal eben 5 Millionen Jahre benötigen. Pro Sekunde wird demnach nämlich fast eine Million Minuten an Internet-Videos durch die Leitungen huschen.
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