Das passiert auf dem Breitbandmarkt in 2017: Ein Ausblick

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Die kurze DSLWEB Jahresvorschau
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Die Uhr tickt: Bis 2018 sollen nach dem Willen der Bundesregierung flächendeckend Internetzugänge mit mindestens 50 Mbit/s verfügbar sein. Der weitere Breitband-Ausbau wird also auch 2017 ganz oben auf der Agenda der Festnetzprovider stehen. Aber auch sonst bleibt es spannend - wir werfen einen kurzen Blick auf einige der großen Themen im neuen Jahr.

Wie geht es weiter mit Vectoring?
Angesichts der Breitbandziele für 2018 treiben die Netzbetreiber fleißig den Ausbau der Vectoring-Technologie voran - diese erreicht zwar längst nicht die Geschwindigkeiten, die über eine "reine" Glasfaseranbindung möglich sind, erfordert dafür aber keine intensiven Tiefbauarbeiten. Während der Rest der Republik im sogenannten "Windhund-Prinzip" erschlossen wird, hat sich die Deutsche Telekom die Nahbereiche um die rund 8.000 deutschen Hauptverteiler quasi exklusiv gesichert.

Nach etwa anderthalb Jahren und mehreren Konsultationen gab es für das Vorhaben im September 2016 letztlich auch das finale grüne Licht seitens der Bundesnetzagentur (BNetzA macht Vectoring-Entscheidung final - aber Streit wird weitergehen). Ausgestanden ist der Streit um das Telekom Vectoring im Nahbereich aber noch lange nicht. Denn kurz nach Bekanntgabe der Entscheidung der BNetzA legten gleich mehrere Telekom-Konkurrenten Klage gegen den Regulierungsbeschluss ein, wobei der weitere Ausbau über ein Eilverfahren ausgesetzt werden soll (Mitbewerber wollen Telekom Vectoring per Eilverfahren stoppen). Die weitere Vectoring-Umsetzung in den Nahbereichen durch die Telekom müsste dann zumindest solange auf Eis liegen, bis das Verwaltungsgericht Köln zu einem endgültigen Urteilsspruch in der Sache gelangt ist.

Gigabit-Kabel: Docsis 3.1 steht in den Startlöchern
Über den aktuellen Übertragungsstandard Docsis 3.0 können die Kabelnetzbetreiber schon jetzt Internet-Geschwindigkeiten von bis zu 400 Mbit/s anbieten. In 2017 steht nun die nächste Ausbaustufe ins Haus, die über die Kabelnetze zunächst Gigabit-Downloads und längerfristig sogar Bandbreiten von bis zu 10 Gbit/s möglich machen soll.

Voraussetzung für die Implementierung von Docsis 3.1 ist die Abschaltung des analogen Fernsehsignals, die beispielsweise bei Unitymedia für den Sommer 2017 vorgesehen ist - danach könnte die Aufschaltung rasch starten. Erste regionale Pilotprojekte sind sogar schon für das erste Jahresquartal geplant. Auch im neuen Jahr dürften die Kabel Internet Anbieter also weiter von einem komfortablen Vorsprung gegenüber der klassischen Festnetz-Konkurrenz profitieren, wenn es um beeindruckende Download-Höchstgeschwindigkeiten geht.

Ist Tele Columbus auch Ende 2017 noch Tele Columbus?
Bereits 2015 hatte Tele Columbus im großen Stil zugeschlagen und sich (unter anderem) die beiden Konkurrenten Primacom und Pepcom einverleibt (Auf Einkaufstour: Tele Columbus legt vorläufige Jahreszahlen für 2015 vor). Im letzten Jahr stand daher erst einmal die Integration der Unternehmen an, im August 2016 hat die Tele Columbus Gruppe schließlich auch ein einheitliches Tarifportfolio in ihrem Verbreitungsgebiet eingeführt. Im Laufe des Jahres 2017 soll nun ein neuer Markenauftritt für die gesamte Gruppe an den Start gehen - wie dieser aussehen wird, ist allerdings noch nicht bekannt (Tele Columbus: Die ersten 500.000 Internet-Abos sind geschafft). Eine naheliegende Option wäre natürlich, alle Zweige unter der Hauptmarke Tele Columbus zu vereinen, denkbar ist allerdings auch, dass Tele Columbus die Marke Cablesurf aufgreift, auf die das Unternehmen seit Juli 2016 im Pepcom-Verbreitungsgebiet setzt.



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