United Internet: Konsolidierung im DSL-Markt erwartet

Mit einer Konsolidierung des deutschen DSL-Marktes rechnet Ralph Dommermuth, der Chef der United Internet AG und schätzt, dass es mittelfristig maximal fünf DSL-Anbieter in Deutschland geben wird, berichtete die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe.
"Derzeit spielen neben uns die Deutsche Telekom-Sparte T-Online, AOL, Arcor und Freenet in der ersten Liga. Der Rest gehört schon zur zweiten Klasse", sagte Ralph Dommermuth gegenüber der dpa-AFX.
Laut Dommermuth müssten die Anbieter und besonders die Konkurrenten von T-Online versuchen, ihre Marktanteile weiter auszuweiten. Es sei ein Marktanteil von rund 20 % nötig, um wirtschaftlich vernünftig bestehen zu können.
In Deutschland gibt es nach einer Studie der Londoner Marktforschungsfirma Point Topic rund 7,45 Millionen DSL-Anschlüsse und die United Internet AG zählt 15 % Marktanteil.
Der Provider zählte Ende März rund 1,15 Millionen DSL-Kunden wovon zirka 950.000 zu 1&1 gehören und 200.000 zur Tochterfirma GMX. Im zweiten Quartal rechnet Dommermuth mit über 120.000 neuen DSL-Kunden.
Der Firmenchef bezweifelt dass es dem Konkurrenten T-Online weiter gelingen wird, über 50 % der DSL-Neukunden für sich gewinnen zu können und dies liege besonders an den seit letzter Zeit immer stärker werdenden Regional-Anbietern.
Sollten ausländische Telekommunikationsfirmen oder Finanzinvestoren Interesse zeigen, in den deutschen DSL-Markt einzusteigen, so steht der Anbieter Arcor derzeit zum Verkauf bereit.
Die Mobilcom/Freenet-Gruppe sei aber aufgrund der Aktionärsstruktur für eine mögliche übernahme besser geeignet.
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