Glasfaser Haustürgeschäfte
Achtung vor Glasfaser Vertretern: So vermeidest Du Fallstricke beim Glasfaserausbau
Der Weg zum modernen Glasfaser-Internet sorgt bei Verbrauchern mitunter für Ärger und Frust. Denn die Vermarktung erfolgt in den Ausbaugebieten vielfach über Haustürgeschäfte. Anwohner klagen zuweilen über penetrante Glasfaservertreter, zweifelhafte Geschäftspraktiken und überteuerte Verträge. Wir geben Dir Tipps, wie Du falsche Verträge und Kostenfallen vermeidest.

Glasfaserausbau: Warum Glasfaser Vertreter an der Haustür?
Bundesweit laufen Ausbauprojekte, welche neue Glasfaserleitungen bis ins Haus und die Wohnungen von Verbrauchern bringen. Doch der Weg zum modernen Internet sorgt mitunter für Ärger und Verwirrung. Die Vermarktung von neuen Glasfaser Hausanschlüssen und Tarifen übernehmen häufig Vertreter vor Ort, die von Haustür zu Haustür ziehen. Die Rede ist gar von Drückerkolonnen, die über ganze Viertel herfallen.
Der Glasfaserausbau bis ins Haus ist eigentlich der richtige Weg. Nur so entsteht eine leistungsstarke, zukunftsfähige Infrastruktur. Die genannten Praktiken sorgen jedoch für Verunsicherung. Viele Bürger lehnen Glasfaser deshalb schlichtweg ab, obwohl sie eigentlich vom Ausbau profitieren könnten.
Rat vom Glasfaser-Experten
"Nicht von undurchsichtigen Verträgen, aufdringlichen Vertretern und Panikmache verunsichern lassen. Stattdessen ausführlich informieren und abwägen. Und vor allem: Niemals direkt an der Haustür einen Vertrag unterschreiben, sondern Verträge und Angebote in Ruhe prüfen."
Vorteile von Glasfaser Internet
Was hat es überhaupt mit dem Glasfaserausbau auf sich? Bundesweit entstehen millionenfach neue Glasfaser Hausanschlüsse. Die Glasfaserkabel werden dabei bis in die Keller, im Optimalfall auch bis in die Wohnungen gelegt (FTTB / FTTH). Diese reinen Glaserfaserverbindungen ermöglichen besonders stabiles Internet mit sehr hohen Datenübertragungsraten. Haushalte mit modernem Glasfaseranschluss sind für eine Zukunft mit steigendem Bandbreiten-Bedarf gerüstet.
Ziel der Bundesregierung ist eine flächendeckende Glasfaser-Versorgung bis 2030. Von diesem Ziel sind wir momentan noch weit entfernt. In Deutschland besitzen rund 16 Mio. Haushalte einen solchen Anschluss, das entspricht etwa 38%. Deshalb laufen bundesweit Ausbauprojekte. Verwirrend macht es die große Zahl an Anbietern und Firmen, die in den Straßen neuen Leitungen legen. Zu den größten Ausbauunternehmen zählen die Deutsche Telekom, Deutsche Glasfaser und Vodafone OXG.
Chance auf kostenlosen Glasfaseranschluss bis ins Haus nutzen
Wer die Chance auf einen Glasfaser-Hausanschluss hat, sollte sie ergreifen. Denn die Anbieter legen die Kabel im Rahmen aktueller Ausbauprojekte kostenlos ins Gebäude. Auch die Telekom bietet das unentgeltlich an. Eigentümer können so viel Geld sparen und erhöhen gleichzeitig den Wert ihrer Immobilie. Das bringt fast nur Vorteile:
Vorteile und Nachteile von Glasfaser Internet
- sehr hohe Datenübertragungsraten in Up- und Download
- kaum Tempoverlust: gebuchte Bandbreite kommt beim Kunden an
- zukunftsfähig: ausgelegt auf weit höhere Datenraten als bislang erhältlich
- Ausbau: neuer Glasfaser Hausanschluss in der Regel kostenlos
- geringerer Energieverbrauch
- Wertsteigerung für Immobilien
- robust gegenüber Störeinflüssen
- kostenloser Glasfaseranschluss nur im Rahmen von Ausbauprojekten
- teilweise Vorvermarktungsquote von 40% notwendig
Tipps für den richtigen Glasfaser Vertrag
Eigentümer müssen für den neuen Glasfaser Hausanschluss einen sogenannten Gestattungsvertrag ausfüllen, mit dem sie der Verlegung über das Grundstück bis in Haus zustimmen. Ergänzend verlangen die meisten Anbieter einen Vorvertrag für einen Glasfaser Tarif. Heißt: Sie buchen im Vorfeld einen Tarif für Glasfaser Internet, der jedoch erst mit Schaltung des Anschlusses aktiv wird. Vereinzelt gibt es auch Unternehmen, die ohne Vorvertrag ausbauen. Dann ist lediglich der Gestattungsvertrag notwendig.
Konkret sollten Verbraucher bei Glasfaser Haustürgeschäften folgende Hinweise beachten:
Nichts unterschreiben, Zeit nehmen
Unterschreibe den Glasfaservertrag nie sofort, und zwar weder auf Papier noch auf dem Tablet. Lass Dir Angebot und Vertrag aushändigen und prüfe die Unterlagen anschließend genau. Der Vertreter sollte die Vertragsunterlagen entweder schriftlich weitergeben oder zumindest als Anhang in einer E-Mail.
Nicht unter Druck setzen lassen
Mitunter versuchen Vertreter, Druck aufzubauen. Etwa indem sie von einer anstehender DSL Abschaltung sprechen. Ein solches Vorgehen ist hochgradig unseriös: Denn der neue Glasfaseranschluss wird stets parallel zur bestehenden Infrastruktur ausgebaut. Der "alte" Telefon- und DSL-Anschluss oder Kabelanschluss bleibt also bestehen. Und ohnehin gilt: Niemand wird Deinen bestehenden Internetzugang (z.B. über DSL) kappen, wenn Du nicht vorher auf Glasfaser umgestiegen bist.
Nach alternativen Glasfaser Tarifen fragen
Vertreter bieten bevorzugt teure, überdimensionierte Tarife an. Also etwas Glaserfaser Internet mit Datenraten bis 1000 Mbit/s bei hoher monatlicher Grundgebühr. Dabei erfüllen auch kleinere Tarife mit geringerer Geschwindigkeit ihren Zweck. Auch sie bringen stabiles, schnelles Internet ins Haus – aber zu einem günstigeren Preis. Wir empfehlen etwa ein Angebot mit 250 Mbit/s oder 300 Mbit/s im Download. Auch ein 100er-Tarif kann für Sparfüchse sinnvoll sein.
Vertreter unter die Lupe nehmen
Bist Du unsicher, mit wem Du es zu tun hast? Dann kannst Du den Vertreter ganz genau unter die Lupe nehmen. Lass Dir den Dienstausweis, einen Autorisierungsbrief oder die Dienstnummer zeigen. Anschließend kannst Du Dich beim Anbieter erkundigen. Die Telekom bietet z.B. eine kostenfreie Autorisierungs-Hotline an, über die sich Verbraucher über die Vertreter vor Ort informieren können.
Weitere Quellen nutzen
Verlass Dich bei der Tarif- und Anschluss-Beratung nicht allein auf den Vertreter. Besuche beispielsweise Infoveranstaltungen in der Gemeinde. Oder erkundige Dich bei Nachbarn und anderen Anwohnern. Auch unabhängige Plattformen wie DSLWEB.de bieten hilfreiche Informationen.
Widerrufsrecht beanspruchen
Hast Du schon voreilig einen Vertrag abgeschlossen? - Dann prüfe ihn spätestens jetzt ganz genau und mach eventuell von Deinem Widerrufsrecht Gebrauch. Grundsätzlich steht Verbrauchern bei Haustürgeschäften ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Das gilt im Übrigen auch für telefonisch oder online abgeschlossene Geschäfte.

Offene Fragen klären: Hausverkabelung und Ausbauquote
Wer sich für einen Glasfaseranschluss und einen Vorvertrag entscheidet, sollte obendrein ein paar offene Fragen klären.
Wer übernimmt die Hausverkabelung?
Die Anbieter verlegen die Glasfaser mitunter nur bis in den Keller des Hauses. Was passiert aber mit der Leitungsführung im Gebäude? - Das solltest Du genau mit dem Anbieter besprechen. Häufig müssen zum Beispiel Eigentümer in Einfamilienhäuser Leerrohre innerhalb des Gebäudes bereitstellen, die Verlegung der Lichtwellenleiter durch die Rohre wird dann übernommen.
In Mehrfamilienhäuser gilt oft eine abweichende Regelung. Mit Glück übernimmt der Glasfaser Anbieter dann die komplette Hausverkabelung. Oder das Ganze ist für einen geringen Aufpreis möglich.
Ausbau nur nach erfolgreicher Vorvermarktung?
Achtung auch bei Verträgen mit einer Ausbauquote: Zuweilen verlegen die Glasfaseranbieter nämlich nur, wenn genügend Anwohner mitmachen und einen Glasfaseranschluss bestellen. Dann wichtig: Was passiert, wenn diese Quote nicht erreicht wird? Hier solltest Du unbedingt auf den Wortlaut im Vertrag achten. Im Regelfall wird der Vorvertrag dann storniert.
Warum schickt die Telekom wegen Glasfaser Mitarbeiter an die Haustür?
Zum Abschluss stellen wir noch ganz offen die Frage: Warum schicken die Telekom und andere Glasfaser Netzbetreiber überhaupt Vertreter an die Haustür? - Ganz einfach: Um eine möglichst große Zielgruppe zu erreichen und den Ausbau voranzubringen.
Für viele Provider bleibt der Direktvertrieb an der Haustür unerlässlich. Die Telekom formuliert etwa ganz klar: "Ohne Direktvermarktung wird der Glasfaserausbau in Deutschland nicht gelingen. Um das zu erreichen, braucht es Informationen und eine intensive Beratung vor Ort im direkten Kontakt mit den Menschen."
Tariftipp
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