Breitband-Internet: EU fördert den Ausbau von VDSL-Vectoring

DSLWEB News vom

Glasfaser Ausbau VDSL

Die Europäische Union will künftig auch den Ausbau der sogenannten VDSL-Vectoring-Technik fördern. Sie war bislang von jeglicher Förderung ausgeschlossen.

Wie der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) mitteilt, will die EU-Kommission die Vergabe von Fördermitteln für den Breitband-Ausbau in Europa auf die VDSL2-Technologie ausweiten. Hierfür sollen die EU-Beihilfeleitlinien erweitert werden. Die Umsetzung der neuen Bestimmung könnte dann mit dem Inkrattreten der Rahmenregelung der Bundesregierung für eine flächendeckende (NGA)-Breitbandversorgung (Next Generation Access) erfolgen. Zuvor hatte sich laut BREKO das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Brüssel für die Änderung stark gemacht.

Vectoring - Worum geht es?
Der Ausbau des Breitband-Internet ist kostenintensiv. Für hohe Datenübertragungsraten wird ein möglichst weitläufiges Glasfasernetz benötigt. VDSL Vectoring stellt da eine Möglichkeit dar, die Kosten zu reduzieren. Glasfaserkabel werden bei der Technik nur bis zum sogenannten Kabelverzweiger benötigt, also bis zu einem der grauen Kästen am Straßenrand. Das letzte Stück der Datenübertragung bis in den Haushalt des Verbrauchers läuft dann über Kupferleitungen. Vectoring sorgt konkret für eine Reduzierung der Störeinflüsse auf diesem letzen Stückchen - beim Internet-Kunden kommt so auch über die alten Kupferleitungen eine höhere Geschwindigkeit an. Derzeit schalten die DSL Anbieter Geschwindigkeiten von bis zu bis zu 100 MBit/s.

Wer darf wo ausbauen?
Für die Versorgung mit VDSL Vectoring sind im Einzelfall nur technische Umrüstarbeiten an den Kabelverzweigern notwendig. Aufwendige und kostenintensive Straßenbauarbeiten entfallen. Als problematisch galt allerdings bislang, dass der Ausbau von VDSL2-Vectoring in einer Region nur durch einen Anbieter erfolgt, welcher im Anschluss auch die Überwachung und Regulierung übernimmt. In der Regel ist das die Deutsche Telekom. Der Branchenverband BREKO, in dem die wichtigsten Konkurrenten repräsentiert sind, fordert deshalb eine erweiterte Förderung für alle Marktteilnehmer. Die Rahmenbedingungen seien "diskriminierungsfrei" zu gestalten.



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