United Internet will eigene DSL-Infrastruktur aufbauen

Die Unternehmensgruppe United Internet AG möchte mit dem Aufbau einer eigenen DSL-Infrastruktur in Ballungsräumen beginnen, um unabhängiger von der Deutsche Telekom zu werden. Dieses Jahr wird die United Internet AG rund 150 Millionen Euro an den Bonner Ex-Monopolisten zur Nutzung der Netzinfrastruktur überweisen, berichtet das Handelsblatt.
Nach Unternehmensangaben habe United Internet mit rund 1 Million DSL-Kunden die notwendige Größe um eine eigene DSL-Infrastruktur aufzubauen.“Rund 50.000 DSL-Bestellungen sind allein von uns in den EDV-Systemen der Telekom hängen geblieben“, sagte Ralph Dommermuth, der Chef von United Internet und zieht damit die Konsequenzen aus den Problemen mit dem Bonner Konzern.
Nicht nur die United Internet AG beklagt das anscheinende Chaos bei der Deutsche Telekom sondern auch andere Wiederverkäufer. Laut Branchenkreisen warten bis zu 120.000 Kunden auf ihren vor Monaten bestellten DSL-Zugang.
Die Festnetztochter T-Com der Deutsche Telekom räumte mittlerweile die Probleme ein und gab bekannt, dass man mit Hochdruck an einer Lösung arbeite.
Die Investitionen für eine eigene DSL-Infrastruktur belaufen sich nach Angaben von Ralph Dommermuth zu Anfang auf 30 bis 50 Millionen Euro.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2004 erzielte die United Internet AG einen Umsatz von 365,9 Millionen Euro und beschäftigte mit Stand Ende September 2004 insgesamt 4.409 Mitarbeiter.
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