Breitbandmarkt im Q1 2017: Was bedeutet der Drillisch-Deal für 1&1 DSL?

DSLWEB News vom 15. Mai 2017, Ingo Hassa

United Internet Firmensitz
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Die Meldung über die geplante Übernahme von Drillisch hat die Veröffentlichung der aktuellen United Internet Geschäftszahlen gehörig überschattet. Könnte die Fusion auch dem etwas eingefahrenen Festnetz-Geschäft neue Impulse geben?

Bereits am vergangenen Freitag hat United Internet die Bombe platzen lassen: Die 1&1 Konzernmutter hat vor, den Mobilfunker Drillisch zu übernehmen und so zur neuen starken vierten Kraft auf dem deutschen Mobilfunkmarkt aufzusteigen (siehe SmartWeb Newsmeldung Hammer auf dem Mobilfunkmarkt: United Internet übernimmt Drillisch).

Wenig Wunder, dass die daraufhin veröffentlichten Kennzahlen zum Q1 2017 etwas in den Hintergrund gerückt sind. Noch weniger, da sie keine wirklichen Überraschungen boten - bei aller Euphorie über die zukünftigen Wachstumschancen blieben die soliden aktuellen Ergebnisse letztlich etwas hinter den Erwartungen zurück.

Der konzernweite Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2,1 Prozent zu und belief sich im Q1 2017 damit auf 989,2 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte um 6,1 Prozent auf 215 Mio. Euro.

Etwas stärker haben sich die Zahlen für das Access-Segment entwickelt, in dem das Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft zusammengefasst sind. In diesem Teilbereich konnte United Inted Internet seinen Umsatz um immerhin 2,9 Prozent auf 730,6 Mio. Euro erhöhen und sein EBITDA um 7,6 Prozent auf 133,7 Mio. Euro im Q1 2017 steigern.

Breitband-Zuwächse: Stetig, aber auf niedrigem Niveau
In Hinsicht auf die DSL Kundenverträge kann 1&1 zwar weiterhin ein stetiges Wachstum vorweisen, die großen Sprünge blieben zuletzt aber aus. Wie in den beiden Quartalen zuvor kam 1&1 DSL im Q1 2017 unterm Strich auf etwa 10.000 Netto-Neuverträge und beendete das Quartal so mit rund 4,42 Millionen Breitband-Verträgen. Allerdings hat sich der Kundenmix dabei weiter verbessert - während die Zahl der alten Resale-Anschlüsse nochmals um 30.000 auf nur noch 150.000 abgeschmolzen ist, konnte 1&1 im ersten Quartal 40.000 zusätzliche Komplettpakete bereitstellen.

Etwas verhalten fiel im Q1 2017 übrigens auch die Entwicklung bei den 1&1 Mobilfunk-Kundenverträgen aus. Deren Gesamtzahl legte zwischen Januar und Ende März um 140.000 auf insgesamt 4,45 Millionen zu - im Vorjahresquartal bespielsweise waren hier noch rund 200.000 Netto-Neuverträge zusammengekommen.

1&1 DSL kommt in die Innenstädte
Gerade, was das Mobilfunkgeschäft angeht, dürften die Karten mit der Drillisch-Übernahme natürlich völlig neu gemischt werden. Aber könnte die Fusion letztlich auch dem Festnetz-Geschäft neue Impulse geben? Dafür spricht einiges: Zum einen wird 1&1 durch den Zugriff auf feste Mobilfunk-Kapazitäten zum echten Komplettanbieter und könnte so verstärkt auf eigene Bündelangebote setzen - eine Produktkategorie, in der die Deutsche Telekom mit MagentaEINS gerade große Erfolge feiert.

Darüber hinaus bringt der Drillisch-Deal aber noch eine weitere Neuigkeit für 1&1. Denn der Mobilfunker bringt nicht nicht nur Kapazitäten im Telefónica-Netz ein, sondern auch über 200 Ladenlokale. Nachdem 1&1 selbst in erster Linie auf Online-Kanäle gesetzt hat, sollen die VDSL Angebote von 1&1 Versatel künftig auch in den stationären Shops vertrieben werden.


Entwicklung 1&1 Breitbandverträge

 

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