Nebenkostenprivileg

Abschaffung der Kabelgebühren in Nebenkosten

Mitte 2024 entfällt das sogenannte Nebenkostenprivileg. Wir erklären, was sich mit Abschaffung der Kabelgebühren aus den Nebenkosten für Verbraucher ändert, wie sie einen eigenen Kabel TV Vertrag buchen - und welche Alternativen für TV-Kabelfernsehen zur Verfügung stehen.

von Vera Reichmann-Stoltenfeldt
Aktualisiert 11.05.2024
Nebenkostenprivileg: Wegfall Kabelgebühren in Nebenkosten
4.35 / 554 (54)
Loading...
Loading...

TKMoG 2021: Nebenkostenprivileg

Icon Vertragslaufzeit

Das Telekommunikationsgesetz (TKG) vom 01.12.21 schafft das Nebenkostenprivileg für Kabelgebühren ab. Ab 01.07.2024 gilt: 

  • keine Kabelgebühren in Nebenkosten
  • künftig i.d.R. eigener Kabel-TV-Vertrag notwendig
  • Buchung direkt beim Netzbetreiber
    z.B. Vodafone, PYUR, EWE,...
  • evtl. doppelte Zahlungen für TV-Empfang entfallen
  • Übergangsphase noch bis 30. Juni 2024

Das neue TKMoG 2021

Fernsehen nach Wegfall der Kabelgebühren

Am 01. Dezember 2021 ist das Telekommunikationsmodernisierungsgesetz (TKMoG) in Kraft getreten. Dazu gehört auch die Abschaffung des Nebenkostenprivilegs ab 01. Juli 2024. Bald sind damit die Kabelgebühren für den TV-Zugang als Teil der Nebenkosten passé. Stattdessen können Mieter selbst entscheiden, ob sie für Kabelfernsehen zahllen möchte oder nicht.

Wer künftig weiterhin das Fernsehprogramm per Kabelanschluss empfangen möchte, braucht einen eigenen Kabel-TV-Vertrag. Dieser ist direkt beim zuständigen Kabelnetzbetreiber erhältlich. Der bundesweit größte Kabelnetzbetreiber ist Vodafone, in anderen Regionen sind PYUR, EWE oder weitere lokale Betreiber zuständig.

Nebenkostenprivileg für Kabelgebühren abgeschafft

Ab 01.07.24 entfallen die Kabelgebühren in Nebenkosten

Das Telekommunikationsmodernisierungsgesetz (TKG) vom 01. Dezember 2021 beinhaltet den Wegfall des Nebenkostenprivilegs. Durch eine Übergangsfrist bis 30. Juni 2024 blieb die Abschaffung der Kabelgebühren aus den Nebenkosten allerdings zunächst eher unter dem Radar. Inzwischen ist das Ende des Nebenkostenprivilegs jedoch allgegenwärtig. Was genau müssen Kabelhaushalte wissen?

Wann fällt das Nebenkostenprivileg?

Das Nebenkostenprivileg fällt zum 30.06.2024. Spätestens ab dem 01.07.2024 dürfen Kabelgebühren nicht mehr über die Nebenkosten abgerechnet werden.

Was bedeutet Wegfall des Nebenkostenprivilegs?

Jahrezehntelang genossen Kabelnetzbetreiber das Privileg, dass ihre Kabelgebühren als Teil der (Miet-)-Nebenkosten abgerechnet wurden. Die Gebühren für Kabel-TV wurden so auf viele Haushalte umgelegt. Diese Praxis ist ab dem 01.07.2024 nicht mehr gestattet.

Was ändert sich 2024 bei Kabelfernsehen?

Haushalte, die weiterhin Kabelfernsehen empfangen möchten, benötigen ab dem 01.07.2024 einen eigenen Kabel-TV-Vertrag. Diesen schließen sie direkt beim örtlichen Netzbetreiber ab. Statt über die Nebenkosten werden die Kabelgebühren dann künftig gesondert beglichen.

Wie kann ich nach Ende des Nebenkostenprivilegs Kabelfernsehen behalten?

Der Stichtag rückt näher: Bis zum 30.06.24 laufen verbliebene Sammelverträge für Kabel TV aus. Vermieter und Wohnungsgesellschaften informieren derzeit über das Ende der Kabel-TV-Grundversorgung. Wer weiter Kabelfernsehen nutzen möchte, kann etwa bei Vodafone und PYUR den Basis-Kabelanschluss buchen.

TV-Grundversorgung

Logo Vodafone

Vodafone TV Connect Start

  • in Haushalten mit Vodafone Kabeldose
  • Versorgungsvereinbarung notwendig
  • 69 SD-Sender und 28 HD-Sender
  • 350 Radiosender
  • keine Installation, zuverlässig und stabil

ca. 6,99 € - 12,99 € pro Monat
genaue Preise nach Adress-Prüfung

Zu TV Connect Start

TV-Grundversorgung

Logo PYUR

PYUR Basis TV

  • in Haushalten mit PYUR Kabeldose
  • Grundversorgung für Kabelfernsehen und Radio
  • bis 55 HD-Sender & 79 Sender in SD
  • keine Installation, zuverlässig und stabil
  • Vertragsstart ab Umstellungsdatum

ca. 3,50 € - 10,- € pro Monat
genaue Preise nach Adress-Prüfung

Zur PYUR TV

Was ist das Nebenkostenprivileg?

Doch zunächst sollte geklärt sein, was es mit dem Nebenkostenprivileg auf sich hat. Bisher haben Hausverwaltungen bzw. Hauseigentümer mit Kabelnetzbetreibern oft sogenannte Sammelverträge für den TV-Kabelanschluss abgeschlossen. Dabei hatten Vermieter dann die Möglichkeit, die Kabelgebühren für den TV-Anschluss über die Nebenkosten auf den Mieter umzulegen. Diese Umlage nennt sich Nebenkostenprivileg.

Das bedeutet: Mieter zahlen für einen gemeinschaftlichen TV-Kabelanschluss, ganz gleich, ob sie diesen nutzen oder nicht. Unter Umständen zahlen Nutzer dann sogar doppelt für ihren TV-Empfang, weil sie ihre Programme nicht über Kabel, sondern einen anderen Weg empfangen. Daher wird für einen höheren Verbraucherschutz das Nebenkostenprivileg zum 01. Juli 2024 abgeschafft (siehe auch Nebenkostenprivileg im Video).

Vor- und Nachteile Abschaffung des Nebenkostenprivilegs

Vorteile
  • keine Kabel-"Zwangsgebühr" über die Nebenkosten
  • völlige Wahlfreiheit beim TV-Empfang ohne doppelte Kosten
  • zahlreiche TV-Alternativen verfügbar
  • Internet über Kabel unabhängig vom Kabel-TV-Empfang
Nachteile
  • eigener Vertrag für Kabelfernsehen notwendig
  • häufig etwas teurer als "früher" über Nebenkosten

Timeline: Nebenkostenprivileg für Kabelgebühren

  • 01. Dezember 2021:
    TKMoG 2021 tritt in Kraft
    Beinhaltet u.a. Wegfall der Kabelgebühren in Nebenkosten
  • 01.12.2021 - 30.06.2024:
    Übergangsphase zur Abschaffung des Nebenkostenprivilegs
  • 01.07.2024:
    Freie Wahl des TV-Empfangs
    Freie Wahl des Internetanschlusses

Welche Alternativen zum Kabelfernsehen gibt es?

Ab Juli 2024 sind Verbraucher somit frei in der Wahl ihres TV-Empfangs. Auch muss nicht mehr für etwas gezahlt werden, das unter Umständen gar nicht benutzt wird. Aber: Mit Wegfall der Kabelgebühren in den Mietnebenkosten verabschiedet sich gleichzeitig auch der TV-Empfang über Kabel. Wer also nicht schon über andere Wege sein TV-Programm empfängt, sollte sich Gedanken machen, wie die Lieblingskanäle zukünftig auf den TV-Bildschirm kommen.

Die Alternativen heißen: Satellitenfernsehen, Antennen-TV oder Fernsehen per IPTV / Streaming. Viele Haushalte nutzen etwa Telekom Magenta TV statt Kabel TV, auch Waipu TV und Zattoo bieten populäre Lösungen. Klassisches Fernsehen über das Internet zu empfangen, ergänzt sich zudem in vielen Haushalten mit der Nutzung von Streaming Diensten, für die ebenfalls eine Internetverbindung notwendig ist. Wie die Möglichkeiten für Fernsehen ohne Kabel im Detail aussehen und welche Angebote es gibt, erklären wir auf der Seite Fernsehen ohne Kabel.

Alternative: Fernsehen per Internet Stream

Waipu TV Logo

Tipp: WaipuTV Perfect Plus

  • 272 Sender, davon 257 in HD
  • Pay-TV inklusive
  • 100 Stunden aufnehmen
  • 4 Streams gleichzeitig

0,- €
für 1 Monat, dann 12,99 € mtl.

Zu Waipu TV

Logo Zattoo

Tipp: Zattoo Smart HD

  • 181 Sender, davon 168 in HD
  • Restart & Live-Pause
  • Monatlich kündbar

0,- € für 30 Tage
dann 6,49 € pro Monat

jederzeit kündbar

Zu Zattoo

Logo Telekom

Tipp: Magenta TV Smart

  • 189 Sender, davon 73 in HD
  • RTL+ Premium inkl.
  • Timeshift-, Restart- & Aufnahme-Funktion

0,- € pro Monat
für 6 Monate, danach 10 € pro Monat
Bei Ende Kabel-TV-Pflicht: 9 Monate 0,- €

Zu Magenta TV

Streaming-Dienste mit eingeschränkter Programmauswahl

Neben diesen Streaming-Diensten mit großer Sendervielfalt gibt es weitere mit einer eingeschränkten Programmliste. Der Service Joyn Plus+ von ProSiebenSat.1 bietet ebenfalls eine stattliche Anzahl an Sendern, Nutzer müssen jedoch auf die Kanäle von RTL verzichten. Der Ableger RTL+ der RTL-Gruppe wiederum umfasst lediglich die eigenen Programme, taugt also nicht als umfassende Kabel-TV-Alternative.

Alternative: TV per Stream (eingeschränkte Auswahl)

Tipp: Joyn Plus+

  • 78 Live-TV Sender, davon 57 in HD
  • Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe
  • Mediathek: Originals, Filme, Serien
  • öffentlich-rechtliche Sender
  • monatlich kündbar

Wichtig: Enthält keine Sender der RTL-Gruppe.

0,- € für 7 Tage
für 7 Tage, danach 6,99 € pro Monat

Joyn PLUS+

Tipp: RTL+ Premium

  • 14 Sender in HD
  • Sender & Inhalte der RTL-Gruppe
  • Mediathek: Originals, Filme, Serien
  • monatlich kündbar

Wichtig: Keine öffentlich-rechtlichen Sender,
keine Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe.

6,99 € pro Monat

Zu RTL+ Premium

Fernsehen klassisch über Satellit oder Antenne

Neben den modernen Empfangswegen gibt es natürlich nach wie vor auch die klassischen Empfangsmöglichkeiten über Satellit und Antenne.

Alternative: Fernsehen über Satellit / Privat-HD mit HD+

Logo HD+

Tipp: HD+

  • 25 private HD-Sender entschlüsseln
  • RTL HD, Sat.1 HD, ProSieben HD,...
    + 3 Ultra-HD Sender

6,- € mtl.
oder 75 € pro Jahr

Zu HD+

Alternative: Fernsehen per Antenne

Freenet TV Logo

Tipp: Freenet TV

  • 46 HD-Sender
  • öffentlich-rechtliche Sender kostenfrei
    Privatsender nur mit Freenet TV

7,99 €mtl.

Zu Freenet TV

Das wird aus dem bisherigen Kabelanschluss

Durch die Abschaffung der Kabelgebühren aus den Nebenkosten fürchten Kabelanbieter eine Kündigungswelle der Mehrnutzerverträge. Zu ersten Kündigungen ist es bereits gekommen. Das ist kaum verwunderlich, schließlich kann sich ab Mitte 2024 jeder Verbraucher seinen TV Anbieter unabhängig vom Empfangsweg frei aussuchen, ohne zwangsläufig an das Kabel-Fernsehen gebunden zu sein (sofern doppelte Kosten vermieden werden sollen). Doch wie geht es mit dem Kabelanschluss nach Wegfall des Nebenkostenprivilegs weiter?

Für Mieter: Kabel Internet auch weiterhin möglich

Ist der Anschluss nicht nur zum Fernsehen, sondern auch für Kabel Internet und Festnetz in Betrieb, so können Letztere auch weiterhin genutzt werden. Lediglich die TV-Funktion entfällt. Dazu wird vom jeweiligen Kabelanbieter eine entsprechende Filterdose an der Kabeldose angebracht, welche den TV-Kabelanschluss deaktiviert.

Natürlich steht es Verbrauchern aber auch frei, einen anderen Internetanschluss zu wählen, z.B. über DSL, Glasfaser oder LTE/5G. Welche Technologie an der eigenen Wohnadresse möglich ist, zeigt unser unverbindlicher Verfügbarkeitscheck. Über die Adresseingabe, kann unter den verfügbaren Internet Tarifen der Beste ausgesucht werden.

Jetzt Verfügbarkeit prüfen

Für Vermieter: TV-Kabelvertrag gemeinsame Sache?

Das TKMoG 2021 sieht für Sammelverträge ein Sonderkündigungsrecht bis 30. Juni 2024 vor. Besitzer von Eigentumswohnungen sind in diesem Fall aber abhängig von einem gemeinsamen Beschluss der Eigentümergemeinschaft. Entscheidet sich diese gegen eine Kündigung oder versäumt es, rechtzeitig zu kündigen, laufen die bestehenden Verträge wie gehabt weiter. Die Kabelgebühren können dann aber nicht mehr über die Nebenkosten auf den Mieter umgelegt, sondern müssen von den Eigentümern selbst getragen werden.

Nach Wegfall des Nebenkostenprivilegs Kabelfernsehen empfangen

Soll der Kabelanschluss weiterhin für den TV-Empfang genutzt werden, so müssen Verbraucher ab dem 01.07.2024 aktiv einen TV-Kabelvertrag abschließen. Gegen eine monatliche Gebühr, wird der Kabelanschluss wieder aktiviert. Vodafone beispielsweise erreicht mit seinem Kabelnetz 24 Mio. Haushalte und bietet seinen TV-Kabelvertrag unter dem Namen Vodafone TV Connect an. Die Kosten für Vodafone Kabel macht der Anbieter abhängig vom Wohnort. Details zu den Kabelgebühren bei Vodafone haben wir genauer unter die Lupe genommen unter Vodafone Kabelgebühren.

Tipp: Vodafone Internet + TV Connect über DSLWEB 35% günstiger

Wer weiterhin Kabel Internet und Kabelfernsehen von Vodafone beziehen möchte, kann beides zusammen als Komplettpaket über DSLWEB günstiger buchen. Hier winkt ein Sofortbonus, der den monatlichen Durchschnittspreis noch einmal nach unten drückt. Für GigaZuhause 100 Kabel mit Vodafone TV Connect sind beispielsweise 24 Monate lang nur 19,04 € pro Monat zu zahlen. Das ist satte 35% günstiger als beim Anbieter direkt. Zusätzlich kommt außerdem ein Netflix Abo für 24 Monate kostenlos oben drauf.

DSLWEB Empfehlung

Logo Vodafone

GigaZuhause 100 Kabel + TV Connect + Netflix

Schnelles Internet + Festnetzanschluss + Kabelfernsehen verbinden.

  • 132 TV-Sender, davon 37 in HD
  • 100 Mbit Internetanschluss
  • Internet Flat & Allnet Flat
  • 125 € Sofortbonus
  • NETFLIX 24 Monate kostenlos
  • Kabelgebühren inklusive (mit TV Connect)

19,04 €
Durchschnitt / Monat*

- 35%

32,57 € Durchschnittspreis bei Vodafone
Wenn Du direkt bei Vodafone bestellst, bezahlst Du im Durchschnitt monatlich 32,57 € in den ersten 24 Monaten (alle Tarif-Kosten und Rabatte eingerechnet).

19,04 € bei Bestellung über DSLWEB
Bei Bestellung über DSLWEB sparst Du zusätzlich 125 € und erhältst 24 Monate lang die Kosten für ein Netflix Abo erstattet (maximal 24 x 4,99 € = 119,76 €). So ergibt sich ein günstigerer Durchschnittspreis von 19,04 € auf 24 Monate gerechnet.

Du sparst mit DSLWEB 35%

Weiter zum Angebot

Angebot gültig bis 26.05.2024

Steigen die Kosten für den Kabelanschluss?

Wer dem Kabelfernsehen treu bleiben möchte, wird zukünftig etwas tiefer für die TV-Kabelgebühren in die Tasche greifen müssen. Demnach wird sich laut der Verbraucherzentrale die Preiserhöhung für Kabelfernsehen aber im Rahmen halten. Im Vergleich zu den Sammelverträgen, sollen die Kosten für einen Einzelvertrag demnach bei rund 10 € pro Monat liegen, das macht einen Anstieg um ca. 3 € monatlich.

Nicht nur Vodafone, auch andere Kabelanbieter wie etwa PYUR bieten Lösungen an, um weiterhin Kabelfernsehen empfangen zu können. PYUR Kunden beispielsweise bewegen sich 3,50 € uns 10 € pro Monat für PYUR Basis TV. Wie es hier nach Abschaffung der umgelegten Kabelgebühren weiter geht, erklären wir auf PYUR Nebenkostenprivileg.

Tipp: Falls du noch keine Idee hast, wie und bei welchem Anbieter Du zukünftig dein TV-Programm empfangen möchtest, hilft unser kostenloser TV-Check am Anfang der Seite weiter. Gib unverbindlich Deine Adresse ein und du erhältst die besten TV-Angebote an Deinem Standort.

Weitere Vorteile aus dem TKMoG 2021 für Verbraucher

Die Abschaffung des Nebenkostenprivilegs ist nur ein Punkt, der bei der Modernisierung des Telekommunikationsgesetzes eine Rolle spielt. Darüber hinaus sind weitere verbraucherfreundliche Maßnahmen ergriffen worden, die unter anderem Internetanschlüsse oder auch Vertragslaufzeiten betreffen. Die wichtigsten Kernpunkte sind im Folgenden knapp zusammengefasst:

TKMoG 2021

Abbau regelnder Barrieren für Telekommunikationsnetzausbau

  • flächendeckende Versorgung mit Telekommunikationsdiensten
  • vereinfachte und kürzere Genehmigungsverfahren

Anspruch auf Internetzugang

Schutz der Verbraucher bei Vertragslaufzeiten

  • Internet Vertragslaufzeit nach Mindestlaufzeit monatlich kündbar

Änderungen des Nebenkostenprivilegs

  • TV-Kabelanschluss nach 2-jähriger Übergangszeit kündbar
  • Kostenumlage der Glasfaser-Netzinfrastruktur in Gebäuden

Fragen & Antworten zum Nebenkostenprivileg

Wann wird das Nebenkostenprivileg abgeschafft?

Das Nebenkostenprivileg wird zum 30. Juni 2024 abgeschafft. Ab 01. Juli 2024 können die Kabelgebühren für den TV-Empfang nicht mehr über die Nebenkosten auf den Mieter umgelegt werden. Bis dahin befindet sich die Umsetzung der Nebenkostenprivileg-Abschaffung in einer Übergangsphase.

Wer zahlt die Kabelgebühren - Mieter oder Vermieter?

Aktuell zahlen Mieter die TV-Kabelgebühren über die Nebenkosten. In der Regel schließen Vermieter Sammelverträge für Kabelfernsehen mit den Kabelnetzbetreibern ab. Diese Kabelgebühren werden dann über die Mietnebenkosten auf den Mieter umgelegt. Doch das ändert sich bald, denn das Nebenkostenprivileg wird zum 30. Juni endgültig abgeschafft.

Sind Kabelgebühren in den Nebenkosten enthalten?

Ja, derzeit sind die Kabelgebühren noch in den Nebenkosten enthalten. Das liegt daran, dass durch das Nebenkostenprivileg die TV-Kabelgebühren über die Nebenkosten auf den Mieter umgelegt werden können. Ab 01. Juli 2024 tritt die Abschaffung des Nebenkostenprivilegs in Kraft, sodass ab diesem Zeitpunkt keine TV-Kabelgebühren mehr über die Nebenkosten abgerechnet werden dürfen. Wer Kabel-TV empfangen möchte, muss dann einen eigenen Kabelanschluss abschließen.

Wie teuer sind die Kabelgebühren bei Vodafone?

Ist eine Kabelbuchse im Haus vorhanden, kann diese mit Bestellung von Vodafone TV Connect Start für Kabelfernsehen wieder freigeschaltet werden. Die Kosten sind abhängig von der Wohnadresse. Grundsätzlich gilt: Wer ab dem 01. Juli 2024 wie gewohnt Kabel-Fernsehen empfangen möchte, muss künftig selbst einen Kabelanschluss-Vertrag abschließen.

Was passiert mit dem Kabelanschluss, wenn ich ihn nicht nutze?

Wird der vorhandenen Kabelanschluss nicht genutzt, so sperrt der Kabelanbieter den ungenutzten Zugang. Das geschieht entweder durch eine Sperrdose direkt in der Wohnung oder die Sperrung erfolgt zentral im Keller für die jeweiligen Wohneinheiten ungenutzter Kabelanschlüsse.

Kann ich meinen Internet-Festnetzvertrag weiterhin über den Kabelanschluss nutzen?

Ja, Internet und Festnetz können nach wie vor über die Kabelbuchse bezogen werden. Wird dabei auf Kabel-TV verzichtet, erfolgt die Installation einer Filterdose, damit kein TV-Signal mehr über Kabel empfangen werden kann.

Vera Reichmann-Stoltenfeldt -

Vera Reichmann-Stoltenfeldt
DSLWEB-Redakteurin seit 2019

v.reichmann-stoltenfeldt@dslweb.de

DSLWEB Redakteurin Vera Reichmann-Stoltenfeldt ist seit 2019 Expertin für Internetanbieter und Verbraucherschutz in Deutschland. In Artikeln und Erfahrungsberichten nimmt sie die aktuelle Telekommunikations-Rechtsprechung in den Fokus. Weitere Schwerpunkte ihrer redaktionellen Arbeit sind die besten Internet Angebote und der Anbieterwechsel.


Wichtiger Hinweis: Diese Informationen stellen keine Rechtsberatung sondern allgemeine Hinweise dar, für deren Vollständigkeit und Richtigkeit wir keine Haftung übernehmen können. Bei (konkreten) rechtlichen Fragen und für eine Rechtsberatung wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt.


Das neue TKMoG 2021

Recht und Gesetz im Überblick

Das Recht auf "schnelles" Internet ist nur eine von vielen Neuerungen, die aus geänderten Richtlinien der EU sowie der Novellierung des deutschen TK Gesetzes resultieren. Auch weitere Verbraucherrechte wurden gestärkt und erweitert, worüber DSLWEB ausführlich berichtet.

Zum DSLWEB Special Recht und Gesetz

Recht und Gesetz

Unser Versprechen

Unser Versprechen
  • Kompetent: Tarifexperten seit 2002
  • Unabhängig: Transparent und objektiv
  • Günstig: Immer erstklassige Angebote