Auf DVB-T folgt DVB-T2

DVB-T Abschaltung

Nur mit Umstieg auf DVB-T2 lassen sich schwarze Bildschirme vermeiden

Seit Ende März 2017 läuft das Antennen-Fernsehen in weiten Teilen Deutschlands über den neuen DVB-T2 Standard. In vielen Haushalten ist der bisherige DVB-T Empfang bereits Geschichte, im Jahresverlauf 2018 kommen noch weitere Regionen hinzu. Wer nicht rechtzeitig umrüstet, muss mit einem schwarzen Bildschirm rechnen. Wir sagen, worauf Verbraucher achten sollten.

Aktualisiert 25.04.2018
DVB-T Abschaltung - ab 29.03.2017 droht schwarzer Bildschirm 4.11 / 5 27 1 Sterne 2 Sterne 3 Sterne 4 Sterne 5 Sterne (27)

DVB-T hat ausgedient! Zumindest für 60 Millionen Bundesbürger ist dies mittlerweile der Fall. Denn dort ist über den bisherigen DVB-T Standard kein Empfang mehr möglich. Fernsehen über Antenne funktioniert hier nur noch über den Nachfolger DVB-T2. Für den Verbraucher ist dies aber gleichbedeutend mit Verbesserungen: Zum einen erhöht sich die Senderzahl bei DVB-T2 auf bis 40, zum anderen gibt es hier zum ersten Mal über Antenne auch HDTV.

DVB-T Abschaltung - das müssen Sie wissen

Das Positive zuerst - wer in den großen Ballungsgebieten wohnt und schon früher über DVB-T sein TV-Programm empfängt, kommt seit dem 29. März 2017 in den Genuss des neuen DVB-T2 Angebots. Allerdings ist in der Regel der Einsatz von neuen Geräten notwendig. Beispielsweise kann der frühere DVB-T Receiver nicht für den neuen DVB-T2 Standard verwendet werden.

Beim Empfangsgerät kann wahlweise auf ein TV-Gerät mit integriertem DVB-T2 Empfänger oder einen DVB-T2 Receiver zurückgegriffen werden. Darüber hinaus wird noch eine DVB-T2 Antenne benötigt, allerdings lässt sich die bislang genutzte DVB-T Antenne in der Regel auch beim neuen Standard weiterverwenden.

DVB-T Abschaltung - hier droht der schwarze Bildschirm

Mit dem Start des DVB-T2 Regelbetriebs am 29.03.2017 endete bei 55 Millionen Bundesbürgern auf einen Schlag die bisherige DVB-T Übertragung. Nur wer auf DVB-T2 gewechselt hat, sitzt dort vor keinem schwarzen Bildschirm. Weitere Informationen zur Umstellung auf DVB-T2 haben wir hier zusammengefasst: DVB-T2 Verfügbarkeit

Allerdings ist DVB-T noch nicht überall abgeschaltet worden. Gerade in kleineren Städten und Gemeinden läuft der alte Standard in einer Übergangsphase zunächst noch weiter. Das hat aber spätestens 2019 ein Ende und DVB-T ist spätestens dann deutschlandweit Geschichte. Im April 2018 stand die Abschaltung in weiteren Regionen an. Welche das genau sind, haben wir zusammengefasst unter DVB-T Abschaltung: Nächste Ausbauwellte rollt am 25. April 2018.

DVB-T Abschaltung - diese Standorte sind betroffen

In der folgenden Übersicht (Stand 25.04.2018) haben wir alle Senderstationen aufgelistet, an denen der alte DVB-Standard mittlerweile abgeschaltet wurde. Hier ist seither ausschließlich DVB-T2 möglich. Hinweis: Wenn bei einer Senderstation "nur ARD + ZDF" vermerkt ist, wird es im Umkreis des Senders die öffentlich-rechtlichen Sender, aber kein Freenet TV und damit keine großeen privaten HD Programme über DVB-T2 geben, bei Angabe von "nur ARD" laufen dort keine ZDF Sender und auch kein privates HDTV.

Aachen-Stadt

Aachen-Stolberg
nur ARD + ZDF

Augsburg (Hotelturm)

Aurich
nur ARD + ZDF

Bad Lauterberg
nur ARD

Bad Pyrmont
nur ARD + ZDF

Baden-Baden

Berlin-Alexanderplatz

Berlin-Schäferberg

Berlin-Scholzplatz
nur ARD

Bielefeld
zunächst nur ARD + ZDF, Freenet TV ab Sommer 2018

Bonn-Venusberg

Booßen
nur ARD + ZDF

Braunschweig

Braunschweig-KW

Bremen

Bremerhaven (Schiffdorf)

Brocken
nur ARD + ZDF

Büttelberg
nur ARD

Bungsberg
nur ARD + ZDF

Cuxhaven (Stadt)
nur ARD + ZDF

Darmstadt

Dillberg
nur ARD + ZDF

Dortmund

Dresden (Wachwitz)

Düsseldorf

Erfurt

Essen

Flensburg
nur ARD + ZDF

Frankfurt

Freiburg

Freiburg (Schönberg)

Gelbelsee
nur ARD + ZDF

Gelsenkirchen Scholven
nur ARD

Göttelborner Höhe
nur ARD

Göttingen (Espol)
nur ARD + ZDF

Göttingen (Hetjershausen)
nur ARD

Großer Feldberg

Gummersbach
nur ARD + ZDF

Habichtswald

Hagen

Halle-Stadt

Hamburg

Hamburg Moorfleet
nur ARD

Hamburg-Höltigbaum

Hannover

Hannover-Hemmingen
nur ARD + ZDF

Heidelberg

Heringsdorf
nur ARD + ZDF

Hochberg
nur ARD + ZDF

Hohe Warte
nur ARD + ZDF

Hohe Wurzel

Hoher Meissner
nur ARD + ZDF

Holzminden
nur ARD

Jena-Kernberge

Karlsruhe

Kassel (Söhrewald)

Kerlingen
nur ARD

Kiel

Kleve
nur ARD

Koblenz (Kühkopf)

Köln-Colonius

Kreuzberg
nur ARD

Langenberg

Leipzig

Lingen
nur ARD + ZDF

Löbau
nur ARD + ZDF

Lübeck-Berkenthin

Lüneburg
nur ARD + ZDF

Magdeburg-Stadt

Mannheim

Minden
nur ARD + ZDF

München

Münster (Baumberge)
nur ARD + ZDF

Münster (Stadt)

Nürnberg

Osnabrück
nur ARD + ZDF

Osnabrück (Stadt)

Pfaffenberg
nur ARD + ZDF

Pfaffenhofen
nur ARD + ZDF

Pforzheim

Reutlingen

Rhön (Bischhofsheim)
nur ZDF

Rimberg
nur ARD + ZDF

Rostock-Toitenwinkel

Saarbrücken Halberg
nur ARD

Saarbrücken-Schock.
keine ARD

Schleswig
nur ARD + ZDF

Schwerin

Sibbesse
nur ARD + ZDF

Spiesen
nur ARD

Steinkimmen
nur ARD + ZDF

Stockelsdorf (Lübeck)

Stralsund (Garz)
nur ARD + ZDF

Stuttgart-Frauenkopf

Teutoburger Wald
nur ARD + ZDF

Torfhaus
nur ARD

Untersberg
nur ARD + ZDF

Wedel Wittsmoor
nur ARD

Weimar

Wendelstein

Wesel

Wittenberg (Gallunberg)
nur ARD + ZDF

Wolfsburg
nur ARD + ZDF

Würzberg
nur ARD + ZDF

Würzburg
nur ARD + ZDF

Wuppertal

DVB T2 Verfügbarkeitskarte
Abbildung 1: DVB-T2 ab März 2017

Mobilfunk statt TV: Das passiert mit DVB-T Frequenzen

Die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 geschieht nicht allein vor dem Hintergrund, mehr Sender + HDTV auch über Antenne möglich zu machen. Vielmehr macht der neue DVB-T2 Standard auch einen großen Frequenzbereich im 700 MHz Bereich frei, der in Zukunft für Mobilfunkverbindungen genutzt werden kann.

Allerdings stehen die alten DVB-T Frequenzen nicht sofort für den Mobilfunk bereit, da der DVB-T Standard am 29.03.2017 ja nicht deutschlandweit abgeschaltet wird. Aber in den Ballungsräumen könnte es bereits 2017 Mobilfunk über diese Funk-Frequenzen geben. Der 700 MHz Bereich ist vor allem deswegen interessant, da er mit vergleichsweise wenigen Sendestationen eine hohe Netzverfügbarkeit bringt. Die maximalen Verbindungsraten sind allerdings vergleichsweise niedrig und werden für den Verbraucher in der Region um 10 Mbit/s liegen.

Mobilfunkmast

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Wer auf den Receiver verzichtet, spart den einmaligen Gerätepreis von 9,95 €.

einmalig 9,95 €

monatlich 5,75 €

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Abo mit Mindestlaufzeit 2 Jahre
inklusive rund 40 HD Sender
(3 Monate lang kostenlos)

Receiver

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