Breitbandmarkt: 1&1 DSL kann auch im Q2 2016 weiter zulegen

Die Beteiligung an Rocket Internet mag dem deutschen Internetkonzern derzeit wie ein Mühlstein um den Hals hängen, was aber das operative Geschäft angeht, ist United Internet weiterhin klar auf Kurs. Dazu hat auch im Q2 2016 vor allem die Access-Sparte mit den Marken 1&1 und Versatel beigetragen.
Das stetige Kundenwachstum bei 1&1 DSL hat sich auch im Q2 2016 weiter fortgesetzt: Unterm Strich konnte der Anbieter zwischen April und Ende Juni rund 30.000 zusätzliche DSL Kundenverträge gewinnen und beendete das Quartal mit 4,39 Mio. DSL Verträgen. Die Zahl der DSL Komplettanschlüsse hat dabei um 40.000 zugelegt, während der Bestand an alten Resale-Zugängen um weitere 10.000 auf 210.000 abgeschmolzen ist.
Neben dem klassischen DSL Geschäft trägt aktuell nach wie vor das Mobile Internet-Segment stark zum Vertrags- und Umsatzwachstum bei 1&1 bei. Als sogenannter virtueller Netzbetreiber will sich 1&1 im Rahmen der derzeitigen Verteilungskämpfe frühzeitig seinen Anteil am Markt sichern. Mit einigem Erfolg - Im Q2 2016 ist die Zahl der 1&1 Mobilfunkverträge um weitere 180.000 auf insgesamt 3,86 Millionen angewachsen.
Nicht zuletzt durch die anhaltenden Kundenzugewinne ist auch der Umsatz der Access-Sparte nochmals deutlich angestiegen. Mit einem Segment-Umsatz von 725 Mio. Euro im Q2 2016 ergab sich im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Plus von 7,2 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abgaben (EBITDA) der Access-Sparte machte im gleichen Zeitraum sogar einen Sprung um ganze 15 Prozent auf 124,7 Mio. Euro.
Versatel-Glasfaser als Basis für eigene Vectoring-Produkte
Mit der Übernahme von Versatel hat United Internet 2014 gleichzeitig das zweitgrößte Glasfasernetz in Deutschland erworben, dessen Länge inzwischen auf 41.373 km (Vorjahr: 40.036 km) angewachsen ist. Bislang kam die Glasfaser-Infrastruktur in erster Linie bei der Versorgung von Business-Kunden zum Einsatz, das könnte sich in absehbarer Zukunft jedoch ändern.
Im Zuge der kommenden Layer-2-Bitstream-Regulierung will United Internet die Versatel-Glasfaser nun verstärkt an die Telekom-Infrastruktur heranführen, um auf Basis der entsprechenden Telekom-Vorleistungsprodukte VDSL-/Vectoring-Anschlüsse realisieren zu können. In den nächsten Jahren möchte das Unternehmen so rund 70 Prozent der Telekom VDSL-Haushalte erreichen.
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