Telefonica: DSL-Geschäft in Deutschland wird ausgebaut

Bis Mitte kommenden Jahres möchte der spanische Konzern Telefonica in Deutschland rund 1500 Hauptverteiler der Deutsche Telekom mit dem eigenen Netz verbinden, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Damit baut Telefonica sein deutsches DSL-Geschäft weiter aus.
"Wir werden uns zunächst auf das Line-Sharing konzentrieren und entsprechend nur das für DSL notwendige Frequenzband auf dem Kupferkabel der letzten Meile von der Telekom mieten", sagte Andreas Bodczek, der Chef von Telefonica Deutschland gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Beim Line-Sharing behält der Kunde seinen Telefon-Anschluss während der DSL-Anschluss bei einem anderen Provider gemietet wird. Dieser Provider nutzt wiederum das Netz von Telefonica. Mit 2,43 Euro monatlich liegt der Preis klar unter der Miete für eine komplette Leitung.
Als Großhändler möchte Telefonica in Deutschland bis zu 40 % der Haushalte mit Breitband-Verbindungen erreichen, wofür der Konzern eine dreistellige Millionensumme investieren möchte.
Nach Angaben des Konzerns könnte die Zahl der Breitbandnutzer hierzulande bei einer konsequenten Förderung von alternativen Netzen um 6 Millionen erhöht werden.
Das Unternehmen Telefonica verfügt über die zweitgrößte Infrastruktur nach dem Bonner Ex-Monopolisten Deutsche Telekom AG.
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