Geschäftsbericht veröffentlicht

1&1 DSL im Q3 2021: United Internet bleibt weiter auf Kurs

DSLWEB News | , 17:34 Uhr |

Dieses Jahr hat der 1&1 Mutterkonzern wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Im Q3 2021 sind die Planungen für das eigene 5G Mobilfunknetz weiter vorangeschritten und auch das operative Geschäft hat überzeugt.

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1&1 Firmensitz

United Internet zieht eine positive Bilanz zu den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres. Sowohl die Umsatz- als auch die Ergebnis-Kennzahlen haben sich gegenüber den Vorjahreswerten deutlich verbessert. Die Prognose für das Gesamtjahr, welche das Unternehmen zuletzt sogar leicht nach oben korrigiert hatte, wurde demnach bestätigt. United Internet peilt also weiter einen Jahresumsatz von ca. 5,6 Mrd. Euro sowie ein operatives EBITDA von ca. 1,25 Mrd. Euro an.

Die "Consumer Access"-Sparte, in denen das Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft zusammengefasst sind, hat sich dabei ebenfalls gut weiterentwickelt. Im Q3 2021 lag der Gesamtumsatz hier mit 925,6 Mio. Euro 4,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Serviceumsätze konnten dabei um 4,4 Prozent zulegen, die übrigen Umsätze - die von den Smartphone-Verkäufen dominiert werden - wuchsen mit einem Plus von 3,3 Prozent langsamer.

Festnetz: Glasfaser-Verfügbarkeit im Fokus

Das wichtigste Projekt im Festnetzbereich war dieses Jahr für 1&1 DSL der Ausbau der eigenen Internet Verfügbarkeit. Im April 2021 hat der Anbieter so die langfristige Versorgung mit VDSL- und FTTH-Produkten durch die Schwestergesellschaft 1&1 Versatel vertraglich sichergestellt.

1&1 Versatel wiederum hat Zugang zu den lokalen Glasfasernetzen der Deutschen Telekom bekommen, über die in Zukunft nun Gigabit-Anschlüsse realisiert werden können. Über die Netze von Tele Columbus wird 1&1 darüber hinaus bald nicht nur verstärkt Glasfaser-Zugänge, sondern erstmals auch Kabel Internet anbieten können (Details hierzu im Newsbericht 1&1 im Q2 2021: United Internet hebt Prognose und verrät Netzpartner).

Den Rückgang bei der Zahl der Breitband-Kundenverträge konnte 1&1 unterdessen allerdings nicht eindämmen. Im Q3 2021 ist diese um weitere 20.000 auf 4,26 Millionen abgesunken. Gegenüber dem Vorjahresquartal ergibt sich damit ein Minus von 60.000 Kundenverträgen.

Mobilfunk: Netz-Vorbereitungen laufen weiter

Seit August ist nun auch bekannt, wer die Technik für das geplante 1&1 Mobilfunknetz bereitstellen wird. Hier hat United Internet das japanische Unternehmen Rakuten mit seiner OpenRAN-Technologie an Bord geholt. Seitdem soll United Internet auch bei den Verhandlungen um die Antennenstandorte entscheidend vorangekommen sein. Damit könnte nun tatsächlich bald der Startschuss für die eigentlichen Aufbauarbeiten fallen.

Anders als im Festnetz kann 1&1 im Mobilfunk-Bereich weiterhin starke Kundenzuwächse verbuchen. Allein im Q3 2021 konnte der Provider die Zahl seiner Mobile Internet Kundenverträge so um 180.000 auf 11,01 Millionen steigern. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ergibt sich ein stolzer Zuwachs von 650.000 Kundenverträgen.

Dommermuth bald Mehrheitseigner?

Die nächsten Jahre werden ohne Zweifel spannend für 1&1 und seinen Mutterkonzern United Internet. Ob der große Wurf gelingen kann oder ob sich das Unternehmen an den eigenen Vorhaben zu verheben droht - darüber sind sich auch die Analysten uneins.

Wenige Tage vor Veröffentlichung der aktuellen Geschäftszahlen zum Q3 2021 hat der Konzernchef Ralph Dommermuth jedenfalls demonstrativ seine Zuversicht unterstrichen. Wie United Internet in einer Mitteilung vom 4. November bekanntgab, erwäge der Gründer nämlich aktuell, seinen Anteil am Unternehmen von bislang 42 auf 51 Prozent auszubauen.

Für die Übernahme der Aktienmehrheit könnte Dommermuth im Dezember 2021 ein Angebot für 17 Millionen Anteile zum Preis von 35 Euro pro Aktie abgeben. Entschieden sei aber noch nichts - zumal auch die mögliche Finanzierung des 595 Millionen Euro schweren Vorhabens erst noch geklärt werden müsste.


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