Bericht zum 1. Halbjahr

1&1 im Q2 2022 - So groß war die TKG-Delle

DSLWEB News | , 11:55 Uhr |

Neue Regelungen bei den Vertragslaufzeiten haben zu einer Welle an vorgezogenen Kündigungen bei den Providern geführt. In seinem Halbjahresbericht hat 1&1 diesen Effekt näher aufgeschlüsselt.

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1&1 Firmensitz in Montabaur

Auch bei 1&1 haben sich die im Dezember 2021 in Kraft getretenen Änderungen am Telekommunikationsgesetz (TKG) deutlich in den eigenen Kennzahlen niedergeschlagen (siehe bereits 1&1 im Q1 2022: Solider Start ins große Jahr). Wie erwartet, wurde das Kundenwachstum im gesamten 1. Halbjahr durch die nun gültige Flexibilisierung von Laufzeitverträgen merklich ausgebremst.

Gedämpftes Kundenwachstum im Mobilfunk

Im Mobilfunkbereich konnte 1&1 im ersten Halbjahr 2022 einen Netto-Zugewinn von 190.000 Kundenverträgen verzeichnen. Das jedoch trotz stark gegenläufiger Effekte: Laut United Internet seien im gleichen Zeitraum speziell durch die TKG-Novelle nämlich rund 110.000 Verträge verloren gegangen. Das zugrunde liegende operative Wachstum habe also bei rund 300.000 Mobilfunk-Neuverträgen gelegen - was auch in etwa den zurückliegenden Halbjahren entspricht.

Unterm Strich hat das Mobilfunk-Vertragswachstum im Q2 2022 nun wieder leicht angezogen. Nach 90.000 Netto-Neuzugängen im Q1 konnte 1&1 die Zahl seiner Mobilfunk-Kundenverträge zwischen April und Ende Juni um 100.000 steigern und das Quartal so mit insgesamt 11,38 Millionen Verträgen abschließen.

Festnetz: TKG-Effekt maskiert Entspannung

Im klassischen Breitband-Segment traten die Auswirkungen der TKG-Novelle sogar weitaus deutlicher zutage. Hier kam 1&1 im ersten Halbjahr 2022 letztlich auf ein operatives Minus von 10.000 Kundenverträgen. Dazu kommen jedoch noch ganze 60.000 Anschlussverluste, die auf die gesetzlichen Neuregelungen zurückzuführen waren. Damit ist die Zahl der 1&1 DSL Kundenverträge innerhalb dieser sechs Monate um weitere 70.000 auf 4,17 Millionen abgesunken. Auch ohne den TKG-Effekt wären die Breitbandzahlen also rückläufig gewesen - mit Blick auf die operative Entwicklung deutet sich jedoch eine zunehmende Stabilisierung an.

Welle ist bereits gebrochen

In einem sind sich die großen Provider einig: Nach dem ersten Halbjahr dürfte die durch das Einsetzen der neuen Regelungen bedingte Abwanderungswelle im Wesentlichen ausgestanden sein. Davon geht auch 1&1 weiterhin aus. Im Ganzen rechnet der Provider mit einem Einmal-Effekt von rund 200.000 vorgezogenen Kündigungen. Anhand der 170.000 Abgänge in der ersten Jahreshälfte sollten sich fortan nur noch geringfügige Auswirkungen ergeben. Entsprechend fällt auch die Prognose des Unternehmens aus: Im Mobilfunk will man mit dem Markt weiterwachsen und im Breitband rechnet 1&1 mit einer flachen Kundenentwicklung.


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