Internet Verfügbarkeit

So steht es um den Breitband-Ausbau in Deutschland

Die Internetanbieter locken mit immer höheren Verbindungsgeschwindigkeiten von 50, 100, 200, 400 oder sogar 500 Mbit/s. Teilweise gibt es auch schon Gigabit Internet mit 1.000 Mbit/s. Nur sind gerade solche Highspeed-Anschlüsse noch längst nicht überall erhältlich. Gerade zwischen ländlichen und städtischen Regionen gibt es immer noch ein sehr deutliches Gefälle, wenn es um die Internet Verfügbarkeit geht.

Aktualisiert 12.03.2020
Internet Verfügbarkeit prüfen - Wo gibt es welche Bandbreite? 4.5 / 5 469 1 Sterne 2 Sterne 3 Sterne 4 Sterne 5 Sterne (469)

Schnell-Check: DSL Verfügbarkeit prüfen!


Ein breitbandiger Internetanschluss ist heutzutage fast im gesamten Bundesgebiet zu bekommen. Dass es sich dabei aber wirklich um "schnelles Internet" handelt, ist längst nicht garantiert. Grundsätzlich geht nämlich bereits eine Verbindung mit einer vergleichsweise kümmerlichen Download-Geschwindigkeit von 1 Mbit/s als "Breitband" durch - eine offizielle Breitband-Definition gibt es in Deutschland nämlich nicht.

Ob Breitband-Internet am eigenen Standort überhaupt verfügbar ist, ist heute also immer weniger die Frage. Vielmehr ist es für den Nutzer wichtig, auf welche Geschwindigkeit er hoffen darf - und welche Technologien ihm vor Ort offenstehen. Dies ist unter anderem interessant, um zuhause ein WLAN Netzwerk aufzubauen und heimische Geräte kabellos mit dem Internet zu verbinden.

Trotzdem hat sich die Lage gerade in den letzten Jahren auch in den weniger dicht besiedelten Regionen deutlich verbessert. Ein entscheidender Grund für die immer höhere Internet Verfügbarkeit ist nicht zuletzt der inzwischen verfügbare Technologie-Mix: Neben dem klassischen DSL Anschluss lässt sich schnelles Internet beispielsweise auch über das TV-Kabel oder den modernen LTE Mobilfunk realisieren.

Internet Verfügbarkeit im Vergleich - die Netzabdeckung

Die folgende Tabelle zeigt die Internet Verfügbarkeit bei den wichtigsten deutschen Breitband-Providern, jeweils gestaffelt in fünf Geschwindigkeitskategorien. Hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den klassischen DSL Anbietern und den regional agierenden Kabel Internet Anbietern: Letztere decken zwar ein kleineres Ausbaugebiet ab, dafür können sie aber fast in ihrem gesamten Netz Highend-Anschlüsse bereitstellen. Ein Klick auf einen der aufgeführten Internetanbieter führt direkt zu unserer Detailseite mit einer Möglichkeit zur Überprüfung der Internet Verfügbarkeit an der eigenen Adresse.

Internet Verfügbarkeit

Anbieter bis
16 Mbit
bis
50 Mbit
bis
100 Mbit
bis
200/250 Mbit
Gigabit
Logo Vodafone

Vodafone Internet Verfügbarkeit
Kabelnetz oder klassisches DSL/VDSL
in allen Bundesländern

98%

85%

85%

58%

28%

Logo Telekom

Telekom DSL Verfügbarkeit
in allen Bundesländern

96%

84%

76%

59%

3%

Logo o2

o2 DSL Verfügbarkeit
in allen Bundesländern

96%

84%

76%

59%

-

Logo 1&1

1&1 DSL Verfügbarkeit
in allen Bundesländern

98%

87%

79%

62%

1%

Vodafone Kabel Logo

Vodafone Kabel Verfügbarkeit
Kabelnetz in allen Bundesländern
außer NRW, Hessen und BW

58%

58%

58%

58%

40%

Logo Vodafone im Unitymedia Netz

Unitymedia Verfügbarkeit
NRW, Hessen, Baden-Württemberg

27%

27%

27%

27%

3%

Eazy Verfügbarkeit
im gesamten Unitymedia-Kabelnetz
(Hessen, NRW und BW)

27%

27%

-

-

-

Logo PYUR

PYUR Verfügbarkeit
v.a. Berlin, Brandenburg, Thüringen,
Sachsen, Sachsen-Anhalt

6%

6%

6%

6%

2%

Logo Deutsche Glasfaser

Deutsche Glasfaser Verfügbarkeit
Kerngebiete in NRW, Schleswig-Holstein,
Bayern und Niedersachsen

2%

2%

2%

2%

2%


Internetverfügbarkeit im Festnetz: DSL, VDSL, Kabel + Glasfaser

Schnelles Internet für Zuhause kommt in aller Regel über einen Festnetzanschluss ins Haus. Das ist zum einen der klassische DSL Anschluss, bei dem die Anbindung der Endgeräte an der Telefondose erfolgt. Wer eine TV-Kabeldose im Haus hat, kann Breitband Internet aber auch über das Kabelnetz beziehen.

Die großen DSL Anbieter sind dabei bundesweit aktiv und können nahezu überall einen Internetanschluss schalten. Welche Geschwindigkeit sie bereitstellen können, ist allerdings stark von den technischen Gegebenheiten vor Ort abhängig. So bringt es der klassische DSL Anschluss, der auf der Kupfer-Telefonleitung basiert, auch im besten Fall maximal auf 16 Mbit/s - und mit zunehmendem Abstand vom Verteilerkasten sinkt der mögliche Datendurchsatz rapide ab.

Höhere DSL Geschwindigkeiten lassen sich über die VDSL Anschlusstechnik realisieren. Die Daten werden hier fast den gesamten Weg bis zum Nutzer über Glasfaserleitungen geführt, nur die sogenannte Letzte Meile vom Verteiler bis zu den einzelnen Haushalten basiert noch auf dem alten Kupferkabel. Dementsprechend ist die VDSL Internetverfügbarkeit aber auch deutlich geringer, selbst wenn VDSL gerade in Ballungsgebieten mittlerweile durchaus weit verbreitet ist. In immer mehr VDSL Ausbaugebieten sind darüber hinaus die Beschleunigungs-Techniken Vectoring und Supervectoring im Einsatz, die nochmals für einen deutlichen Geschwindigkeitsschub (bis zu 250 Mbit/s) sorgen.

Der reine Glasfaseranschluss, bei dem die Glasfaser direkt bis zum Haus oder sogar bis in die einzelnen Haushalte reicht, ist dagegen immer noch eine echte Ausnahme und nur punktuell verfügbar. Kein Wunder, da dieser Ausbau der Internet Verfügbarkeit meist aufwendige Bauarbeiten erfordert, die sich für die Anbieter am ehesten in Neubaugebieten oder im Auftrag von Großkunden rechnen.

Festnetz-Technik ab 16 Mbit/s ab 50 Mbit/s ab 100 Mbit/s ab 200 Mbit/s ab 1 Gbit/s

Festnetz gesamt

94,6%

90,2%

81,8%

73,4%

34,1%

DSL Verfügbarkeit

90,9%

81,2%

65,4%

39,7%

-

Kabel Internet Verfügbarkeit

66,4%

66,2%

65,2%

65,0%

29,3%

Glasfaser Verfügbarkeit

10,5%

10,5%

10,5%

10,5%

10,5%

Quelle: Bericht zum Breitbandatlas Mitte 2019 - atene KOM GmbH / BMVI 2019

Die Eigenarten der verschiedenen Breitband-Technologien spiegeln sich auch in der obenstehenden Aufstellung aus dem letzten Bericht zum deutschen Breitbandatlas von Mitte 2019 wieder, der im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) erstellt wurde: So können klassische DSL Anschlüsse mit mindestens 16 Mbit/s in rund 95 Prozent der deutschen Haushalte bereitgestellt werden. Über die Nachfolgetechnologie VDSL wiederum können bereits 81,2 Prozent der Haushalte mit mindestens 50 Mbit/s versorgt werden. Bei den Geschwindigkeiten ab 100 Mbit/s (VDSL Vectoring und Supervectoring) fällt die Internet Geschwindigkeit dann schon deutlich geringer aus. Eine anschauliche Darstellung dieser Unterschiede liefert zum Beispiel die interaktive Telekom Ausbaukarte auf deren Website.

Kabel Internet wiederum ist zwar insgesamt für weniger Haushalte verfügbar, diese erhalten dann in aller Regel aber auch sehr hohe Geschwindigkeiten. Das Extrem in diese Richtung bilden die FTTH ("Fiber-to-the-Home") Glasfaseranschlüsse - sie sind nur sehr selten zu bekommen, dafür aber immer äußerst leistungsstark.

Internet Verfügbarkeit über das TV-Kabel

Eine zu DSL mindestens ebenbürtige Lösung bilden die Kabel Internet Angebote der Kabel-TV-Anbieter. Sie bieten Surfgeschwindigkeiten, die meist deutlich über dem DSL Niveau liegen und verfügen in der Regel zu vergleichbaren Preisen über dieselben Features wie die Komplettpakete der DSL Anbieter.

Allerdings ist die Kabel Internet Verfügbarkeit deutlich geringer. Grundvoraussetzung ist zunächst ein Kabel-TV-Anschluss - also eine Kabeldose, die an das Netz des örtlichen Providers angebunden ist. Anders als bei DSL kann bei Kabel Internet vor Ort immer nur das Angebot eines Anbieters gebucht werden.

Vodafone etwa bietet seine Kabel-Produkte im ehemaligen Kabel Deutschland Netz in 13 Bundesländern an, Unitymedia ist in NRW, Hessen und Baden-Württemberg aktiv. Vodafone, PYUR und weitere kleine Betreiber teilen sich den Rest der Bundesrepublik. Der Kabel Internet Vorabcheck zeigt nach Eingabe der eigenen Postleitzahl umgehend an, welcher Anbieter vor Ort Internet über das TV Kabel bereitstellen kann:

Welcher Kabel-Anbieter versorgt mein Gebiet?


LTE - Internet in DSL Geschwindigkeit per Mobilfunknetz

In Haushalten, in denen weder eine schnelle Internet-Verbindung über DSL noch über Kabel Internet möglich ist, kann LTE eine gute Alternative sein. LTE (Long Term Evolution) ist eine Technologie, die seit 2011 im Mobilfunk eingesetzt wird und vorrangig das mobile Internetsurfen unterwegs für Smartphones, Tablets und andere Geräte schneller macht.

Der sogenannte 4G Mobilfunkstandard ist der Nachfolger von 3G (UMTS) und ermöglicht unter optimalen Bedingungen inzwischen Datenraten von bis zu 500 Mbit/s. In Mobilfunktarifen setzt er sich zunehmend durch und gehört vor allem bei den Tarifen der großen Netzbetreiber bereits zur Grundausstattung.

LTE kommt aber nicht nur unterwegs zum Einsatz, sondern wird unter anderem von der Telekom, Vodafone und Congstar auch als stationäre Lösung für Zuhause angeboten. Das Prinzip: Der Verbraucher erhält einen speziellen LTE Router, der sich über das schnelle Mobilfunknetz ins Internet einwählt. Die heimischen Endgeräte wie Computer, Tablets und Konsolen können dann wie gewohnt per WLAN-Funk oder Netzwerkkabel mit dem Router verbunden werden.

Wie die Tabelle unten zeigt, haben die Ausbauanstrengungen der letzten Jahre Früchte getragen: Sowohl der Mobilfunk der dritten Generation als auch der neuere LTE Mobilfunk sind mittlerweile flächendeckend verfügbar. Gerade bei der tatsächlich nutzbaren Bandbreite im mobilen Netz gibt es regional allerdings immer noch große Unterschiede. Trotzdem trägt gerade LTE für Zuhause dazu bei, Lücken in der Breitband-Abdeckung aufzufüllen.

Noch ganz am Anfang steht der neue 5G Mobilfunk. Zwar haben die beiden Netzbetreiber Vodafone und Deutsche Telekom Mitte 2019 den öffentlichen 5G Betrieb aufgenommen, dieser beschränkt sich bislang jedoch auf einige wenige Antennenstandorte. Zudem eignen sich die derzeit für 5G zur Verfügung stehenden Funkfrequenzen in erster Linie für die Erschließung von dicht besiedelten, großstädtischen Räumen. Der 5G Ausbau in der Fläche wird also noch etwas auf sich warten lassen.

Mobilfunk-Technologie Abdeckung Haushalte

UMTS Verfügbarkeit (3G)

91,8%

LTE Verfügbarkeit (4G)

97,7%

5G Verfügbarkeit

(erste Standorte seit Juli 2019)

Quelle: Bericht zum Breitbandatlas Mitte 2019 - atene KOM GmbH / BMVI 2019

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