Telefonica: Schweizer UMTS-Lizenz verloren

Weil der spanische Konzern Telefonica bis zum heutigen Tag kein UMTS-Netz aufgebaut hat, entzog die ComCom dem Unternehmen die UMTS-Lizenz. Die ComCom ist die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) die unter anderem für Telekommunikationsfragen zuständig ist. Für den Entzug der UMTS-Lizenz erhält die Telefonica keine finanzielle Entschädigung. Die Tochterfirma 3G Mobile ersteigerte vor sechs Jahren für rund 50 Millionen Euro eine UMTS-Lizenz in der Schweiz.
Da Telefonica die UMTS-Lizenz nicht nutzte, leitete das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) im Januar diesen Jahres gegen den Konzern ein Aufsichtsverfahren ein. Nach den Bestimmungen war Telefonica dazu verpflichtet bis zum Jahresende 2004 mindestens die Hälfte der Schweizer Bevölkerung mit einem UMTS-Netz abzudecken.
Die eigenen UMTS-Projekte stellte der spanische Konzern in Deutschland, Italien, österreich und der Schweiz ein nachdem schlechte Erfahrungen auf dem deutschen Markt gemacht wurden.
Die BAKOM möchte den Wettbewerb des Schweizer Mobilfunkmarktes fördern und würde einen vierten Mobilfunkanbieter begrüßen.
In Deutschland wurden für 50 Milliarden Euro vor sechs Jahren acht UMTS-Lizenzen versteigert und heute besteht ein bundesweites UMTS-Netz.
Das deutsche UMTS-Netz steht allerdings überwiegend nur in Großstädten wie München, Berlin oder Frankfurt am Main zur Verfügung während ländliche Regionen mit Breitband noch immer unterversorgt sind.
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