Jahresabschluss vorgelegt

1&1 DSL im Q4 2020: Kein Breitband-Boost für United Internet

DSLWEB News | , 17:44 Uhr |

Bei der Konkurrenz haben Home Office, Kontaktbeschränkungen und Shutdowns zu einer teils deutlichen Belebung des Festnetzgeschäfts geführt. Bei 1&1 DSL bleibt dieser Effekt weitgehend aus, die Zahl der Breitband-Kundenverträge ist 2020 sogar leicht gesunken.

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1&1 Firmensitz

Im Zuge der Corona-Krise haben sich viele Aspekte des beruflichen und privaten Lebens verstärkt ins Netz verlagert. Schnelle und zuverlässig Festnetzverbindungen waren 2020 auch deshalb wieder besonders nachgefragt. Insgesamt haben sich die hiesigen Internetprovider so als sehr krisenfest erwiesen, gerade der gesättigte Festnetzmarkt bekam durch die Sondersituation zusätzlichen Auftrieb (siehe auch DSLWEB Breitband Report 2020).

Zahl der 1&1 DSL Verträge weiter rückläufig

1&1 DSL allerdings konnte diesen allgemeinen Markttrend nicht in weitere Kundenzuwächse ummünzen. Stattdessen ist die Zahl der Breitband-Kundenverträge bei 1&1 im Q4 2020 abermals um rund 10.000 auf inzwischen 4,31 Millionen abgesunken. Für das Gesamtjahr 2020 bedeutet dies ein netto-Minus von rund 30.000 Festnetzverträgen in der Privatkundensparte.

Wesentlich besser verläuft die Kundenentwicklung im Mobilfunkgeschäft von United Internet. So konnte der Anbieter allein im Q4 2020 um 160.000 Mobilfunkverträge zulegen, über das Gesamtjahr hinweg ist die Anzahl der Kundenverträge sogar um 530.000 auf 10,52 Millionen geklettert.

Negativer Pandemie-Effekt auf die Umsatzzahlen

In der Corona-Pandemie erweitern viele Kunden ihre Internetverträge und telefonieren generell mehr - beides hat für die Provider natürlich positive Effekte. Auf der anderen Seite wirken sich die COVID-bedingten Reisebeschränkungen empfindlich auf die Roaming-Umsätze der Mobilfunkanbieter aus.

Wie sich das nun genau die Waage hält, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter. Bei 1&1 fiel der Netto-Effekt aus diesen Nutzungstrends aber lediglich im Q1 2020 positiv aus. Bereits im Frühjahr überwogen stattdessen die Umsatzeinbußen aus dem fehlenden Roaming-Verkehr (siehe United Internet im Q2 2020: 1&1 DSL tritt weiter auf der Stelle). Unterm Strich wurde der Serviceumsatz im "Consumer Access"-Bereich (Festnetz & Mobilfunk) durch die Pandemie laut United Internet um 24,1 Mio. Euro belastet.

Das Umsatzwachstum des Geschäftszweigs ist dadurch deutlich ausgebremst worden. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Segment-Umsatz zwar immer noch um 3,1 Prozent auf 3,76 Mrd. Euro angestiegen, ohne die Pandemie-Effekte wäre jedoch sogar ein Plus von 3,7 Prozent drin gewesen.


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