Unternehmensberatung: UMTS-Anbieter müssen 1 Million Kunden gewinnen

Nach Ansicht der Unternehmensberatung Booz, Allen, Hamilton müssen die Provider T-Mobile, E-Plus, Vodafone und O2 bis Ende kommenden Jahres eine Million UMTS-Kunden für ihre Angebote gewinnen. Zugleich müssen die vier Unternehmen den Datenmarkt sehr schnell aufbauen, berichtet die FAZ in ihrer heutigen Ausgabe.
„Die Preise für UMTS-Dienste sind zu hoch für den Massenmarkt. Außerdem müssen die Netzbetreiber mehr an die Kunden denken. Diese wollen keine Kilobytes oder Minuten kaufen sondern Musikstücke oder Spiele. Das ist greifbarer und die Kosten sind transparent.“, erklärte der Telekommunikationsexperte Roman Friedrich der Unternehmensberatung.Die Akzeptanz der Kunden für einzelne Produkte, Abonnements oder Pauschaltarife ist laut Friedrich höher als bei Zeit-, und Volumentarifen. Denn die Zeit-, und Volumentarife würden kaum überschaubare Kosten mitbringen.
“Datenkommunikation ist kein essentielles Bedürfnis. Niemand braucht unbedingt Videotelefonie. Daher muss zunächst das Bedürfnis nach den neuen Datendiensten geweckt werden.“, empfiehlt er.
Auch sei es bisher keinem Anbieter gelungen, sich vom Infrastrukturanbieter zum Konsumgüterhersteller vollständig zu wandeln. „Die Umsetzung ist schwierig, denn die Unternehmen müssen Ansichten über Bord werfen, die zehn Jahre lang richtig waren. Dafür müssen auch viele Mitarbeiter ausgetauscht werden“, so Friedrich weiter.
Laut Friedrich werden die Preise für Handy-Telefonate in diesem Jahr fallen aber ein harter Preiswettbewerb werde wohl nicht stattfinden. „Die Netzbetreiber wollen die Preise kontrolliert senken. Sie werden ihre Margen nicht freiwillig abgeben“, sagte Friedrich in Bezug auf den deutschen Handymarkt.
Auch sollten die Netzbetreiber die Subventionen auf solche Geräte ausrichten, welche einen hohen Umsatz erzielen. „Wird die bisherige Subventionspraxis beibehalten, gehen die Margen in die Knie“, warnt der Experte.
Im kommenden Jahr werde der Eintritt virtueller Netzbetreiber in den Markt für Spannung sorgen, welche zwar kein Netz aber eine starke Marke besitzen.
„ähnlich wie der Kaffeeröster Tchibo werden viele klassische Händler in den Mobilfunkmarkt einsteigen“, meint Friedrich.
Mithilfe der Händler wollen die Netzbetreiber laut Friedrich eine Zweitmarke aufbauen um darüber neue Kundengruppen ansprechen zu können.
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