Geschäftszahlen veröffentlicht

Deutsche Telekom im Q3 2019: Starkes Quartal auch fürs Festnetz

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"Ein bullenstarkes Quartal der Deutschen Telekom" - So eröffnet Telekom-Chef Tim Höttges seine Video-Grußbotschaft zu den aktuellen Quartalszahlen. Auch mit dem Abschneiden der deutschen Breitband-Sparte dürfte man beim Bonner Konzern durchaus zufrieden sein.

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Nach dem etwas enttäuschenden Zuwachs im Vorquartal konnte die Deutsche Telekom die Zahl ihrer Breitband-Kundenverträge im Q3 2019 wieder deutlich stärker ausbauen (siehe auch: Breitbandmarkt Q2 2019: Telekom mit deutlich weniger DSL Neukunden). Unterm Strich hat der Festnetz-Marktführer zwischen Anfang Juli und Ende September 47.000 DSL Kundenverträge hinzugewonnen. Zum 30. September lag deren Gesamtzahl bei 13,683 Millionen - und damit 179.000 über dem Vorjahreswert.

Vectoring-Geschwindigkeiten für über 30 Mio. Haushalte

Der klassische DSL 16000 Anschluss hat zwar immer noch eine hohe Verbreitung, wer kann, bucht heute aber meist eine deutlich höhere Internetgeschwindigkeit. Hier beginnt das Segment, das die Deutsche Telekom als "Glasfaser-basierte Anschlüsse" bezeichnet - darunter VDSL, Vectoring, Supervectoring und FTTH Glasfaser.

Allein im Q3 2019 ist der Anteil der Glasfaser-basierten Telekom Kundenanschlüsse um 318.000 auf 8,231 Millionen angewachsen. Das verwundert allerdings kaum, da auch die Verfügbarkeit der verschiedenen VDSL Varianten rapide ansteigt. So ist Telekom Vectoring (bis 100 Mbit/s) inzwischen für mehr als 30 Mio. Haushalte in Deutschland verfügbar und auch das erst Mitte 2018 eingeführte Telekom Supervectoring (bis 250 Mbit/s) deckt bereits rund 24,5 Mio. Privathaushalte und Gewerbestandorte ab. Im September 2019 hat die Telekom dabei 700.000 zusätzliche Haushalte für den Supervectoring-Betrieb fit gemacht. Mehr Hintergründe hierzu auch im DSLWEB Breitband Report 2018

Breitband bringt Umsatz

Mehr Kunden, die vermehrt zu höherwertigen Anschlussvarianten greifen - das hat sich auch positiv im Breitband-Umsatz der Telekom niedergeschlagen. Dieser ist im Q3 2019 gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent auf 1,467 Mrd. Euro geklettert.

Ganz hat es jedoch nicht gereicht, die Festnetz-Sparte insgesamt ins Plus zu ziehen. Für die steht unterm Strich immer noch ein leichtes Umsatz-Minus von 0,7 Prozent in den Büchern. Immerhin konnte die Telekom den Rückgang bei den klassischen Sprachdiensten zuletzt ein Stück weit auffangen - durch Preiserhöhungen bei den reinen Telefonie-Tarifen, die seit dem 1. September auch für Bestandskunden greifen.

Mehr als 3,5 Millionen MagentaTV Kunden

Mit 1,059 Mrd. Euro stammt der Großteil des Breitband-Umsatzes aus dem Bereich der "Double Play" Komplettangebote, die Internet und Festnetz-Telefonie kombinieren. Doch das "Triple Play" Segment - hier wird zusätzlich Digital-TV gebündelt - gewinnt zunehmend an Bedeutung und hat im Q3 2019 bereits 408 Mio. Euro zum Breitband-Umsatz beigetragen.

Die Zahl der Abonnenten von Telekom Magenta TV nimmt derweil beständig zu. Im Q3 2019 kamen so 67.000 Netto-Neukunden zusammen, im Vergleich zum Vorjahrsquartal ergeben sich knapp über eine Viertelmillion Neuverträge. Ende September zählte Magenta TV damit insgesamt 3,544 Millionen Abonnenten.

Gegenüber 2018 hat sich das Kundenwachstum erkennbar beschleunigt. Die Telekom führt dies nicht nur auf neue Inhalte auf der Plattform zurück, sondern auch auf das erfolgreiche Rebranding von EntertainTV auf MagentaTV Ende 2018 (siehe auch Telekom Magenta TV: Entertain für alle, neue TV App, Megathek & mehr).

Den Entwicklungen im Mobilfunk haben wir eine eigene Meldung gewidmet. Mehr dazu unter Mobilfunkmarkt Q3 2019: Wieder mehr Postpaid im Telekom Netz.


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